HSC mit bester Oberliga-Hinrunde

389

Fußball: Diese Hinrunden-Tabelle können sich Spieler und Fans des Holzwickeder SC an den Weihnachtsbaum hängen. Nach dem nie gefährdeten 4 : 2-Erfolg über das Schlusslicht Hammer SpVg steht die Schmeing-Truppe nach dem 17. Spieltag und damit dem Abschluss der Hinrunde mit 27 Punkten auf dem 5. Rang, punktgleich mit dem Vierten, Eintracht Rheine. Den inoffiziellen Titel des Herbstmeisters sicherte sich der SC Wiedenbrück (37 Punkte). Zweiter ist der RSV Meinerzhagen (35), der aber noch von RW Ahlen bei einem Sieg im Nachholspiel bei der Reserve von Preußen Münster eingeholt werden kann.

Trainerteam und Spieler gönnten sich nach dem Match Feierabendbier im Ballhaus

Die ersten kühlen Getränke in der Kabine und später im Ballhaus hatte sich das Trainerteam mit Axel Schmeing, Marcel Greig und Florian Bartel redlich verdient. Auch Kapitän Nils Hoppe, Florian Knafla, der zuvor noch in der Reserve gespielt und dort ein wichtiges Tor erzielt hatte, Kevin Beinsen und weitere Akteure ließen die 90 Minuten gegen Hamm noch einmal Revue passieren.

Kevin Beinsen wieder im Training

Apropos Kevin Beinsen: Die Nummer 1 der letzten Saison befindet sich seit einigen Wochen wieder im intensiveren Torwart-Training. „Beruflich bekomme ich das hin und unter einen Hut“, so der Keeper. Bekanntlich hatte er nach der letzten Spielzeit eine berufsbedingte Pause angekündigt. Derzeit aber gibt es gar keine großen Diskussionen: Malte Hegemann, der gegen Hamm die wenigen Prüfungen mit Bravour gemeistert hatte und lediglich beim Elfmeter durch David Loheider und fast mit dem Schlusspfiff durch Halif Can Dogan bezwungen wurde (da war die HSC-Deckung allerdings auch zögerlich), ist aktuell klar der erste Mann im Kasten.

Marcel Reichwein von Auswechslung wenig begeistert

Diese Aktion muss man einfach positiv sehen, auch wenn sie erst einmal auch anders gedeutet hätte werden können. Als Marcel Reichwein in der 65. Minute durch den defensiveren Mohamed Yarhdi ersetzt wurde, warf der Ex-Profi erst einmal sauer seine Handschuhe weg und war sichtlich wenig begeistert. Allerdings war er auch nicht zufrieden mit sich selber – er blieb ohne Torerfolg. Er hatte sich aber, trotz Erkältung in der Woche, in den Dienst der Mannschaft gestellt und eine ordentliche Leistung gezeigt, wenn auch nicht überragend.

After-Match-Runde: „Hamm vom Namen her alles andere als Laufkundschaft“

In der „After-Match-Runde“ im Ballhaus lobte Axel Schmeing noch mal seine Truppe. „Nehmen wir uns mal die Namen vor, mit denen Hamm aufgelaufen ist. Da sind viele Spieler dabei, die höherklassige Erfahrungen haben oder lange dabei sind. Da hat fast jeder eine Fußball-Vita, die sich sehen lassen kann“, so Schmeing. Daher sei der Sieg auch kein Selbstläufer gewesen. Was ihn aber besonders freute: Es war sein erster Erfolg gegen Hamm überhaupt – zuletzt hatte er dreimal mit dem HSC in der Oberliga verloren.

Sebastian Hahne überragend und in der Form seines Lebens

„Man of the Match“ war wieder einmal Sebastian Hahne, nicht nur wegen seiner beiden Treffer gegen Hamm. Immer, wenn er den Ball nach vorne treibt, wird es gefährlich. Dabei spielt er auch sehr mannschaftsdienlich und entscheidet sich häufig für den Querpass, auch wenn ein eigener Abschluss vielleicht besser wäre. „Dennoch werde ich in dieser Woche deutlich ansprechen, dass wir unsere Chancen in der Offensive noch konsequenter verwerten müssen“, so Axel Schmeing. Gegen Siegen bekommt Hahne auch wieder Unterstützung durch Nico Berghorst, der mit bedröppelter Miene gegen Hamm zuschauen musste – er hatte bekanntlich gegen Ahlen seine fünfte Gelbe Karte erhalten. Führend in der Torjägerliste der Oberliga Westfalen ist übrigens Ron Berlinski (Meinerzhagen) mit 13 „Buden“ – neun hat ja Sebastian Hahne.

Siegen gegen Siegen

Jetzt möchte der HSC auch den dritten Sieg in Folge. Am Sonntag, 15. Dezember, gastieren im letzten Spiel des Jahres und dem ersten Spiel der Rückrunde die Sportfreunde Siegen im Holzwickeder Montanhydrauikstadion (Anstoß: 14.30 Uhr). Der Tabellenzwölfte kommt nach einem 3 : 0-Erfolg bei der finanziell krisengeschüttelten Westfalia aus Herne angereist. Siegen ist aktuell die viertbeste Auswärtsmannschaft (5 Siege, 1 Remis, drei Niederlagen). Mit Björn Jost (neun Treffer, davon zwei in Herne) und Jacob Pistor (acht Tore) haben die Siegerländer zwei Spieler mit viel Spaß am Toreschießen an Bord. Respekt ist also da – doch sollte man das 3 : 0 der Siegener gegen Herne auch nicht überbewerten. Denn wie sagte es Westfalias Trainer Christian Knappmann: „Das war ein ganz schlechtes Spiel von beiden Teams. Wir haben wie mit Bleiwesten gespielt. Der Unterschied war dann am Ende, wer sein Tor besser geschützt hat. Und das war Siegen.“ Mit dem Dreier feierte auch der neue Trainer der Siegerländer seinen ersten Dreier. Tobias Cramer (45 Jahre), A-Lizenzinhaber, hatte zuvor bereits Jugendteams des FC Köln und des SC Paderborn trainiert. Zuletzt war er Sportlicher Leiter und Cheftrainer bei Hessen Kassel.

Erst der Weihnachtsbaum – dann am Sonntag Siegen

Der HSC bietet am Freitag, 13. Dezember ab 16 Uhr und Samstag, 14. Dezember ab 10 Uhr auf der Opherdicker Haarstrang-Sportanlage in Opherdicke wieder Weihnachtsbäume zum Verkauf an.

Bild: Mit den HSC-Minikickern an der Hand liefen HSC und HSV ins Montanhydraulik-Stadion ein.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.