HSC schlittert zum glücklichen 3 : 3 gegen Landesligisten Brackel

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Fußball-Testspiel: SV Brackel 06 (Landesliga) – Holzwickeder SC (Oberliga) 3 : 3 (2 : 0. Oberligist Holzwickeder SC leistete sich am Dienstagabend im dritten Test in diesem noch jungen Jahr den ersten, allerdings nur ganz kleinen Ausrutscher. Nach Siegen gegen die Westfalenligisten SC Neheim (3 : 2) und Hohenlimburg 1910 (3 : 1) gab es ein vom Spielverlauf am Ende glückliches 3 : 3 gegen den aktuellen Sechsten der Landesliga 3, den SV Brackel. Vor allem in der ersten Halbzeit fand der HSC keinen Zugriff zum Spiel und hätte viel höher als „nur“ 0 : 2 zurückliegen können, ja müssen. Das Gute vorweg: Joshua Heinrichs feierte nach langer Verletzungspause (Schulter), Studienaufenthalt in Asien und nur einer (!) Trainingseinheit mit der Mannschaft ein Comeback. Allerdings zeigte sich deutlich, dass er noch einiges aufzuholen hat. Auch Mirco Gohr stand wieder in der Anfangsformation.

Der Oberliga-Fünfte aus Holzwickede kam mit den komplizierten Bodenverhältnissen sichtbar überhaupt nicht zurecht und war auch nicht bereit, irgendein Risiko einzugehen. Eigentlich sogar sehr verständlich angesichts der am 9. Februar weitergehenden Meisterschaft. Nach kurzer Eingewöhnung auf dem schwer bespielbaren, weil angefrorenen Kunstrasenplatz übernahm der SV Brackel die Initiative. Die Defensive stand, kluge Pässe wurden nach vorne in die Schnittstelle der HSC-Defensive geschlagen. Dazu kamen „Herz und Leidenschaft“, wie es auch das überall auf dem Platz und im Vereinsheim des Vereins präsente Motto des SVB ist. Nach 16 Minuten schickte Henry Coleman den Ex-HSCer Patrick Sacher auf die Reise. Der aktuelle Kapitän der Brackeler spielte dann noch ganz frech seinen alten Freund Kevin Beinsen aus – und es stand 1 : 0 für den Landesligisten (17.). Die HSC-Abwehr „übersah“ dann Malcom Ferro, der völlig „blank“ vor Kevin Beinsen das 2 : 0 hätte machen müssen, aber stattdessen den Abendhimmel anvisierte. (19.). „Genug geschlafen“, brüllte Keeper Kevin Beinsen, doch sein Weckruf wurde nicht erhört. In der 31. Minute war erneut Patrick Sacher frei, ballerte das Leder aber neben den Kasten. In der 34. Minute sah „Patti“ dann Malcom Ferro – doch auch der schoss völlig freistehend vorbei. Kevin Beinsen hielt dann im „Privatduell“ mit Patrick Sacher bravourös (42.), bis es dann in der 45. Minute erneut bei ihm einschlug. Wieder war es Malcolm Ferro, der die HSC-Defensiven wie Statisten aussehen ließ. Sein Pass nahm Patrick Sacher gerne auf und vollendete zur 2 : 0-Pausenführung (44.). Was hatte es in den ersten 45 Minuten vom HSC gegeben? Drei ungefährliche Ecken und einige Pässe in die unendliche Tiefe und Weite des Strafraums, das war es.

Die Wende kam mit Robin Rosowski

Ein ganz anderer HSC kam dann aus der Kabine. So einfach verlieren wollte man dann doch nicht. Vor allem, da ja auf der Gegenseite mit eben jenem in der ersten Hälfte überragenden Patrick Sacher und auch Daniel-Jonas Seidel zwei Ex-Holzwickeder standen, und zudem ja Axel Schmeing lange Jahre Coach des SVB war. Und so gingen die Holzwickeder die Sache engagierter an. Der eingewechselte Robin Rosowski erzielte mit einem Doppelpack den schnellen Ausgleich 52. und 65.). Dann verlor ausgerechnet Moritz Müller komplett die Übersicht. Einen Ball des ebenfalls ins Spiel gekommenen Brackeler Yassir Mhani, der sicherlich zwei Meter neben das Tor gegangen wäre, nahm Müller an, wollte klären, traf das Leder aber nicht richtig. Am völlig verdutzten Torhüter Kevin Beinsen ging das Leder zur erneuten Führung für die Dortmunder Vorstädter ins Holzwickeder Netz (69.). Eine wirklich ganz unglückliche Aktion und Situation!

