HSC steht nach 2:0 gegen Türkspor im Finale des Hecker-Cups: Am Samstag erneut gegen BSV Schüren

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Fußball: Oberligist Holzwickeder SC hat nach einem überaus spannenden und umkämpften Halbfinale am Freitagabend das Finale des Hecker-Cups erreicht. 2:0 hieß es nach 2 x 40 Minuten im Aplerbecker Urlaubsguru-Waldstadion gegen den ambitionierten Landesligisten Türkspor Dortmund.

Die Treffer für den Fünftligisten fielen erst nach der Pause durch einen Doppelschlag von Henri Böcker (53.) und Tomislav Ivancic (58.). Im Finale am Samstag, 7. August, um 19 Uhr trifft der HSC nun auf den Westfalenligisten BSV Schüren. Die Schürener hatte die Woller-Elf in der Gruppenphase mit 3:2 besiegt – allerdings erst nach einem 0:2-Rückstand zur Pause und einer deutlichen eigenen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit.

Im Spiel um den 3. Platz trifft am Samstag Türkspor Dortmund auf den FC Brünninghausen (17 Uhr Anstoß). Der FC Brünninghausen unterlag im ersten Halbfinalspiel am Freitag dem BSV Schüren mit 1:3 und war komplett chancenlos. Das Ehrentor fiel erst in der Nachspielzeit. Noch schlimmer für den FCB ist die schwere Schulterverletzung des ehemaligen Holzwickeders David Vaitkevicius, der mit dem Krankenwagen abtransportiert werden musste und der wohl lange ausfallen wird.

Ein falscher „Click“ des Schiri – und plötzlich war Philipp Gödde im Halbfinale spielberechtigt

Wer in den unendlichen Weiten des Internets und der Online-Medien unterwegs ist, der weiß, wie verheerend sich ein falscher Click auswirken kann. Für den HSC gab es nun einen „glücklichen Click“. Wie berichtet, hatte sich HSC-Stürmer Philipp Gödde wegen eines flapsigen Spruchs in der Nachspielzeit des Viertelfinals gegen Hombruch „Gelb-Rot“ eingefangen. Nach dem Spiel aber trug der Schiedsrichter das Delikt unter „Zeitstrafe“ ein – die es eigentlich aktuell im Fußballkreis Unna/Hamm und Dortmund aber gar nicht gibt sondern lediglich als Modellprojekt in Essen. Zeitstrafen aber sind nach zehn Minuten „abgesessen“ – und so taucht die Gelb- Rote Karte nirgendwo mehr auf. Die Konsequenz: Philipp Gödde war gegen Türkspor spielberechtigt. Damit kam es zum großen Duell des aktuellen HSC-Stürmers Philipp Gödde mit dem Ex-HSC-Sturmtank Marcel Reichwein. Vorweg: Phiipp Gödde vergab eine Chance – Marcel Reichwein fiel nur durch eine Gelbe Karte nach einem Foulspiel auf und versprühte dieses Mal keine echte Torgefahr.

HSC mit vielen Ausfällen – Türkspor Dortmund hatte guten Plan

Die personellen Vorzeichen vor dem Anpfiff waren beim HSC alles andere als ideal. Robin Schultze (Grippe), Lucas Arenz (Urlaub) und Enis Delija (muskuläre Probleme) gesellten sich zur ohnehin schon großen Ausfallliste. Marcel Duwe konnte aufgrund von Muskelproblemen ebenfalls nicht von Beginn an spielen – und zu allem Überfluss hatte Dario Markovski vor dem Spiel auch noch einen kleinen Autounfall, zum Glück ohne Personenschäden und ohne eigenes Verschulden. Er kam erst später zum Team dazu.

Der Trainer von Türkspor Dortmund, der Ex BVB-Profi Sebastian Tyrala, hatte, wohl in Absprache mit seinem spielenden Co-Trainer Marcel Reichwein und seinem Keeper Muhammed Acil, ebenfalls vormals in Holzwickede aktiv, einen wirklich guten Matchplan entwickelt. Die ganz in Rot angetretenen Dortmunder traten engagiert auf, griffen die Holzwickeder hoch an und zeigten so manche technische Finesse. Es dauerte fast eine Viertelstunde, bis der HSC, auch bedingt durch notwendige Umstellungen in der Startelf, einen echten Zugriff zum Spiel hatte. In der 16. Minute passte Leon Gensicke zu Henri Böcker, der an Muhammed Acil im Dortmunder Tor scheiterte. Die dickste Chance in Hälfte eins hatte Türkspor. André Schneider zog im Duell gegen Kimaz Hamsa den Kürzeren, der zog allein auf das HSC-Tor davon – doch HSC-Keeper Kevin Beinsen parierte in großartiger Manier. In der 40. Minute schlug Dario Biancardi einen Freistoß in den Strafraum, doch Philipp Gödde verpasste knapp. Torlos 0:0 hieß es zur Pause.

