HSC: Knappe Niederlage gegen Preußen Münster trotz sehr guter Leistung

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Fußball-Testspiel: Holzwickeder SC (Oberliga Westfalen) – SC Preußen Münster (Regionalliga) 1:2 ( 0:0). Ein Remis gegen den Drittliga-Absteiger aus der Universitätsstadt wäre für den HSC am Sonntag mehr als verdient gewesen. Es war sogar noch mehr drin: SCP-Trainer Sascha Hildmann änderte zwischenzeitlich seinen Match-Plan und stellte auf ein anderes Spielsystem um. Die besseren Chancen für Holzwickede konnte auch dieser Kniff und Auswechslungen nicht verhindern.

Die Preußen hatten im schmucken Mannschaftsbus so manchen nicht unbekannten Testspieler dabei. Beispiel Luca Piljek von der U 19 des FC Heidenheim, ein Riesentalent. Oder Gianluca Rizzo von der U 23 von Borussia Dortmund. Und auch die anderen Spieler hatten durchweg eine sehr beachtenswerte Fußball-Vita dabei.

HSC-Trainer Axel Schmeing kennt da kein Pardon, das Spiel gegen den Neu-Regionalligisten hin oder her: Er hatte seinem Team seit Freitagnachmittag ein intensives Trainingslager im Montanhydraulik-Stadion verordnet. Und doch war es der HSC, der in der ersten Halbzeit die klareren Akzente setzte. Der nach seinem Kurzurlaub vor Spielfreude sprühende Sebastian Hahne setzte sich auf rechts schön durch und setzte das Leder an den rechten Außenpfosten (2.). Münster antwortete postwendend, doch ein Schuss von Simon Scherder ging knapp vorbei (8.).

Schiedsrichter Thorsten Milde sehr milde mit dem SCP

Dann die 20. Minute, einer der Aufreger des Spiels. Sebastian Hahne dringt in den Strafraum ein und wird nach gut eineinhalb Meter innerhalb sehrt sicht- und hörbar gefoult. Referee Milde verlegte das Geschehen an die Strafraumgrenze – was zu Protesten auf dem Spielfeld und den Rängen führte. Doch die Entscheidung stand. Hahne spielte den Freistoß auf Nico Berghorst, doch ein SCP-Defensivspieler war mit dem Kopf in letzter Sekunde dazwischen. In der 33. Minute dann der nächste Aufreger: Nico Berghorst wurde am linken Arm im Strafraum gezogen, ging zu Boden – und erneut blieb die Pfeife von Thorsten Milde still. Auch hier hätte man auf Strafstoß entscheiden können – aber in diesem Fall nicht unbedingt müssen. In der 44. Minute war HSC-Keeper Kevin Beinsen bei einer Hereingabe zur Stelle und rettete das torlose 0:0 zur Pause.

„Angstgegner“ Joel Grodowski eingewechselt – und der trifft gleich

Münsters Trainer Sascha Hildmann fand die ersten 45 Minuten aus Sicht seiner Mannschaft wenig erbaulich. Er stellte das Spielsystem auf ein 4 : 4 : 2 um, wollte den HSC locken und kommen lassen. Zudem wechselte er mit Joel Grodowski den Spieler ein, der in den letzten Jahren unzählige Tore gegen Holzwickede erzielt und für seine jeweilige Mannschaft immer für den Sieg gesorgt hatte. Und – oh Wunder – Grodowski war auch am Sonntag wieder spielentscheidend. Wieselflink setzte er sich auf der rechten Seite gegen Til Busemann durch. Der traf Grodowski bei einem Abwehrversuch am Bein, der SCP-Stürmer nahm das gerne an und fiel. Da gab es keine zwei Meinungen: Elfer. Grodowski verwandelte selber zum 1 : 0 (52.) und ließ Kevin Beinsen im HSC-Tor keine Chance. Nur eine Minute später, der Schock saß bei Holzwickede noch tief, das 2 : 0 für den Gast. Simon Scherder legt auf Sven Rüschenschmidt auf, der nur noch einschieben braucht (55.).

Tolle Kombination zum 1 : 2 durch Nico Berghorst

Wie technisch und spielerisch stark der HSC in dieser Spielzeit ist, zeigte sich beim Anschluss zum 1 : 2 in der 62. Minute. Til Busemann schlug einen tollen 50-Meter-Diagonalpass auf Moritz Müller. Der bediente Nico Berghorst, der zum 1 : 2 einschob. Das war wirklich großes (Fußball-)Kino.

Und sogar der Ausgleich war noch drin. Justin Pfaff umkurvte die SCP-Abwehr wie Slalom-Stangen. Doch er kam einfach nicht zum Abschluss und wurde schließlich abgeblockt. Das hätte der Ausgleich sein können, ja müssen.

