HSC-Spieler zeigen nach frühem Rückstand großen Charakter – News

Fußball: Groß war die Erleichterung beim HSC nach dem sonntäglichen 3 : 2-Erfolg gegen RW Ahlen vor rund 400 Zuschauern. Endlich wieder ein Dreier nach über fünf Monaten „Wartezeit“ auf einen Sieg. Ergebnisse wie das 4 : 2 von Gütersloh gegen Gievenbeck oder das 4 : 3 von Brünninghausen gegen Paderborn II und das 3 : 1 von Schermbeck gegen Aplerbeck waren indes nicht ganz nach dem Geschmack der Holzwickeder. „Wir müssen auf uns selber schauen“, sagt HSC-Trainer Axel Schmeing. Zufrieden war er mit dem unbedingten Willen seines Teams zum Erfolg gegen Ahlen.

So war die Reaktion nach dem frühen Rückstand in der vierten Minute phänomenal und wurde mit dem schnellen Ausgleich durch Joshua Heinrichs und der Führung durch Sebastian Hahne belohnt. Nach dem Anschluss des Ex-Holzwickeders Mehmet Kara, der nach Abpfiff noch lange mit seinem „Entdecker“ Rolf Unnerstall redete und überhaupt nicht mit dem Ahlener Spiel zufrieden war, wurde es zwar noch mal eng – aber die Defensive hielt. „Wir hätten früher den Deckel draufmachen können, ja müssen“, meinte Axel Schmeing. Dennoch: „Wenn wir unsere Ahlen-Leistung wieder abrufen können, können wir gegen Erndtebrück punktemäßig etwas mitnehmen“, so der Trainer. Vergessen dürfe man aber nicht, dass auch ein ersatzgeschwächtes Erndtebrück, immer noch viel Qualität und Routine auf den Platz bringt. Vier Punkte steht der HSC aktuell vor dem ersten Abstiegsplatz, den Gievenbeck belegt und fünf vor dem letzten Platz, den nach wie vor Gütersloh innehat. „Es ist so eng, daher müssen wir jetzt weitermachen und punkten“, gibt es für Schmeing nur den Blick nach vorn.

Tobias Wittchen wieder im Training – Edgar Krieger fällt vier Wochen aus

Nach vielen Wochen Zwangspause geht es bei Tobias Wittchen wieder aufwärts. Nach seiner Hüft-OP im Sommer musste er sich gedulden und langsam herankämpfen. Zuletzt war er wieder im Training, muss sich aber noch gedulden, da es wieder „zwickt“. Doch er dürfte im Saison-Schlussspurt wieder eine Option werden. Edgar Krieger indes muss vier Wochen aussetzen. Der Verteidiger erlitt im Training einen Muskelfaserriss.  Nicht so recht voran geht es im Genesungsprozess bei Miki Orachev. Der Neuzugang aus Sofia leidet weiter an einer Muskelverletzung und arbeitet an seinem Comeback. Doch auch er wird in den kommenden Wochen kaum auf Einsatzzeiten in der Ersten kommen. Kurzfristig fiel gegen Ahlen auch noch Karim Bouasker aus. Sein Einsatz gegen Erndtebrück ist fraglich.

Erneut Schiedsrichterin aus der Frauen-Bundesliga als Spielleiterin

Wieder wird eine Unparteiische das HSC-Spiel gegen Erndtebrück leiten. Nadine Westerhoff (FC Frohnlinde) pfiff zuletzt am Sonntag die Bundesliga-Begegnung von Turbine Potsdam gegen Werder Bremen (8 : 0). Am Sonntag hatte Bundesliga-Kollegin Kathrin Heimann (Gladbeck) das Spiel gegen Ahlen insgesamt souverän geleitet.

Ex-Mühlhausener Jona Deifuß von RW Ahlen U 19 verpflichtet

Der HSC vermeldet für die neue Saison einen weiteren Neuzugang. Aus der U19 von Rot Weiss Ahlen wechselt Jona Deifuß in die Emscherquellgemeinde. Der offensive Außenspieler lief in fast jedem Spiel der U19 in der Westfalenliga auf und bringt es aktuell auf drei Tore in der Liga und dazu vielen Vorlagen. „Auch hier zeigt sich, dass der HSC weiter seinen Weg mit jungen Spielern aus der Region gehen will und diese entwickeln möchte”, so Sportchef Tim Harbott. Jona Deifuß kommt aus Unna und spielte in der Jugend beim SSV Mühlhausen-Uelzen, ehe er zur B-Jugend nach Ahlen wechselte und dort zur Stammkraft heranwuchs.

Drittletzter Platz in der Oberliga keinesfalls „abstiegssicher“

Viel wurde kolportiert, dass nur die beiden Letzten der Oberliga Westfalen absteigen. Das ist so keinesfalls korrekt. Sollten nämlich aus der Regionalliga mehr als zwei Teams aus dem Gebiet des Fußball- und Leichtathletikverbandes (FLVW) absteigen, dann würden auch der Drittletzte oder gar Viertletzte der Oberliga den Gang in die Westfalenliga antreten müssen. Und das ist gar nicht so unwahrscheinlich. Aktuell stehen der SC Wiedenbrück und Kaan-Marienborn aus dem FLVW-Bereich auf einem Abstiegsplatz. Sollte sich die SG Wattenscheid, die nur einen Punkt über dem Strich steht, dazugesellen, wäre das sehr ungünstig für den HSC. Auch Lippstadt aus dem FLVW-Bereich ist noch nicht gesichert – sieben Punkte Abstand sind es aktuell auf einem Abstiegsplatz für den Tabellenelften der Regionalliga. Also: Allein auf den drittletzten Rang zu spekulieren, wäre unklug. Also gilt für den HSC: fleißig Punktesammeln, um ins Tabellen-Mittelfeld zu kommen.

Bild: HSC-Stürmer Nico Berghorst (re.) traf in der 63. Minute nur die Querlatte des Ahlener Gehäuses.

Vorheriger ArtikelRoman Spielfeld neuer 3. Vorsitzender im SGM-Vorstand
Nächster ArtikelFußball-Landesliga: Gebrauchter Tag für den SuS Kaiserau – Einige SSV-Spieler nehmen Abstiegskampf nicht an

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.