HSC gewinnt Test beim Westfalenliga-Primus FC Borussia Dröschede mit 2:0

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 Fußball-Testspiel: FC Borussia Dröschede (Westfalenliga 2) – Holzwickeder SC (Oberliga Westfalen) 0:2 (0:0).  Aktuell passt einfach alles beim Oberliga-Spitzenreiter Holzwickeder SC. Am Dienstagabend schlugen die Schmeing-Mannen den Spitzenreiter der Westfalenliga 2, den FC Borussia Dröschede, in einem kurzfristig vereinbarten Testspiel verdient mit 2:0. Mit einer auf komplett allen Positionen gegenüber dem Clarholz-Spiel veränderten Startelf begann der HSC auf dem Kunstrasen des ESO Stadion den freundschaftlichen Vergleich. Wobei es zeitweilig doch recht hitzig auf dem Geläuf zuging – doch Referee Moritz Petereit hatte alles im Griff, und alle Hitzköpfe und „Diskussionsfreudigen“ in einigen Aktionen beruhigten sich schnell wieder.

Einzig Justin Pfaff und Maximilian Venos waren im Laufe des Oberliga-Spiels gegen Clarholz eingewechselt worden und durften nun gegen den Spitzenreiter der Westfalenliga 2 von Beginn an spielen. Auch Gastgeber Dröschede verzichtete auf so manchen Stammspieler – und zum Bedauern der wenigen Fans auch auf Kingsley Nweke, den mit vier Treffern aktuell besten Torjäger der Sauerländer. „Ich möchte hier mal all diejenigen sehen, die bislang nicht so viele Spielanteile hatten und die sich, mit entsprechend großem Einsatz, für die Oberliga empfehlen wollen“, sagte HSC-Coach Axel Schmeing vor Beginn zu seiner Erwartungshaltung. So setzte er auf viele A-Junioren und Spieler der HSC U 23.

Bildzeile: HSC-Trainer Axel Schmeing vor Beginn der Partie:“ „Ich möchte hier mal all diejenigen sehen, die bislang nicht so viele Spielanteile hatten und die sich, mit entsprechend großem Einsatz, für die Oberliga empfehlen wollen.“

Sehr engagiertes Spiel in der 1. Halbzeit von beiden Seiten

In der ersten Halbzeit entwickelte sich vor gut 30 Zuschauern ein flottes und sehr ansehnliches Spiel. Man sah vielen Spielern schon an, dass sie sich empfehlen wollten. Der HSC begann die ersten fünf Minuten sehr stark. Justin Pfaff kam über die linke Seite und flankte auf Tim Finkhaus, der verzog knapp (2.). Das hätte die Führung sein können, ja müssen. Auf der Gastgeberseite setzte nach sechs Minuten Marcel Kempny das erste Ausrufezeichen. Doch auch er verzog denkbar knapp. 11. Minute: Conor Riley McLeod sah Dario Biancardi, doch der HSC-Spieler scheiterte an Dröschedes Torhüter Sebastian Nisiewicz. Biancardo fand dann, nach schöner Vorarbeit des sehr fleißigen und lautstark-anfeuernden Mischa Mihajlovic, erneut seinen Meister an Nisiewicz (20.). Die dickste Chance des Matches hatte der Borusse Yahia Bouaich in der 25. Minute. Seinen Schuss entschärfte HSC-Keeper Malte Hegemann in ganz starker Manier. So blieb es am Ende der ersten 45 Minuten beim torlosen 0:0. Das Remis zur Halbzeit war dem Spielverlauf entsprechend.

Dröschede in zweiter Halbzeit optisch besser – aber die Tore machte Holzwickede

In der zweiten Hälfte verflachte das Spiel zusehends – auch bedingt durch viele Auswechslungen auf beiden Seiten. Der eingewechselte Eduardo Hiller zielte für die Gastgeber knapp über das Tor. Borussia spielte ordentlich, besser als der HSC. Der aber zeigte wieder einmal seine aktuell gnadenlose Effizienz. Es war die 70. Minute. Als der insgesamt sehr gute und umsichtig pfeifende Schiedsrichter Moritz Petereit vom ASSV Letmathe auf Freistoß für den HSC aus gut 20 Metern entschied, brüllte HSC-Coach Axel Schmeing gleich „Venos !“ herein. Der wuchtige Verteidiger fackelte nicht lange und ballerte das Leder Richtung Tor. An der Mauer der Dröscheder wurde das Leder abgefälscht und landete irgendwie beim Australier im Diensten des HSC, Connor Riley McLeod. Der schoss zum 1:0 ein. Dröschede setzte nun alles auf eine Karte, antwortete mit vielen Angriffen, denen aber die Durchschlagskraft fehlte.

