HSC-Spieler sprechen sich für Regionalliga aus

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Fußball: Sie wollen anpacken und angreifen: Sollte es für den Holzwickeder Sport Club die Möglichkeit des Aufstiegs in die 4. Liga, die Regionalliga), geben, möchten die Spieler den Gang in die höchste Liga Nordrhein-Westfalens antreten. Das ergab eine Umfrage bei den Spielern des Kaders nach Rücksprache und Information mit der sportlichen Leitung.

Und das auch, wenn denn, wie der Rahmenspielplan vorsieht, bis zu neun Matches unter der Woche, die auch nach Aachen und Bonn führen können, anstehen. Mit dieser Entscheidung der Spieler nahm der Verein eine weitere interne Hürde bei der Entscheidung, ob man das Abenteuer Regionalliga angehen will. Aufgrund der Spielerentscheidung und nach internen Beratungen in verschiedenen Gremien prüft der ungeschlagene Zweite der aktuellen Oberliga Westfalen die Unterlagen des Westdeutschen Fußballverbandes für das Lizensierungsverfahren der Regionalliga West. Unabhängig davon, ob die Saison weitergespielt wird, muss bis zum 31. März ein solcher Antrag eingereicht werden.

Seriöse Finanz- und Infrastrukturplanungen notwendig

Um über den Lizenzantrag abschließend beraten und entscheiden zu können, stehen nun eine solide und seriöse Finanzplanung sowie eine Prüfung der Infrastruktur an. Der HSC prüft nun, wie von sku berichtet, den Lizenzantrag. „Wir stehen sportlich vor einer einmaligen Möglichkeit, da wollen wir nicht, dass am Ende die Infrastruktur nicht passt“, sagt HSC-Vorsitzender Udo Speer.

Einen kompletten Umbau des Montanhydraulik-Stadions wird es nach Angaben des HSC-Vorstands nicht geben. Aber auch die bevorzugte „Light-Lösung“ bedingt Bau- und Organisationsmaßnahmen. Nach Stadionbegehungen vor einiger Zeit mit Gemeindevertretern und Polizei wurde klar, was sich bereits nach den zahlreichen internationalen Spielen, die der HSV und später der HSC im Stadion ausgerichtet hatte wie die Youth League und Länderspiele, abgezeichnet hatte. Es müssen unter anderem Fangruppen getrennt, sanitäre (mobile) Anlagen aufgebaut, Verpflegungsstände und ein Zaun über den Banden errichtet werden. Auch ein Sicherheits- und Ordnerkonzept muss erarbeitet werden.

„Risikospiele“ in Dortmund, Hamm oder Hagen

Die so genannten „Risikospiele“ in der Regionalliga wie nach dem aktuellen Tabellenstand der Regionalliga gegen RW Essen oder Schalke, werden mit der „Light-Lösung“ nicht im Montanhydraulik-Stadion ausgetragen werden können. Ausweichmöglichkeiten wären, nach Zustimmung der örtlichen Behörden, zum Beispiel das Stadion Rote Erde in Dortmund, die Evora-Arena in Hamm oder das Hagener Ischeland-Stadion.

„Stehen vor großer Herausforderung – aber auch Chance“

„Wir stehen vor einer großen Herausforderung für Verein, Sponsoren und das gesamte Umfeld. Der HSC möchte auch dem Kreis Unna Freude mit Regionalliga-Fußball bereiten. Auch für bestehende und neue Sponsorenpartnerschaften wäre das eine großartige Sache“, so Udo Speer. Und er ergänzt: „Wir tun alles, entsprechende Planungen bestmöglich voranzubringen.“

Ob der HSC bis zum 31. März den Antrag stellt, hängt nun am Ende von den Prüfungen ab. Besonders aber wird der HSC auf die Unterstützung von Mitgliedern, Politik und Sponsoren angewiesen sein.

Bildunterschrift: Ein volles Haus, wie hier beim internationalen Ruhr-Cup 2015, möchte der HSC auch gerne in der Regionalliga haben. Auf unserem Foto sitzen übrigens der heutige HSC-Vorsitzende, Udo Speer und Geschäftsführer Günter Schütte (beide Bildmitte, erster Reihe), ganz weit vorne.

 

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