HSC gewinnt Testspiel „mit Feuer“ 1:0 gegen Zehner

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Fußball-Testspiel: Holzwickeder SC (Oberliga Westfalen) – SV 1910 Hohenlimburg (Westfalenliga 2) 1:0 (0:0. Nur 19 Stunden nach Abpfiff des Kreispokalspiels beim A-Ligisten Kamener SC (4 : 0) stand der HSC erneut auf dem Rasen. Die „Zehner“ aus Hohenlimburg hatten ihren letzten Kick vor 48 Stunden beim 9 : 0-Auswärtserfolg beim Kreisligisten FC Wetter 10/30 II. Wer sich einen eher müden Kick bei sommerlichen Temperaturen erwartet hätte, der sah sich schnell getäuscht. Beim Testspiel des HSC gegen den SVH am Sonntagnachmittag ging es richtig zur Sache. Die souveräne Schiedsrichterin Anna-Lena Weiss zeigte bei einigen kniffligen Situationen viel Fingerspitzengefühl und entschied im Sinne des Testspiel-Charakters, des Sports und mit Weitsicht auf die in einer Woche beginnenden neuen Spielzeit.

Von Anfang an ließen die Hohenlimburger erkennen, dass sie keinesfalls gedachten, kampflos zu verlieren. Yunus Özalp zog aus 20 Metern einfach mal ab – da fehlten nur Zentimeter. Dann war es David Bernsdorf, der Ex-Holzwickeder, der im Fünfmeterrraum einfach nicht zum Abschluss kam, da sich Nils Hoppe mutig in den Schussversuch warf. Tim Eickelmann im Nachschuss ballerte an den linken Pfosten und Mirco Gohr haute das Leder dann weit weg – das war Riesenglück für den HSC.

Justin Pfaff setzte das erste Ausrufezeichen für den HSC, doch sein Schuss ging um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Der eifrige David Bernsdorf versuchte es dann in der 30. Minute mit einem Schuss aus ebenfalls kurzer Distanz, doch auch hier wurde der Ball mit vereinten Kräften der HSC-Abwehr abgeblockt. Auf der Gegenseite hatte Sebastian Hahne Pech mit einem Schuss (33.).

Anna-Lena Weis mit viel Fingerspitzengefühl

Dann die 43. Minute – und einer Szene mit ganz viel Gift. Die Sportkameraden Nico Berghorst auf Seiten des HSC und Sven Höltke kamen sich bei einem Zweikampf in die Quere. Jeder setzte dem Ball nach, Höltke fiel mit zig Umdrehungen spektakulär ausgerechnet noch vor den Trainerbänken. Moritz Müller kam, wie viele andere hinzu, schubste, es kam zur Rudelbildung. Die weise Entscheidung von Anna-Lena Weiss: Gelb für Moritz Müller wegen Unsportlichkeit. Die theatralische Aktion von Sven Höltke wurde mit einer mündlichen Verwarnung bedacht. Gelb wäre hier richtig gewesen – doch „Rot“, egal für wen, hätte zu Sperren in der Meisterschaft geführt und wäre auch nicht zielführend gewesen. Daher aus Sicht der Unparteiischen: Alles richtig gemacht.

Bildzeile: Schiedsrichterin Anna-Lena Weiß zeigte eine souveräne Leistung.

Systemumstellung auf 4:2:3:1 führte zum Erfolg

Trainerfuchs Axel Schmeing erkannte, dass nur eine Systemumstellung zu einem Erfolg führen konnte. Mit 4:2:3:1 sollte das auch gelingen. Sebastian Hahne passte auf Nico Berghorst. Der scheiterte an Hohenlimburgs Keeper Alexander Klur. In der 66. Minute war es dann soweit. Sebastian Hahne kam über rechts und sein Schuss schlug ins lange Eck zum Tor des Tages zum 1 : 0.ein (67.). Hahne verpasste dann das entscheidende 2 : 0 nach Pass von Moritz Müller (77.). Dann in der 89. Minute der Spezial-Auftritt von Lavdrim Jusufi. Mit schönem Pass von der Mittellinie auf die Reise geschickt, lief er komplett allen auf Alexander Klur zu. Klur aber blieb Sieger in diesem Duell – das war wahrlich nicht gut von Jusufi gelöst.

Egal, es blieb beim 1 : 0 für den HSC gegen die „Zehner“. Insgesamt gesehen war es ein verdienter Sieg und erfolgreicher Abschluss eines Wochenendes mit zwei Spielen.