Justin Pfaff mit dem erlösenden Treffer

Der HSC drückte nach dem erneuten Rückstand und erarbeitete sich ein deutliches Übergewicht. Und doch war es wieder der gastgebende SVB, der beinahe nachgelegt hätte. In der 73. Minute schaffte es Jonah Ernst, den leeren Kasten des HSC nicht zu treffen und daneben zu schießen. In der 81. Minute war es dann erneut Yassir Mhani, der „blank“ stehend schoss – und nur den Pfosten des Holzwickeder Kastens traf. Fortuna war an diesem Abend ganz klar Holzwickeder. Vor allem, als dann nach einer Ecke des in der zweiten Halbzeit sehr engagiert auftretenden Marcel Reichwein Justin Pfaff plötzlich ebenfalls frei stand und den späten Ausgleich zum 3 : 3 markierte (85.). Gerade Pfaff gönnte das Team diesen Treffer besonders, denn am Sonntag gegen Hohenlimburg wurde „sein“ Treffer als Eigentor eines Hohenlimburger Spielers gewertet – was es nicht war.

Es blieb am Ende beim 3 : 3 und einem in diesem Jahr weiter ungeschlagenen HSC.

Niederrhein-Oberligist Gradmesser am Sonntag, 26. Januar

Der vierte Vorbereitungstest des HSC lässt nicht lange auf sich warten. Am Sonntag, 26. Januar, reisen die Holzwickeder zum aktuell Sechsplatzierten der Oberliga Niederrhein, TSV Meerbusch. Anstoß ist um 14.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz des Sportplatzes Lank, Nierster Straße 90 in Meerbusch.

SV Brackel 06: Viktor Theisen, Henry Coleman, Alessandro Rath, Daniel-Jonas Seidel, Patrick Sacher, Ricardo Ruocco, Malcolm Ferro, Tobias Hartmann, Levin Mehmed Cakirla, Justin Lange, Marc Langfeld. Einwechslungen: Jonah Ernst, Yassir Mhani, Serhat Alpdogan, Alexander Gowlik, Mustafa Erdogan.
HSC: Kevin Beinsen, Justin Pfaff, Joshua Heinrichs, Steven Kodra, Tomislav Ivancic, Ersan Öczan, Jonas Janetzki, Aldin Kljajic, Mirco Gohr, Nico Berghorst, Kerim Acil. Einwechslungen: Moritz Müller, Lamar Lambertz, Robin Rosowski, Mischa Mihahjlovic, Mohamed Yarhdi.
Tore: 1 : 0 Sacher (17.), 2 : 0 Sacher (45.), 2 : 1 Rosowski (52.), 2 : 2 Rosowski (65.), 3 : 3 Müller, ET (69.), 3 : 3 Pfaff (85.)
Zuschauer: 30.

Trainerstimme Axel Schmeing, HSC: Die erste Halbzeit war ganz schlecht. Ich finde überhaupt, dass mein Team etwas demütiger auftreten muss. Da taten die ersten, ganz schwachen 45 Minuten ja sogar vielleicht mal ganz gut und waren ein Warnschuss zur rechten Zeit. Die zweite Halbzeit war richtig okay, bis auf einige Szenen in der Abwehr, wo wir viel Glück hatten oder aber einmal dieses kuriose Eigentor geschossen haben. Da hat Moritz Müller komplett die Übersicht verloren und wusste nicht wohin mit dem Ball. Wir bleiben ungeschlagen – aber noch mal: Diese Serie darf nicht zu Übermut führen. Ich bin froh, dass wir jetzt mit dem TSV Meerbusch am Sonntag eine ganz starke Mannschaft aus der Oberliga Niederrhein vor der Brust haben. Wir kennen sie nicht, sie sind Sechster, das wird richtig spannend und wird uns hoffentlich weiterbringen.

Lecker Essen im Ballhaus am Samstag, 25. Januar – und „zum Dessert“ Bayern gegen Schalke gucken

HSC-Vereinswirt Torsten Potyka tischt am Samstag, 25. Januar, ab 18 Uhr im Ballhaus des Holzwickeder Montanhydraulik-Stadions (Jahnstraße 7) richtig auf. Es gibt an diesem Abend deftigen Grünkohl, Kassler, Mettwurst, Salz- und Bratkartoffeln. Und das „durcheinandergemischt“, sondern alles schön extra. Eine Mitgliedschaft beim HSC ist nicht notwendig – jeder kann zum Schlemmen kommen. „Grünkohl und Beilagen satt“ kosten 11,90 Euro pro Person. Eine vorherige Anmeldung bei Torsten Potyka unter 0173 8521 423 ist erforderlich. Auch Fußballfreunde kommen auf ihre Kosten. Um 18.30 Uhr spielt der FC Bayern München im Topspiel der Bundesliga gegen Schalke. Zu sehen natürlich auch im Ballhaus.

Bild: HSC-Kapitän und Torhüter Kevin Beinsen (li.) begrüßt seinen alten Kollegen und Freund Patrick Sacher (r.) vor dem Spiel. Schiedsrichter Paul Lyco (Kirchhörder SC, Mitte) leitete die Begegnung mit seinen Assistenten Fabian Bernschein und Ahmet Candan an der Linie souverän und ohne Probleme.

 

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