HSC II: Olaf Pannewig und Ralf Driemel weiter an Bord

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Fußball: Den Humor haben die Trainer der leidgeprüften Reserve des Holzwickeder SC, Olaf Pannewig und sein „Co“, Ralf Driemel nicht verloren. Am Freitagabend verkaufte das Duo auf der Opherdicker Haarstrang-Sportanlage warme und kalte Getränke an die Besucher des Weihnachtsbaumverkaufs. „Klar, das ist jetzt die Strafe für den ungünstigen Tabellenplatz“, unkten beide. Aber Spaß beiseite: Olaf Pannewig und Ralf Driemel machen als Trainergespann weiter und werden alles versuchen, den Klassenerhalt in der Bezirksliga ,mit de HSC II noch zu schaffen.

„Wir haben uns mit der Sportlichen Leitung zusammengesetzt, den bisherigen Saisonverlauf analysiert und alles zur Sprache gebracht. Ich freue mich jetzt erst einmal auf die freien Tage bis Anfang Januar und dann wieder auf die Zusammenarbeit mit den Jungs. Wir wollen das schwierige Unterfangen „Klassenerhalt“ zu einem guten Ende führen und auch 2020/21 in der Bezirksliga spielen“, so Pannewig am Freitagabend gegenüber sport-kreisunna.de. Einer wird allerdings nicht mehr dabei sein: Fabien-Joel Garando, der auch in der „Ersten“ auf eine Reihe von Einsätzen gekommen war, wechselt in der Winterpause zum Liga-Rivalen VfR Sölde. Weitere Wechsel sind theoretisch noch möglich, da eine Abmeldung bis zum 31. Dezember erfolgen kann. Die sogenannte „Transferperiode II“ läuft dann vom 1. bis 31. Januar. Personell ist also noch einiges möglich.

Tabellenplatz 14 gibt noch alle Chancen

Die HSC-Reserve steht nach 17 absolvierten Spieltagen mit zwölf von möglichen 51 Punkten und 27 : 48 Toren auf dem ersten Abstiegsplatz (14.). Nur der Lüner SV II (7 Zähler) und Westfalia Wethmar (10 Zähler) stehen schlechter da. Der Tabellen-13, der FC Roj, hat vier Punkte Vorsprung auf den HSC II, der VfL Kemminghausen als Zwölfter sechs Zähler. Der Elfte, der VfR Sölde, hat mit 20 Zählern erheblich bessere Karten wie auch der Zehnte, die SG Massen mit 23 Punkten. Der Meisterschafts-Start mit einem Auswärtsspiel beim Zweiten TuS Körne (16. Februar), dann das Heimspiel gegen den starken Aufsteiger RW Germania Dortmund (1. März), dann daheim gegen Kirchderne (8. März) und dann das Derby beim VfR Sölde (15. März) ist knüppelhart. „Die anderen wie Roj und Kemminghausen haben es da leichter mit ihrem Startprogramm. Da könnten wir, wenn alles schlecht läuft, weiteren Boden verlieren“, befürchtet Olaf Pannewig. Soweit soll es aber gar nicht kommen. „Der Verein HSC will die Reserve gerne in der Bezirksliga halten. Vielleicht gibt es ja Verstärkungen „von oben“, hofft Pannewig. Und: „Es gibt noch Chancen, die Klasse zu erhalten. Wir werden alles versuchen, denn absteigen wollen wir nun gewiss nicht.“

Am 10. Januar geht es für die HSC-Reserve wieder los

Am 10. Januar bitten Olaf Pannewig und Ralf Driemel ihre Mannen wieder zum Training. Da stehen arbeitsreiche Einheiten auf dem Programm. Eine der Baustellen sind die hohe Zahl an Gegentoren – 48 an der Zahl. Fast drei Tore in jedem Spiel – das ist einfach zu viel und lässt sich auch durch die Offensive kaum kompensieren. Die hat 27 Tore erzielt – auch das könnten mehr sein. Und so sind es halt drei Siege, drei Remis und elf Unentschieden, die da zu Buche stehen.

„Habe bereits im Sommer gewarnt“

Dass diese Saison enorm schwer werden wird, davor hatte Olaf Pannewig bereits im Sommer gewarnt. „Neuzugänge gab es wenige, wir haben Spieler nach oben abgegeben, hatten Verletzungspech und die Spieler, die die letzten beiden Spielzeiten immer „Top Ten“ in der Tabelle abgeschlossen hatten, mussten einsehen, dass qualitativ eben nicht alles bestens ist. Dazu kamen in den Spielen individuelle Fehler, die nicht selten mit zumeist späten Gegentoren bitter bestraft wurden. „Die Glücksgöttin Fortuna muss jetzt auch mitspielen“, hofft Pannewig auf „Beistand von ganz oben“ – und nicht nur von der Ersten.

Vier Testspiele gegen A-Ligisten vereinbart

Vier Testspiele wird die HSC-Reserve absolvieren. Hinter dem ersten Spiel steht allerdings schon ein Fragezeichen. Am Freitag, 17. Januar, soll um 19 Uhr beim BSV Heeren gespielt werden. Zeitgleich aber findet eine HSC-Party in der Rausinger Halle statt. Und Heeren hat für den Sonntag bereits einen anderen Test vereinbart. „Da müssen wir mal schauen“, sagt Olaf Pannewig. Am Sonntag, 26. Januar, 15 Uhr tritt der SV Langschede auf der Haarstrang-Sportanlage an. Am Sonntag, 2. Februar, kommt um 15 Uhr der VfL Kamen. Und am Sonntag, 9. Februar, gastiert TuRa Bergkamen beim HSC II (15 Uhr).

Bild: Olaf Pannewig (l.) und Ralf Driemel (r.) tauschten am Freitagabend die Coaching Zone mit dem Getränkestand. Sie bedienten die Gäste des HSC-Weihnachtsbaumverkaufs. Die Aktion war allerdings keine „Strafe“ für die aktuell nur mäßige Bezirksliga-Platzierung.

 

 

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