HSC grüßt nach klarem 3:0 gegen Clarholz von der Oberliga-Spitze

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Fußball-Oberliga Westfalen: Holzwickeder SC – TSV Victoria Clarholz 3:0 (2:0). Spitzenreiter, Spitzenreiter: Noch lange ertönten am Sonntagabend im und vor dem Ballhaus die Jubelgesänge der HSC-Fans. Mit dem souveränen und ungefährdeten 3:0-Erfolg gegen Aufsteiger Victoria Clarholz schoss sich das Schmeing-Team auf den „Platz an der Sonne“ in der Oberliga Westfalen – und das mit einem Nachholspiel gegen Schermbeck in der Hinterhand. Es waren einseitige 90 Minuten im mit 320 Zuschauern gut gefüllten Montanhydraulik-Stadion und ein Sieg, der durch Tore von Sebastian Hahne (7.), Marcel Duwe (35.) und René Richter (53.) offiziell wurde.

Enis Delija bekam Schonung verordnet – René Richter nicht nur aufgrund seines Treffers guter Ersatz

Die einzige Veränderung in der Startaufstellung des HSC im Vergleich zum Haltern-Match hatte es (leider) gleich in sich. Enis Delija, der gegen Haltern am Donnerstag einen Schlag auf das Knie bekommen hatte, versuchte es beim Warmmachen vor dem Anpfiff gegen Clarholz – musste aber passen. Für ihn rückte René Richter in die Startelf.

Schönes Geburtstagsgeschenk für HSC-Edelfan Winfried „Winni“ Kirchhoff

Winfried „Winni“ Kirchhoff, lange Jahre um den Holzwickeder Fußballsport verdient und Edel-Fan, sah es bei seinem 74. Geburtstag, den er (natürlich) im Stadion verbrachte, mit Freude. Bereits in der 7. Minute klingelte es im Kasten des Gastes, die in aggressivem Rot angetreten waren, das aber zu keinem Zeitpunkt unter Beweis stellten. Sebastian Hahne war plötzlich „auf und davon“ und überwand Victorias Keeper Marius Weeke zur frühen Führung. In der 17. Minute hätte Hahne beinahe den Doppelpack erzielt – dieses Mal gewann der Clarholzer Torhüter aber das Duell. Jannes Kohlmeier von den Ostwestfalen konnte es nicht mitansehen – und meldete sein Team mit einem Schuss aus halblinker Position von der Strafraumgrenze, der das HSC-Tor nur um Zentimeter verpasste, sein Team im Spiel an (25.). Als dann der mit zwei Treffern beste Clarholzer Torschütze im Strafraum zu Boden sank, forderten die Ostwestfalen Elfmeter – der aber zurecht von Referee Cengiz Kabalakli nicht gegeben wurde (27.). Lennart Uedickoven startete dann auf der linken Seite, doch TSV-Torwart Marius Weeke klärte vor dem einschussbereiten Sebastian Hahne (32.).

In der 35. Minute war es dann soweit: Nach Ecke von René Richter stand urplötzlich der aufgerückte Marcel Duwe komplett „blank“ vor der „Kiste“ – und sagte mit dem 2:0 artig „Danke“. Luis Sievers verzog dann für Clarholz (37.). René Richter scheiterte am guten Marius Weeke (41.). Das 2:0 zur Halbzeit war für den HSC hochverdient.

Zweite Halbzeit Ergebnis vom HSC klug verwaltet – und auch Clarholz sparte Kräfte und spielte nicht mehr richtig mit

René Richter zog dann in der 53. Minute unnachahmlich davon. Sein Schuss an den rechten Innenpfosten ging zum 3:0 in die Maschen. Damit war die Messe im Montanhydraulik-Stadion endgültig gelesen. Wie sagte es Clarholz‘ Trainer Christopher Hankemeier so schön bei der Pressekonferenz nach Spielschluss: „Bei 0:3 aus unserer Sicht muss man auch an die kommenden Spiele und englischen Wochen denken, wo es gegen andere Gegner vielleicht etwas zu holen gibt.“ Und so plätscherte das Match so vor sich hin. Ein Freistoß von Marcel Duwe rauschte um wenige Zentimeter vorbei (70.). In der 75. Minute fand Nico Berghorst in Clarholz‘ Torhüter Marius Weeke seinen Meister. So blieb es beim 3:0-Heimerfolg des HSC – und dem Sprung auf Platz 1. Aber auch das ist nur eine Momentaufnahme in dieser starken, ausgeglichenen Oberliga Westfalen.