Henri Böcker mit dem „Dosenöffner“

In der zweiten Halbzeit wurde der ohnehin schon aufgewühlte, tiefe Boden des Waldstadions weiter intensiv von beiden Teams beackert. Es ging intensiv weiter, kein Ball wurde verlorengegeben. Den „Dosenöffner“ hatte dann Henri Böcker dabei. Er stand in der 53. Minute goldrichtig und schoss aus kürzester Distanz unter die Latte zur 1:0-Führung für den Oberligisten ein. In der 58. Minute machte dann Tomislav Ivancic den „Deckel auf das Spiel“. Sein 15-Meter-Schuss aus halblinker Position ging zum entscheidenden 2:0 über die Linie.

Die letzten 20 Minuten verwaltete der HSC das Spiel sehr gut und Türkspor gab sich auf. So sparte Holzwickede ein paar Körner für das Finale am Samstag.

Bildzeile: Aufgrund von vielen Ausfällen musste HSC-Trainer Marc Woller kurzfristig vieles in Spiel umbauen.

HSC-Trainer Marc Woller: Ich ziehe vor meiner Mannschaft den Hut. Aufgrund von vielen Ausfällen mussten wir kurzfristig vieles in unserem Spiel umbauen. Wir haben das durch viel Einsatzbereitschaft kompensieren können. Es war ein sehr intensives und spannendes Spiel – wir haben das auch im Vorfeld erwartet. Türkspor Dortmund ist ein sehr guter, brandgefährlicher Gegner, der einen guten Plan verfolgt hat. Zum Finalgegner BSV Schüren: Die Elf wird nicht vergleichbar sein mit der Auswahl, die wir in der Vorrunde mit 3:2 besiegt haben. Sie haben viele Top-Spieler dabei, die im Gruppenspiel noch gefehlt haben. Schüren ist ein Top-Westfalenligist. Ich denke, dass sich alle Fußballfreunde auf ein spannendes und gutes Endspiel freuen dürfen.

HSC: Kevin Beinsen, André Schneider, Philipp Gödde, Henri Böcker, Leon Gensicke, Til Busemann, Nils Hoppe, Maurice Majewski, Tomislav Ivancic, Dario Biancardi, Lennart Uedickoven. Eingewechselt: Marcel Duwe, Tim Walter Breuer.
Türkspor: Muhammed Acil, Onur Cenik, Marcel Reichwein, Kimaz Hamsa, Matheus Sousa Mendes, Florian Juka, Okan Santas, Justin Braun, Nino Saka, Yussef Yesilmen, Ömer Akman. Eingewechselt: Hayrullah Alici, Lozan Bozmaz, Viktor Siljeg.
Tore: 1:0 Böcker (53.), 2:0 Ivancic (58.)
Zuschauer: 500 (ausverkauft)

Impfaktion im Aplerbecker Waldstadion am Finaltag

Am Samstag, 7. August, beim Finaltag des Hecker-Cups, bietet der SC Aplerbeck ein Impfangebot an – getreu dem Motto: Fußball + Impfschutz to go! Impfwillige haben die freie Wahl zwischen den Impfstoffen von Biontech, Moderna und Johnson & Johnson. Möglich machen es die Stadt Dortmund durch Beate Bachmann, Leiterin des Impfzentrums, und die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Sie richtet am Samstag von 14.30 bis 20.30 Uhr ein mobiles Impfzentrum im Urlaubsguru-Waldstadion ein. Die KVWL stellt eine Ärztin und eine Medizinische Fachangestellte für die Impfaktion ab, und auch das Impfzentrum der Stadt ist involviert. Mitbringen muss man den Personalausweis, die Krankenkassen-Versichertenkarte und – sofern vorhanden – den Impfpass.

Bildzeile: Der HSCer Lennart Uedickoven (re.) stellt sich zum Zweikampf gegen seinen früheren Teamkollegen Marcel Reichwein auf. Rechts beobacht Nils Hoppe die Szene.

 

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