HSC muss sich intensiv mit der Abstiegsrunde beschäftigen – 0:1 in Vreden angesichts des Liga-Modus denkbar ungünstig

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Fußball: Den Modus dieser Spielzeit in der Oberliga Westfalen sollten sich die Spieler des Holzwickeder SC noch mal zu Gemüte führen. Nach der Hinserie gibt es eine Auf- und Abstiegsrunde. Von Ersterer ist in der derzeitigen Verfassung nur träumen angesagt. Viel wichtiger wäre ein Blick auf die „Play-Downs“. Dafür werden nämlich die Punkte der Hinrunde komplett mitgenommen. Das ist wichtig, denn: Fünf der elf Teams buchen die Fahrkarte in die Westfalenliga. Daher ist die sonntägliche 0:1-Niederlage bei einem Mitkonkurrenten um dieses Ticket in die sechste Liga, die SpVgg Vreden, besonders schmerzlich.

Dabei hätte bei HSC-Spielern halbwegs in Normalform die rund 130 Kilometer-Fahrt lohnend gestaltet werden können. Denn die Westmünsterländer waren spielerisch für die Oberliga sehr limitiert, besannen sich aber auf einfache Fußballtugenden wie Leidenschaft, Kampf und Laufbereitschaft. Die in giftgrün aufgelaufenen Holzwickeder waren nur in den ersten 20 Minuten willig, etwas Zählbares von der niederländischen Grenze mitzunehmen.

Co-Trainer und Woller-Ersatz Daniel Frieg mit klaren Worten

Gefasst und sachlich analysierte Co-Trainer Daniel Frieg, der den grippekranken Chefcoach Mark Woller an der Linie vertrat, das Geschehen auf dem Platz in Vreden. „Seit Wochen schaffen wir es nicht, über 90 Minuten konzentriert durchzuspielen. Wir legen uns sogar die „Dinger“ selber rein. Und immer einem 0:1-Rückstand hinterherzurennen, ist auch nicht hilfreich“, so Frieg. Doch es gibt mehr Ursachen. Stichwort Ausfallliste. In Vreden fehlten mit Leon Gensicke, Enis Delija, Nils Hoppe, André Schneider, Moritz Müller, Philipp Schmidt  und den in die „Zweite“ abgestellten Dario Markovski, der nach seiner Verletzung erst wieder Spielpraxis sammeln muss, wichtige Spieler. Ständig muss die Defensive umgestellt werden. Im Sturm wird zumeist Philipp Gödde mit langen, hohen Bällen, verbunden mit „den besten Wünschen“ auf die Reise geschickt. Der legt dann zumeist mit dem Kopf ab – und häufig ins Niemandsland. Zweite Bälle? Fehlanzeige. Der HSC schafft es aktuell einfach nicht, seine gewiss vorhandene spielerische Qualität „auf die Platte“ zu bringen.

Die Tabelle und Platz 17 bei 9:22 Toren lügt nicht

Die Konsequenz: Der HSC rangiert auf dem ersten Abstiegsplatz mit mageren sieben Punkten, hat fünf Zähler Rückstand auf Platz zehn, und die Verfolger dicht im Nacken. Angesichts der nächsten Gegner mit dem immer besser in Fahrt kommenden FC Gütersloh (Sonntag, 31. Oktober, 15 Uhr Montanhydraulik-Stadion) und dem TuS Haltern droht Holzwickede in der aktuellen Verfassung und mit der Negativserie von vier Heimniederlagen und keinem einzigen Punktgewinn ein weiterer Absturz. Der FC Gütersloh gewann am Sonntag gegen Westfalia Rhynern mit 2:1 und arbeitet sich so langsam aber sicher nach ganz vorne vor.

Bildzeile: Viel zu selten treibt Mittelfeldmotor Marcel Duwe (Foto im Spiel gegen Vreden) den Ball nach vorne. Auch er findet häufig niemanden, den er anspielen kann. Wenig Glück hat er auch mit seinen Distanzschüssen.

 

 

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