HSC bekommt vom Spielen nicht genug: Am Dienstag Testspiel bei Borussia Dröschede

HSC-Coach Axel Schmeing und „Co“ Florian Bartel wollen nicht nachlassen. Daher verordneten sie ihrem Team am Dienstag, 27. September, ein Testspiel auf Kunstrasen bei Westfalia Dröschede. Anstoß ist um 19.15 Uhr. „Die denken jetzt alle, die Trainer spinnen, doch wir wollen den Nummer 12 bis 24 mal eine Chance geben“, so Schmeing bei der Pressekonferenz nach dem Clarholz-Spiel.

Gütersloher Gäste

Rolf Unnerstall und Heiner Steinhoff spielten viele Jahre für den FC Gütersloh, gar nicht weit entfernt. Da Gütersloh am Sonntag aufgrund eines Corona-Falls im weiteren Umfeld des Gegners, SC Aplerbeck, nicht spielen konnte, waren ehemalige Teamkollegen zu Gast im Montanhydraulkik-Stadion.

Bildzeile: Die Gütersloher Gäste – und Rolf Unnerstall, Heiner Steinhoff sowie „Kalla“ Korte.

Ein Herz für den schwerkranken Leon

Nicht nur auf dem Platz ist der HSC vorn. Der Verein engagiert sich für den schwerkranken, zehnjährigen Leon, der an Krebs erkrankt ist. Eine Spielerin der Frauenmannschaft des HSC arbeitet in der Einrichtung, wo der kleine Mann derzeit behandelt wird. Daher organisierte der HSC eine Spendenaktion im Montanhydraulik-Stadion. Da zückte so mancher gerne den Geldbeutel.

Trainerstimmen
Axel Schmeing (HSC): Ich habe uns im Spiel gegen Haltern deutlich stärker gesehen. Clarholz war aber richtig gut und haben unsere schnellen Spitzen nicht richtig zur Entfaltung kommen lassen. Wir mussten uns richtig strecken und Gas geben. Ich möchte heute noch mal auf die Euphoriebremse treten. Mannschaft und Umfeld schätzen das wohl auch richtig ein. In dieser Liga entscheiden Nuancen. Auch die aktuelle Tabelle wird sich wieder relativieren. Abheben wird hier keiner.‘
Christopher Hankemeier (Clarholz): Wir kamen hier heute zu keinem Zeitpunkt für einen Punktgewinn in Frage. Der Sieg für Holzwickede ist absolut verdient. Spätestens nach dem 3 : 0 war bei uns endgültig der Stecker gezogen. Da muss man dann auch mal sagen: „Es kommen englische Wochen und Gegner, gegen die man die Kräfte dann noch benötigt. Zum Pokal und dem 31. Oktober mit dem Heimspiel im Westfalenpokal gegen Holzwickede: Da sage ich ganz klar, dass die Liga für uns größere Priorität hat.

HSC: Kevin Beinsen, Moritz Müller (46. Justin Pfaff), René Richter (87. Lavdrim Jusufi), Marcel Duwe (81. Tomislav Ivancic), Sebastian Hahne, Nils Hoppe, Robin Schultze, Mohamed Yarhdi (69. Maximilian Venos), Mirco Gohr, Nico Berghorst, Lennart Uedickoven.
Clarholz: Markus Weeke, Steffen Brück, Daniel-Andreas Bota, Dennis Fischer (55. Robin Steinkamp), Jan Grunwald, Marlon Herzog, Luis Sievers, Turgay Dundar, Carsten Strickmann (62. Robin Mrozek), Jannes Kohlmeyer, Andrej Dreichel (46. André Warkentin)
Tore: 1:0 Hahne (7.), 2:0 Duwe (35.), 3:0 Richter (53.)
Zuschauer: 320
Schiedsrichter: Cengiz Kabalakli (ETuS Gelsenkirchen)
HSC-Bestnoten: Sebastian Hahne, René Richter, Mirco Gohr.

Bildzeile: Für das 1:0 sorgt einmal mehr Sebastian Hahne (li.). Es war sein fünfter Saisontreffer und damit rangiert er in der Oberliga-Torjägerliste auf Platz zwei.

 

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