HSC: „Haben keine Einwände gegen Oberliga-Teilung“ –  Asif Saric wackelt – Hahne- und Hoppe-Personalie weiter unklar

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Fußball: Mit mindestens 21 Teams, wahrscheinlich aber aufgrund eines Absteigers aus der Regionalliga West (RW Ahlen oder SV Lippstadt) mit 22 Mannschaften, soll die Oberliga Westfalen nach aktuellem Rahmenterminkalender am Sonntag, 15. August, starten. Doch sowohl dieses Datum als auch der Modus sind aufgrund der Corona-Gesetze und Vorgaben fraglich.

Denn wie sich die Pandemiezahlen entwickeln und welche Restriktionen sich daraus entwickeln, weiß niemand. FLVW Vizepräsident Manfred Schnieders und die aktuell 21 Oberligavereine diskutierten diese Woche auf einer Videokonferenz, wie und ab wann die Spielzeit 21/22 über die Bühne gehen kann. Fazit: Auch ein Saisonstart erst im September ist möglich. Ob, und wenn ja mit oder ohne (getestete oder geimpfte?) Zuschauer, entscheiden die aus der Bundesnotbremse abgeleiteten und eigenen, örtlichen Behörden. Ein aktuelles Beispiel zeigt, warum: So können zum Beispiel in Holzwickede Kinder unter 14 Jahren in Gruppen von höchstens fünf und einem (schnellgetesteten) Trainer auf dem Sportplatz kontaktlos (Pässe, Distanzschüsse) trainieren. Die Inzidenz im Kreis Unna lag am 1. Mai bei exakt 189,4. In Dortmund geht dagegen auf öffentlichen Sportplätzen gar nichts – bei einer Inzidenz am 1. Mai von 202,6. Die NRW-Inzidenz lag dagegen am 1. Mai bei 159,6.

Oberliga: Hin- und Rückrunde, nur Hinrunde oder Zweiteilung?

Intensiv diskutierten die Videokonferenz-Teilnehmer über den Spielmodus. Eine 22er-Liga würde 42 Spiele pro Team bedeuten. Das erscheint in der aktuellen Lage kompliziert. Möglichkeit 2 wäre eine Teilung der Liga – womöglich nach geographischen Gesichtspunkten und einer anschließenden Auf- und Abstiegsrunde. Bei der Möglichkeit 3 schließlich gäbe es nur eine Hinrunde und dann eine Auf- und Abstiegsrunde. „Wir hätten vom HSC gegen eine Teilung der Liga und einer Auf- und Abstiegsrunde keine Einwände“, sagt HSC-Sprecher Lars Rohwer.

Bildzeile: Asif Saric (3.v.l. hinter dem Banner) bei einer caritativen Aktion des damaligen HSV zur Unterstützung notleidender Menschen in Bosnien Herzegowina. Das Foto zeigt „hinter dem Banner“ von links Mirsad Gutic, Semir Devoli, Asif Saric und Amir Halilovic. Asif Saric ist aktuell Co-Trainer beim Zweitligisten Hannover 96. Der Verein plant allerdings eine große Umstrukturierung.

Für Holzwickeder Asif Saric wird es bei Hannover 96 nun eng – viele Erfolge eingefahren und als Co-Trainer akribisch-arbeitend

Asif Saric, in Holzwickede wohnender Co-Trainer des Zweitligisten Hannover, hat zahlreiche Trainerstationen hinter sich. Bei LR Ahlen, beim Bonner SC und beim SC Paderborn war er erfolgreicher Coach. Seit 2017 ist er bei Hannover 96 tätig, sogar zwischenzeitlich als Interimstrainer. Bei den TV-Übertragungen sieht man Saric oft nachdenklich und immer Notizen-machend auf der Bank. Als Spieler war Saric unter anderem für Slobodan Tuzla, Arminia Bielefeld, FC Basel, Siegen, Paderborn und Wilhelmshaven aktiv. Vor der Spielzeit 20/21 musste Hannover 96 einen Umbruch in der Mannschaft einleiten. Es gab 16 Abgänge und zwölf Neue. Das Aufstiegsziel verpasste der norddeutsche Club dennoch klar. Es trag zunächst Trainer Kenan Kocak (40), dessen bis 2023 laufender Vertrag letzten Mittwoch vorzeitig aufgelöst wurde. Nach Informationen einer großen Zeitung mit vier großen Buchstaben könnte es  jetzt ebenfalls Co-Trainer Serhat Umar, Torwart-Trainer Rolf Moßmann und den gesamten Betreuer-Stab treffen – und zwar knallhart von „A“ wie Arzt bis „Z“ wie Zeugwart. Damit wäre auch Asif Saric betroffen. Scheitern könnte der große Umbruch-Plan, so die Informationen der Zeitung, noch am Geld. Und: Noch liegen die Pläne bei Hannover 96 in der Schublade. Doch im Fußball kann am Ende alles schnell gehen. Und eine weitere Zweitliga-Spielzeit möchte Hannover dann nach 21/22 sicherlich nicht mehr.

Personalien Hoppe und Hahne weiter offen

Es sind die beiden Personalien, die alle HSC-Fans weiter elektrisieren. Werden Top-Stürmer Sebastian Hahne und Kapitän Nils Hoppe ihre Verträge verlängern? Die Sportliche Leitung weiß um die auch psychologische Bedeutung beider Personalien. Sportlich mal ganz ausgenommen. Dennoch: „Es gibt derzeit immer noch nichts Neues“, sagt HSC-Sprecher Lars Rohwer.

Bildzeile: Nach wie vor ist die fußballerische Zukunft von Sebastian Hahne (li.), hier beim 2:1-Auswärtssieg in Hamm, ungewiss.

 

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