Dienstag, 1. September geht’s zur Generalprobe zu den „Kumpeln“

Für die Generalprobe zum Meisterschaftsauftakt gegen den SV Schermbeck (Sonntag, 6. September, 15 Uhr Montanhydraulik-Stadion), suchte sich der HSC einen starken Gegner aus. Der SV Sodingen aus der Westfalenliga ist am Dienstagabend, 1. September, um 19.30 Uhr Gastgeber im Glück-Auf-Stadion (Am Holzwickede, Herne-Sodingen). Trainiert wird der „Kumpelverein“, wie er sich in Anlehnung an die Bergbau-Tradition nennt, übrigens vom ehemaligen Schermbecker Trainer Thomas Falkowski.

Bittere Pille: Ferdinand Franzrahe fällt mit Armbruch wochenlang aus

Ferdinand Franzrahe, einer der besten Spieler in der Vorbereitung, verletzte sich in der Nachspielzeit des Pokalspiels beim Kamener SC schwer. Bei einem Zweikampf fiel er auf den Arm – und zog sich, wie Untersuchungen am Sonntag ergaben, einen Bruch zu. Er fällt bis zu acht Wochen aus. Ganz bitter für den HSC

Corona: Kann gegen den SV Schermbeck gespielt werden?

Ordnungs- und Gesundheitsamt haben nun das letzte Wort. Der Meisterschaftsauftakt von Oberligist Holzwickeder SC am kommenden Sonntag, 6. September, um 15 Uhr im Montanhydraulik-Stadion Holzwickede ist akut gefährdet. Der Grund: Es gibt einen Corona-Verdacht beim Gegner, dem SV Schermbeck. So wurde bereits das Kreispokalfinale des SVS gegen Haltern am Sonntag, bei dem es um den Einzug in den Westfalenpokal geht, abgesagt. Der Fall wurde an den Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) gemeldet. Auch das zuständige Gesundheitsamt weiß Bescheid. Es wird am Montag, nach Überprüfung der endgültigen Diagnose und der Kontakte, über Quarantänemaßnahmen bei den Schermbeckern entscheiden.

Kreispokal nun in 14 Tagen beim SuS Kaiserau

Seit dem Sonntag ist es klar: Der HSC muss in der 2. Kreispokalrunde beim SuS Kaiserau antreten. Vor kurzem ging dieses Duell mit 9 : 0 für Holzwickede im Montanhydraulik-Stadion aus. Aber der Pokal hat ja seine eigenen Grenzen.

Ticket-Vorverkauf beim HSC – so läuft es

Der HSC hat nun entschieden, wie es mit dem Ticket-Verkauf bei Heimspielen laufen soll. Auf der Webseite www.hsc-holzwickede.de soll es unter der Rubrik „Tickets“ Registrierungen geben. Zudem gibt es die Chance, Tickets in der Geschäftsstelle an der Hauptstraße zu erwerben. Generell gilt: Für den Gastverein gibt es 250 Karten, für den Gast 50 Tickets.

„Manndeckung“ auch aus der Politik

Großes Interesse hatte Hohenlimburgs Trainer Michael Erzen nach dem Spiel am E-Auto von Grünen-Bürgermeister-Kandidatin Susanne Werbinsky. Die hatte direkt neben ihm geparkt – und Erzen wollte da kein Ausparkrisiko eingehen. Klar, dass den erfahrenen Trainer auch das Thema E-Auto brennend interessierte und beide das Stadion im angenehmen Plausch verließen.

Trainerstimme
Axel Schmeing (HSC): Hohenlimburg hat uns alles abverlangt. Wir hatten die besseren Chancen und daher am Ende verdient gewonnen. Die erste Halbzeit war ausgeglichen und recht chancenarm. In den letzten 20 Minuten waren wir aber klar dominant, da Hohenlimburg auch immer mehr die Kräfte verließen. Insgesamt muss ich sagen, dass für ein Testspiel richtig viel Feuer im Spiel war.

HSC: Robin Golisch, Moritz Müller, Enis Delija (75. Robin Rosowski), Marcel Duwe, Sebastian Hahne, Nils Hoppe, Robin Schulze, Mohamed Yarhdi (62. Connor Riley McLeod), Mirco Gohr, Justin Pfaff (67. Lavdrim Jusufi), Nico Berghorst (71. Lennart Uedickoven).
SV Hohenlimburg: Alexander Klur, Recep Nezir, Tim Eickelmann (71. Adil El Hajul), Sven Höltke (62. Chris Matuszak), Samet Davulcu, Kai Gottesbüren, Jan Niklas Jacoby, David Bernsdorf, Danilo Labarile (62. Botan Memmer), Yunus Özalp (71. Murat Kaya).
Tor: 1:0 Hahne (67.).
Schiedsrichterin: Anna-Lena Weiss (Holzwickede).
Zuschauer: 150.

Bildzeile: In dieser Szene kann Holzwickedes Sebastian Hahne (vorne) gebremst werden, in der 67. Minuten war er jedoch zum entscheidenden 1:0 erfolgreich.

 

 

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