HSC gegen Preußen Münster: Ehemalige Deutsche Amateurmeister im Duell

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Fußball-Testspiel: Holzwickeder SC (Oberliga Westfalen) – SC Preußen Münster (Regionalliga), Sonntag, 16. August, 15 Uhr, Montanhydraulik-Stadion, Jahnstraße 7, Holzwickede. Deutscher Vizemeister 1951, Gründungsmitglied der Bundesliga 1963, Deutscher Amateurmeister 1994, Rekordmeister der Oberliga Westfalen, zigfacher Westfalenmeister und Westfalenpokalsieger: Mit dem SC Preußen Münster gastiert am Sonntag ein ganz großer Name des westfälischen und deutschen Fußballsports im Montanhydraulik-Stadion.

Auch wenn die ganz großen Erfolge schon einige Jahre zurückliegen und die Adlerträger zuletzt aus der Dritten Liga in die Regionalliga abgestiegen sind, so schnalzen Fans und Kenner der Szene bei diesem Namen nach wie vor mit der Zunge. Nicht zuletzt spielen die drei Nachwuchsteams der A-, B- und C-Junioren in der jeweils höchsten Spielklasse und die U 23 in der gleichen Klasse wie der HSC. Die zugelassenen 300 Zuschauer, darunter 50 aus Münster (es gibt keine Tageskasse!), können sich auf ein tolles Spiel der Blau-Grün-Weißen gegen die Grün-Schwarzen aus der Universitätsstadt freuen.

Der Motor des SC Preußen läuft erst langsam wieder an

Mit dem Abstieg aus der Dritten Liga in diesem Sommer hatte rund um die Hammer Straße wohl niemand gerechnet – eher sogar mit höheren sportlichen Zielen und einem Neubau oder Umbau des in die Jahre gekommenen Stadions Am Berg Fidel.  Doch das einzige Konstante während der Saison war die Unkonstanz. Sehr guten Leistungen folgten unerklärliche Schlappen gegen vermeintlich schwächere Gegner. Was nach dem Abstieg folgte, war und ist ein Komplett-Neuaufbau – aber weiter mit Trainer Sascha Hildmann. Neuer Sportchef wurde der Ex-Profi, unter anderem Werder Bremen, Peter Niemeyer. 15 Spieler darf aktuell ein Spielberichtsbogen zu Corona-Zeiten umfassen – der SCP kommt auf 14 – darunter zahlreiche junge Testspieler wie Marcel Hoffmeier (21), Dominik Klann (21), Naod Mekonnen (20), Jannik Borgmann (22), Lukas Frenkert (20), Sven Rüschenschmidt (19), Justin Möbius (23), Ousman Touray (21) und Luca Piljek (19) aus Heidenheim. Piljek hinterließ beim letzten Test in Gievenbeck (3 : 0) einen guten Eindruck, ist aber dem Vernehmen nach wieder nach Heidenheim zurückgekehrt.

Wie also wird der Regionalligist nun auflaufen – auch nach den Erkenntnissen des Spiels in Gievenbeck und der Tatsache, dass bereits in drei Wochen das erste Meisterschaftsspiel ausgerechnet beim letztjährigen Meister Rödinghausen ansteht? Gesetzt beim SCP im Tor ist Maximilian Schulze Niehues (31). In Gievenbeck sorgten in der Viererkette Simon Scherder (27) , Jannik Borgmann, Marcel Hoffmeier und Lotte-Neuzugang Alexander Langlitz(29) mit viel Routine für Ruhe. Auch der Neuzugang vom Karlsruher SC, Justin Möbius, dürfte in Holzwickede die Fußballschuhe schnüren.

„Angstgegner“ Joel Grodowski läuft auf

In der Offensive führt kein Weg an Joel Grodowski vorbei. Der Stürmer, der dem HSC in der Vergangenheit so manchen Treffer „eingeschenkt hatte“, befindet sich bereits in Top-Form und ist voller Selbstbewusstsein. Gegen Gievenbeck traf er am Mittwoch einmal aus dem Feld und einmal per Elfer „vom Punkt“. Den dritten Treffer für Münster hatte Nicolai Remberg (72.) erzielt. Dabei sein wird auch Neuzugang Gianluca Przondziono von den Sportfreunden Lotte, Sohn des bekannten Ex-Profis Martin Przondziono (unter anderem Bremen, Lübeck, Nürnberg und auch Münster).

HSC sorgt sich um Philipp Gödde

So sehr sich alle Holzwickeder auf diesen starken Test freuen, so sehr wird die Zeit derzeit durch Sorgen um Stürmer und Neuzugang Philipp Gödde getrübt. Der Ex-Oberhausener war am Donnerstag zu Untersuchungen im Krankenhaus. Befürchtet wird ein Bandscheibenvorfall und damit ein langer Ausfall. Für den HSC wäre das eine ganz schlimme Nachricht, denn ein fitter Gödde ist immer für viele Tore gut.

Wieder beim HSC dabei sein wird Sebastian Hahne. Neben Gödde fallen auch der Torschütze gegen Meerbusch, Ferdinand Franzrahe (Urlaub) sowie Joshua Heinrichs und Max Venos aus.  „Wir wollen gegen diesen starken Gegner unsere aktuell gute Frühform bestätigen. Aber keine Frage: Münster ist der große Favorit in diesem Spiel“, so Co-Trainer Florian Bartel.

Bildzeile: Auf dem Platz harmoniert das Team bereits gut – und neben dem Platz das Trainerteam mit Axel Schmeing und „Co“ Florian Bartel. Körperhaltung, Arbeitsteilung an der Linie – da stimmt es einfach.

 

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