HSC: Schwerer Gang zum nächsten Regionalliga-Absteiger

Fußball-Oberliga: Westfalia Rhynern – Holzwickeder SC (Sonntag, 31. März, 15 Uhr, Helmut-Voss-Arena, Am Stadion 20, Hamm-Rhynern). Viel Schwung aus den Siegen gegen Ahlen (3 : 2) und Erndtebrück (4 : 3) und den Sprung auf Platz acht nimmt der HSC zum Auswärtsspiel beim Tabellendritten und Regionalliga-Absteiger Westfalia Rhynern mit. Bei den Hammer Vorstädtern, die lange um den Regionalliga-Aufstieg mitgekämpft hatten, jetzt aber zehn Punkte Rückstand auf den Zweiten, Haltern haben, ist die Schmeing-Elf allerdings klarer Außenseiter.

„Rhynern hat Regionalliga-erfahrene, individuell sehr starke Spieler. Lennart Kleine mit über 200 Ligaspielen und 124 Toren oder der Ex-Spieler von Borussia Dortmund, Salvatore Gambino, sind da nur zwei Beispiele. Sie können ein Spiel allein entscheiden“, hat HSC-Coach Axel Schmeing viel Respekt vor dem sonntäglichen Gegner. Dennoch lautet sein Ziel: „Wir wollen etwas Zählbares mitnehmen. Dafür muss aber erneut vieles passen. Auch müssen wir die Zahl der kassierten Tore reduzieren, denn immer zwei, drei Tore zu schießen wie zuletzt, ist gerade gegen die Rhynener Routine sehr kompliziert“, so Schmeing. Und überhaupt: „Bei dieser engen Tabellenkonstellation bleibt es bis zum Schluss dabei: Jedes Oberligaspiel ist für uns ein Endspiel“, so Schmeing.

Rhynern hat „Leistungsdelle“ überwunden

Die Westfalia aus Rhynern verspielte in den letzten Begegnungen die wohl letzten Chancen, noch den zweiten Platz von Haltern zu erkämpfen. Aus den letzten sechs Spielen holte das Team von Trainer Torsten Garbe von 18 möglichen nur vier Punkte. Damit stehen nun elf Siege, drei Remis und acht Niederlagen bei 38 : 34 Toren zu Buche. Das reicht nicht für einen Wiederaufstieg. Am Mittwochabend im Nachholspiel beim TuS Ennepetal war dann allerdings wieder eine ganz andere Westfalia auf dem Feld. Zweimal Lennart Kleine und einmal Tim Neumann schossen einen verdienten 3 : 0-Erfolg heraus – Balsam auf die Seele des Teams und ein Ansporn, gegen den HSC eine neue Erfolgsserie zu starten. Das Hinspiel allerdings gewannen die Holzwickeder nach zwei Toren von Marcel Duve und Tomislav Ivancic zuhause mit 3 : 0. Ebenfalls standen sich beide Teams im Kreispokalfinale 2015 gegenüber – hier hatte Rhynern die Nase mit 5 : 1 vorne – allerdings gegen eine verstärkte HSC-Reserve. Aufpassen muss der HSC auf die brandgefährlichen Standards des Gastgebers. Gegen Ennepetal war es Akhim Seber, dessen Eckball zu Tim Neumann kam und der vollendete. Und gerade bei Standards herrscht beim HSC oft „Alarmstufe 1“. Ein Wiedersehen gibt es mit Westfalia-Verteidiger, Jan kleine, Bruder von Lennart Kleine, der 2013/14 das Holzwickeder Trikot getragen hatte. Fraglich bei Rhynern sind der Ex-Mühlhausener Hakan Sezer, der mit Adduktorenprobleme gegen Ennepetal am Mittwoch in der 28. Minute ausgewechselt wurde. Fraglich auch, ob Stamm-Keeper Alexander Hahnemann spielen kann – auch er wurde mit Oberschenkelproblemen frühzeitig vom Platz genommen. Doch Vertreter Maximilian Eul gilt als einer der sehr guten seiner Zunft, hielt gegen Ennepetal sogar einen Strafstoß und glänzte mit überragenden Paraden.

Sieben Punkte vor Abstiegsplatz

Sieben Siege, sieben Remis und acht Niederlagen hat der HSC bei 31 : 32-Toren und 28 Punkten eingefahren. Damit gelang innerhalb von wenigen Stunden durch die gewonnenen Nachholspiele der Sprung von Platz 16 auf Rang 8. Sieben Punkte Vorsprung hat der HSC auf Gievenbeck und Gütersloh, die beide punktgleich die Abstiegsplätze belegen. Bei der Station Rhynern auf der Mission Klassenerhalt gibt es personell kaum Änderungen gegenüber den letzten Spielen. Karim Bouasker wird wohl erneut ausfallen, bei Mirco Gohr wird sich sein Einsatz erneut erst am Spieltag entscheiden.

Aplerbeck und Herne warten – noch kein Termin für Gievenbeck-Nachholspiel

Ambitioniert wird das weitere HSC-Programm. Am Sonntag, 7. April, kommt es um 15 Uhr im Montanhydraulik-Stadion zum Derby gegen den aktuellen Vierten, den SC Aplerbeck. Dann wird es noch mal komplizierter. Am Sonntag, 14. April, muss der HSC zu Westfalia Herne, deren Leistungskurve nach oben geht. Und bei den Spielen gegen Herne geht bekanntlich auch die emotionale Kurve bekanntlich stets steil nach oben.

Alle gegen den HSC

Geht es nach dem Stadionmagazin von Westfalia Rhynern kommt nicht „nur das ganze Dorf“, sondern bringt auch viel Optimismus mit. Beim Tippspiel votierten vom Fanfarenzug, Löschgruppe Rhynern, BVB- und Fan Schalke-Fanclubs und Kindergarten gegen den HSC mit den „Standardergebnissen“ 1 : 0, 2 : 1 oder 2 : 0. Der in der Wertung führende Jugendfanfarenzug legte sich auf ein 2 : 0 fest – alles Anreize für den HSC, es dem „Dorf“ mal auf dem Rasenplatz zu zeigen…

Schiedsrichter pfiff Gütersloh-Sieg    

Waldemar Stor leitet die Begegnung in Rhynern als Unparteiischer. An ihn hat der HSC gute Erinnerung: Der Schiedsrichter vom SV Oetinghausen (Gemeinde Hiddenhausen) war auch beim 3 : 0-Heimerfolg der Holzwickeder gegen Gütersloh eingesetzt.

Weiterer Neuzugang aus der U 19 des SV Lippstadt

Ein weiterer Spieler aus der U19 des SV Lippstadt verstärkt im Sommer den Kader des HSC. Ersan Öczan wohnt in Herdecke. Er fühlt sich auf der 6er und 8er Position sichtlich wohl. In der Jugend spielte er in den Mannschaften des VfL Bochum und Hombrucher SV, ehe es ihn in der A-Jugend zum SV Lippstadt zog. “Er ist im Zentrum universell einsetzbar, Zweikampfstark, willensstark und wird sich recht schnell im Seniorenfussball zurecht finden”, so HSC-Trainer Axel Schmeing.

Bild: Viele packende Kopfballduelle wie auf unserem Foto aus dem Hinspiel (3 : 0 für den HSC) wird es auch am Sonntag bei der Begegnung Westfalia Rhynern gegen den Holzwickeder SC geben.

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