HSC möchte Haltern in der Stausee-Arena am Angelhaken haben

282

Fußball-Oberliga Westfalen: TuS Haltern – Holzwickeder SC (Donnerstag, 24. September, 19 Uhr, Stausee-Arena (Rasenplatz), Lippspieker, Haltern am Stausee). Aal, Hecht, Zander – und drei Punkte. Auf einen möglichst dicken Fang hofft Oberligist Holzwickeder SC beim „Punktefischen“ am Donnerstagabend am Halterner Stausee. Doch Gastgeber TuS Haltern ist nicht gewillt, den „drei-Punkte-Angelkünsten“ des HSC einfach nur zuzuschauen, wie schon der jüngste 4 : 2-Sensationssieg des TuS beim Top-Ligafavoriten RSV Meinerzhagen zeigte. Es wird also spannend, wer am Ende wen am Angelhaken hat – wobei der TuS als Gastgeber und letztjähriger Regionalligist leicht favorisiert ist. Der Vierte (HSC) gegen den Fünften (Haltern) – es ist das Spitzenspiel des vierten Spieltags der Oberliga Westfalen.

Bildzeile: Ex-Halterner Robin Schultze warnt: „Das wird enorm schwer für uns.“

Kompletter Umbruch beim TuS – aber Ex-Halterner Robin Schultze warnt

Freiwillig hatte sich der TuS für einen Rückzug aus der Regionalliga in die Oberliga entschieden. Mehr noch: Nach dem Vorbild von Athletico Bilbao, bei dem nur Spieler auflaufen, die im Baskenland geboren sind, setzt Haltern nur noch auf Kicker, in der Seestadt geboren oder aufgewachsen sind oder in der Jugend dort gespielt haben,

Bereits in dieser laufenden Spielzeit soll der Kader zur Hälfte aus lokalen Spielern bestehen – 2021/22 dann zu 75 Prozent. Raphael Brinkert, Marketingleiter des TuS, erklärt: „Wir sind der festen Überzeugung, dass es in den nächsten Jahren nicht nur um höher, weiter und schneller, sondern auch um sozialer, gerechter und nachhaltiger geht.“ Für den eingesetzten Strategie-Stab konnte der beim TuS Haltern großgewordene Benedikt Höwedes gewonnen werden, der sein Engagement im Verein damit weiter ausgebaut hat.

Dem Vorhaben folgte erst einmal ein Umbruch zu dieser Saison. 17 Ab- und 17 Zugänge gab es. Von den 17 Zugängen kamen 13 aus der eigenen Reserve, die in der Landesliga spielt und zuletzt übrigens die IG Bönen besiegt hatte sowie aus der eigenen, starken U 19. Dieser Umbau war wahrlich bislang keine sportliche Verschlechterung. Der 1 : 0-Heimsieg gegen den TuS Erndtebrück und das sensationelle, aber nicht unverdiente 4 : 2 beim heimstarken, DFB-Pokal- Erstrundenteilnehmer und Top-Aufstiegsfavoriten in der Oberliga Westfalen, RSV Meinerzhagen, zeigen, dass vieles richtig gemacht wurde und wird. Auch im Kreispokal ist man erfolgreich: Zuletzt gab es dort ein 3 : 1 gegen Vestia Disteln und damit den Einzug ins Achtelfinale.
Robin Schultze, der zwei Jahre lang das Trikot der Schwarz-Weißen getragen hatte, warnt daher auch eindringlich: „Das ist keine neu zusammengewürfelte, bunte Truppe. Die Spieler kennen und schätzen sich alle, halten fest zusammen und bilden ein ganz starkes Kollektiv. Das wird enorm schwer für uns.“

Enes Oguz, Timur Schick und Stefan Oerterer können Spiele allein entscheiden

Aufpassen muss der HSC insbesondere auf Enes Oguz Timur Schick und Stefan Oerterer. Der in der Jugend des VfL Bochum ausgebildete Schick, der dann nach Herne wechselte, schoss gegen Meinerzhagen gleich drei Tore. Der inzwischen 32-jährige Mittelstürmer Stefan Oerterer traf einmal und hat an alter Offensivstärke nichts eingebüßt. Obacht geben heißt es auch auf die drei Torschützen des Pokalspiels gegen Disteln, Tim Forsmann, Julian Göcke und Semih Gülsoy.

HSC will von der ersten Minute an dagegenhalten

Robin Schultze weiß, wie man Haltern knacken kann: „Wir müssen von der ersten Minute an hellwach sein, dagegenhalten und die Zweikämpfe annehmen. Unser schnelles Umschaltspiel und die Effizienz im Angriff werden uns ebenfalls helfen. Aber ich sage noch einmal: Es wird richtig schwer.“

Angespannte Personalsituation

Fehlen werden beim HSC weiterhin Philip Gödde, Ferdinand Franzrahe, Joshua Heinrichs und Robin Rosowski. Wieder im Kader sind Mohamed Yarhdi und Til Busemann.

Guter Erinnerungen an Schiedsrichter Lars Bramkamp

Der 25-jährige Lars Bramkamp vom TuS Hattingen leitet das Spiel zwischen Haltern und Holzwickede. 2018/19 war er bester westdeutscher Schiri in der A-Junioren-Bundesliga. Den HSC „pfiff“ er einmal: beim 1:0-Auswärtssieg im September 2018 in Gievenbeck.

Bildunterschrift: Robin Schultze (am Ball) trifft am Donnerstagabend mit dem HSC auf seinen alten Club TuS Haltern.

 

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.