So blieb es beim 1 : 2 aus Sicht des Holzwickeder SC. Eine Niederlage der Marke „unnötig und unverdient“ – aber es ist halt alles derzeit auch nur Vorbereitung.

Bildzeile: Vor dem Anpfiff – die Kapitäne Simon Scherder (Münster) und Nils Hoppe (HSC) sowie Schiri Thorsten Milde (SV Langschede) und Assistent Jan Maßmann (SSV Mühlhausen).

Am kommenden Sonntag Gastspiel beim FC Kray

Das nächste Testspiel des HSC ist für den kommenden Sonntag, 23. August, 15 Uhr, angesetzt. Auf dem Kunstrasenplatz der Kray-Arena geht es gegen den Oberligisten der Niederrhein-Staffel, den FC Kray.

Testspiel beim TuS Bövinghausen wieder abgesagt

Unter keinem guten Stern stehen wohl geplante Spiele gegen den Neu-Westfalenligisten TuS Bövinghausen. Nachdem der Hecker-Cup des SC Aplerbeck und damit das Gruppenspiel gegen den FCB abgesagt wurde, gibt es nun auch kein Testspiel. Der für Donnerstag, 27. August, 19.15 Uhr geplante Vergleich beim TuS wurde am Samstag abgesagt. Der HSC hat nämlich ein Terminproblem: Am Samstag, 29. August, muss die Elf beim A-Ligisten Kamener SC in der 1. Pokalrunde antreten – einen Tag später steht das Freundschaftsspiel beim SV Hohenlimburg an.

300 Zuschauer nur zugelassen – viel Prominenz dabei

Tadellos geklappt hat das Hygiene-Corona-Konzept des HSC. 50 Tickets waren nach Münster gegangen. Die Polizei war vor dem Spiel vor dem Stadion präsent und hatte nichts zu bemängeln. Auch im Stadion wurden Abstände und Corona-Regeln inklusive Masken-Regelungen umgesetzt. Vor Ort waren viele Fans aus dem heimischen Raum wie auch der Sportliche Leiter des SC Preußen Münster, Peter Niemeyer und SCP-Vorstandsmitglieder oder auch die Bürgermeisterkandidatin der Grünen für Holzwickede, Susanne Werbinsky. Die führte am Rande der Bande zahlreiche Gespräche mit Vertretern aus Politik und Vereinen sowie Verbänden unter anderem zur Sportplatz- und Sporthallensituation in der Emscherquellgemeinde.

Trainerstimmen
Axel Schmeing (HSC): Ich habe uns nicht schlechter, eher sogar besser als Münster gesehen. Wir hatten klar die besseren Chancen. Die beiden Gegentore muss ich mir noch mal anschauen. Dem ersten Blick nach waren die vermeidbar. Wir haben insgesamt gut organisiert gespielt. Im Trainingslager vor dem Spiel haben wir keine Rücksicht auf das Münster-Spiel genommen. Wir haben da voll gepowert.
Sascha Hildmann (Münster): Ich habe schon gemerkt, dass wir mitten in der Vorbereitung sind und mein Team müde war. Dazu kommt, dass wir eine extrem junge Mannschaft mit vielen Spielern der Jahrgänge 2001 und 2002 auf dem Platz hatten. Die müssen noch viel lernen. Zum HSC: Das Team ist äußerst couragiert aufgetreten und hat mir gut gefallen.

HSC: Kevin Beinsen, Moritz Müller, Til Busemann, Enis Delija, Marcel Duwe, Robin Rosowski, Sebadtian Hahne, Nils Hoppe, Robin Schultze, Mirco Gohr, Nico Berghorst. Eingewechselt: Lavdrim Jusufi, Mohamed Yarhdi, Justin Pfaff, Lennart Uedickoven.
Preußen Münster: Marko Dedovic, Simon Scherder, Dominik Florian Klann, Alexander Langlitz, Marcel Hoffmeier, Justin Möbius, , Sven Rüschensch,idt, Ousman Touray, Gianluca Rizzo, Gianluca Przondriono, Luka Piljek. Eingewechselt: Nicolai Remberg, Joel Grodowski, Lukas Frenkert.Tore: 0:1 (FE, 52.) Grodowski, 0:2 (55.) Rüschenschmidt, 1:2 (62.) Berghorst.
Schiedsrichter: Thorsten Milde (SV Langschede)
Zuschauer: 300.

Bildzeile: HSC-Torhüter Kevin Beinsen kann hier den Ball sicher abfangen gegen einen anstürmenden Münsteraner.

 

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