HSC sieht sich am Schloss Strünkede nicht chancenlos

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Fußball-Westfalenliga 2: SC Westfalia Herne – Holzwickeder SC (So., 15 Uhr, Stadion Am Schloss Strünkede, Westring 260, Herne). Dass die Begegnung zwischen der Herner Westfalia und dem HSC am 11. Spieltag zu einem Spitzenkampf der Westfalenliga werden würde, hatten wohl die wenigsten zu Saisonbeginn auf der Rechnung. Das liegt aber in erster Linie am HSC, denn dass die Herner Ex-Profis die Tabellenspitze in Angriff nehmen würden, war allgemein erwartet und von Westfalia-Trainer Christian Knappmann auch von vornherein progagiert worden. Den Holzwickedern hingegen hätten zu Saisonbeginn sicherlich nicht alle den momentan 5. Tabellenplatz zugetraut. Umso erfreulicher ist daher die bisherige Bilanz der Blau-Grünen. Allerdings – und da machen sich die HSC-Verantwortlichen keine falschen Hoffnungen: Die Holzwickeder sind bei ihrem Gastspiel im altehrwürdigen Stadion am Schloss Strünkede durchaus nur in der Außenseiterrolle. Zu Hause sind die Herner nämlich eine Macht und haben dort lediglich gegen Wiemelhausen (2:2) nicht gewonnen – gegen die Concordia also, bei der der HSC am vergangenen Sonntag einen glatten 3:0-Erfolg feierte. „Das wird aber den Hernern mit Sicherheit nicht verborgen geblieben sein“, weiß Co-Trainer Mario Niedzialkowski, dass die Westfalia den HSC keineswegs auf die leichte Schulter nehmen wird. Schließlich kommen die acht Auswärtspunkte, die die Holzwickeder schon gesammelt haben, nicht von ungefähr. Und auch die Tatsache, dass die Herner neben Philipp Rößler und Maurice Rene Haar nun auch Justin Klein und Eren Ayaz wegen ihrer roten Karten ersetzen müssen, wertet Niedzialkowski nicht unbedingt als großen Vorteil für seine Elf: „Wer wie Herne aufsteigen will, der verfügt schon über einen großen und starken Kader, und das tut die Westfalia!“

Ein Glanzstück der Westfalen ist zweifellos der Angriff, der bereits 28 Treffer erzielt hat, also fast drei pro Spiel. Da ist es schon wichtig, dass der HSC über eine Abwehr verfügt, die wie die der Herner bislang nur elf Gegentreffer zugelassen hat und  lediglich von Hordel (fünf Gegentore) unterboten wird. Und 20 erzielte Tore auf Holzwickeder Seite sind ja auch beileibe nicht die schlechteste Visitenkarte. „Wir sind nicht so vermessen, daraus gleich Erfolgsansprüche abzuleiten, aber wenn alles so läuft, wie wir uns das wünschen, sind wir bestimmt nicht gänzlich chancenlos“, hofft Niedzialkowski darauf, dass sich die zuletzt arg ausgedünnte Spielerdecke wieder etwas füllt  und unter anderem die Verletzungen, mit denen Robin Schultze und Sebastian Hahne in Wiemelhausen ausgewechselt werden mussten, doch nicht zu den befürchteten Ausfällen führen. „Die Fragezeichen bleiben bis zum Spiel“, so der Co-Trainer, „es wird auch darauf ankommen, dass wir einen kühlen Kopf bewahren!“

Bild: Fraglich ist beim HSC noch der Einsatz von Sebastian Hahne in Herne.

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