Wie man es besser macht, zeigte ein ganz junger, eingewechselter Spieler bei Holzwickede. Sinan Türkmen heißt er, spielt in der A-Jugend und war nach seiner Einwechslung gerade eine Viertelstunde auf dem Platz. Wie ein „Alter“ verwertete er einen blitzsauberen Konter zum entscheidenden 2:0 (85.). Beinahe hätte es sogar einen Doppelpack von ihm gegeben, doch ein weiterer Schuss von ihm, wieder nach einem Konter, landete am rechten Pfosten (88.). So blieb es dann beim 2:0-Auswärtssieg des HSC in diesem Testspiel – ein aufgrund der starken zweiten Hälfte und der großen Lauf- und Einsatzbereitschaft des gesamten Teams verdienter Erfolg.

Enis Delija mit guten gesundheitlichen Fortschritten

Eine gute Nachricht, obwohl er gegen Dröschede nicht im Kader war, gibt es vom angeschlagenen Enis Delija, der für den HSC so wichtig ist und der gegen Clarholz passen musste. Sein Einsatz am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den TuS Erndtebrück ist wahrscheinlich. Delija hatte im Match beim TuS Haltern einen Schlag auf das Knie abbekommen.

Video-Studien zum nächsten Konkurrenten Erndtebrück

Am Donnerstag, 1. Oktober, hat der HSC turnusmäßig spielfrei. Damit wird der HSC wohl die Tabellenführung wieder verlieren, hat allerdings noch ein Nachholspiel gegen Schermbeck (15. Oktober) in der Hinterhand. Der TuS Erndtebrück, Gegner des HSC am Sonntag, 4. Oktober, um 15 Uhr im Montanhydraulik-Stadion, muss am Donnerstagabend gegen den Oberliga-Top-Favoriten RSV Meinerzhagen „ran“. Da aber auch an diesem Abend Training in Holzwickede ist, werden Axel Schmeing und Florian Bartel auf die Fahrt ins 110 Kilometer entfernte Pulverwaldstadion verzichten. Stattdessen ist die Sichtung von jeder Menge Videomaterial zu diesem nächsten, sehr unangenehmen Gegner angesagt.

Oberliga-Rekord von fünf saisonübergreifenden Meisterschaftssiegen soll ausgebaut werden

Der HSC hat übrigens einen neuen Vereinsrekord in Sachen Siegen hingelegt. Noch nie in der Oberliga-Chronik des Vereins wurde fünfmal hintereinander in dieser Liga gewonnen. Das gelang jetzt saisonübergreifend. Gegen Erndtebrück soll diese stolze Serie möglichst ausgebaut und ein sechster Sieg her.

Trainerstimme
Axel Schmeing (HSC): Ich bin zufrieden. Die ersten 30 Minuten waren wir klar besser. Es war ein temporeiches Spiel. In der zweiten Hälfte war Dröschede optisch überlegen. Da waren wir nicht immer gut, teilweise zu ungeordnet. Die Tore aber haben wir gemacht. Herausheben möchte ich dieses Mal Tomislav Ivancic. Der hat sein erstes Spiel nach zehnmonatiger Verletzungspause von Anfang an gemacht und seine Aufgaben gut erledigt.

Dröschede: Sebastian Marek Nisiewicz (57. Marcello Sinesi), Samet Ünlü, Patrick Eick (46. Tim Keweloh), Haris Dzafic (57. Nikolas Friedberg), Okan Leifels (46. Lennard Merz), Dominic Fromm, Mert Muzak (57. Pascal Urumis), Yahia Bouaich, Anas Lemrini, Marcel Kempny, Malte Heesmann (57. Eduardo Hiller).
HSC: Malte Hegemann, Justin Pfaff, Lavdrim Jusufi, Tomislav Ivancic (65. Maximilian Wolf), Connor Riley McLeod, Dario Biancardi, Mischa Mihajlovic, Firat Cinar (70. Sinan Türkmen), Tim Finkhaus, Maximilian Venos, Brock Maurice Duffy (46. Kossi Aaron Logah).
Tore: 0:1 McLeod (70.), 0:2 Türkmen (85.).
Schiedsrichter: Moritz Petereit (ASSV Letmathe).
Zuschauer: 30.

Bildzeile: Mischa Mihajlovic re.) beim Spielaufbau in der Partie gegen Dröschede.

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