HSC muss gleich mehrere Baustellen bearbeiten

HSC muss gleich mehrere Baustellen bearbeiten

Fußball-Oberliga: Kein Glück brachte der 13. Spieltag Oberligist Holzwickeder Sport Club (HSC). Siebenmal in Folge waren die Blau-Weiß-Grünen in Ligaspielen unbesiegt gewesen, bei drei Siegen und vier Remis. Bei den Überfliegern der U 23 des FC Schalke 04 setzte es dann aber eine verdiente 0 4-Schlappe. Damit schraubten die Knappen wiederum ihre Bilanz auf neun Siege in Folge und zwölf Siege insgesamt herauf. Zu stoppen sein werden die Blau-Weißen in ihrem „Expresszug“ Richtung Regionalliga kaum noch. Eine gute Leistung zeigte bei der Schalker U 23 übrigens der Lüner Sandro Plechaty.

Der HSC bleibt nach der dritten Niederlage insgesamt (verloren wurde auch gegen Schermbeck daheim mit 1:2 und auswärts in Erndtebrück mit 0:1) auf Platz 5 mit guten 20 Punkten und neun Punkten Abstand zum ersten Abstiegsplatz, den aktuell Gütersloh inne hat. Gleich mehrere Baustellen aber bereiten HSC-Coach Axel Schmeing größte Sorgen. Da ist zum einen die unendlich lange Verletztenliste. Die kann durch Joshua Heinrichs sogar noch verlängert werden. Untersuchungen an der Schulter werden das zeigen. Erfreulich dagegen der Genesungsprozess bei Zé Mertens. Er spielte bereits in der Zweiten am Sonntag 65 Minuten. Ansonsten muss Schmeing immer wieder junge Spieler ins Rennen werfen, die ihre Sache auch gut machen, denen er aber so manches aufgrund fehlender Erfahrung und teils auch Cleverness und Abgebrühtheit nachsehen muss.

Bild: Der HSCer Joshua Heinrichs (vorne) musste mit einer Schulterverletzung ebreits nach 19 Minuten ausscheiden und vergrößerte die Ausfallliste.

Weitere große Baustelle ist die Chancenauswertung. 18 Tore stehen da zu Buche – und da sind auch schon die Elfmeter und direkte Freistöße beinhaltet. Aus dem Spiel heraus passiert viel zu wenig. Allein gegen Schalke musste der Ausgleich bei zwei Hundertprozentigen kurz vor dem Halbzeitpfiff fallen. Tat er aber nicht, und das rächte sich zum wiederholten Male. „In der Oberliga müssen die Chancen viel besser verwertet werden, sonst wirst Du brutal bestraft. Im Training sieht das viel besser aus, da wird „geknipst“, aber entscheidend ist nun mal beim Meisterschaftsspiel“, so Schmeing. Die dritte Baustelle liegt mehr im mentalen Bereich und der Erwartungshaltung von so einigen, auch im Umfeld. „Die Oberliga ist enorm stark mit viel Qualität. Unser fünfter Platz und 20 Punkte sind nicht mehr als eine nette Momentaufnahme. Es geht, bei nicht immer guten Voraussetzungen, für uns einzig und allein um den Nichtabstieg. Und der Fahrstuhl nach unten kann ganz schnell abgehen“, warnt Schmeing nachdrücklich.

Am Sonntag, 11. November, steht die nächste turmhohe Herausforderung an. Mit dem TuS Haltern gastiert eine Mannschaft im Montanhydraulik-Stadion, die sich Chancen auf den Relegationsplatz ausrechnet. Gegen die Seestädter unterlag der HSC in einem Test vor dem Saisonstart auswärts mit 0:2. Ein Wiedersehen gibt es mit der aktuellen Nummer 18 der Halterner, Robin Schulze, der nach wie vor das Geschehen in Holzwickede engagiert verfolgt. Am Sonntag wird die Freundschaft aber mal kurzzeitig ruhen. Denn auch der „Haltern-Express“ nimmt immer mehr Fahrt auf. Am Sonntag feierte das Team mit dem 7:  gegen völlig überforderte Siegener den höchsten Sieg in ihrer Oberliga-Geschichte. Was wiederum zeigt: Erneut ein zehnminütiger Komplett-Aussetzer des HSC wie gegen Schalke ab der 60. Minute darf es nicht geben. Und vorne muss einfach mal – und am besten gleich mehrfach –getroffen und die Chancen damit verwertet werden. Denn wie sagt es Axel Schmeing: „Auch gegen Haltern bekommst Du nicht viele Möglichkeiten.“

HSC legt vorläufigen Winterfahrplan vor

Sehr frühzeitig hat Oberligist Holzwickeder Sport Club (HSC) bereits seinen vorläufigen Winterfahrplan vorgelegt. Und der sieht eine kurze Winterpause und zunächst vier Testspiele gegen hochkarätige Gegner vor. Am 16. Dezember ist der letzte Oberliga-Spieltag in diesem Jahr und bereits der erste Rückrundenspieltag. Der HSC tritt dann um 14.30 Uhr auswärts auf Kunstrasen gegen die TSG Sprockhövel an. Der Reigen der Tests beginnt dann am Sonntag, 13. Januar. Um 14.30 Uhr trifft der HSC im Montanhydraulik-Stadion auf die SG Finnentrop/Bamenohl aus der Westfalenliga. Die Sauerländer spielen in diesem Jahr eine ganz gewichtige Rolle um den Aufstieg. Am Sonntag, 27. Januar, erwartet der HSC um 14.30 Uhr im Montanhydraulik-Stadion mit dem SC Neheim ein weiteres sehr gutes Team aus der Westfalenliga. Am Mittwoch, 30. Januar, geht es um 19.45 Uhr zum Kreisligisten TSC Eintracht Dortmund auf den Kunstrasenplatz an der Dortmunder Flora. Den Vorbereitungshöhepunkt hat sich der HSC für Sonntag, 3. Februar, 14.30 Uhr im Montanhydraulik-Stadion vorgenommen. Dann tritt der HSV gegen den Regionalligisten SC Wiedenbrück mit Trainer Björn Mehnert an. Bei schlechten Rasenverhältnissen und winterlicher Witterung werden die Spiele aus dem Montanhydraulik-Stadion auf den Kunstrasenplatz der Haarstrang-Sportanlage verlegt.

Bild: Die Mienen der HSC-Spieler nach dem Abpfiff verraten es – 0:4 verlor der heimische Oberligist „auf Schalke“.

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