HSC fordert den Spitzenreiter und peilt ersten Heimsieg an

Fußball-Oberliga Westfalen: Holzwickeder SC – TuS Ennepetal, Sonntag, 15 Uhr, Montanhydraulik-Stadion, Jahnstraße). Auf dem Papier sind die Rollen klar verteilt. Der TuS Ennepetal führt mit 13 Punkten und 13 : 7-Toren die Oberliga-Tabelle mit dem punkt- und torgleichen RSV Meinerzhagen an. Der HSC rangiert mit sieben Punkten weniger auf dem 14. Platz – und damit drei Punkte vor einem Abstiegsrang. Die Mannen aus der Stadt der Klutert-Höhle nehmen damit klar die Favoritenstellung ein. Besonders, da am Freitagabend für Nico Berghorst und den HSC die Schockdiagnose kam: Berghorst hat sich einen Innenbandteilabriss zugezogen. Damit fällt er wenigstens vier Wochen aus. Ganz bitter für den HSC und Berghorst, der bereits vier Tore auf dem Konto hat und damit die Torschützenliste der Oberliga Westfalen mit anführt.

Wenn die HSC F-Jugend beide Teams am Sonntag auf den Platz führen wird, haben die Holzwickeder viel Selbstvertrauen dabei. Der 4 : 2-Erfolg im Auswärtsspiel sollte die Energie geben, endlich den ersten Heimsieg in der Spielzeit 2019/20 einzufahren. Die Elf von Ex-Profi Alexander Thamm aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis hingegen reist mit einem 1 : 2 im letzten Spiel daheim und einer insgesamt wenig überzeugenden Leistung gegen Westfalia Herne an. Zwar sprach Thamm seiner Truppe bei der anschließenden Pressekonferenz das Kompliment aus, „auch Gewinner“ zu sein – Fakt aber ist, was auf dem Tableau steht, und das waren eben keine Punkte und die erste Saisonniederlage. Auch habe man „den Spaß am Fußball und beim TuS Ennepetal aktiv zu sein, durch diese eine Niederlage nicht verloren“, so die anschließenden Statements.

Dennis Drepper als Knipser beim TuS Ennepetal

Durch den Ausfall von Nico Berghorst hat nun sein Torjägerkollege auf er anderen Seite die Chance, die alleinige Führung in der Torschützenliste zu übernehmen. Auch für Dennis Drepper traf bereits viermal, zuletzt beim 1 : 2 gegen Herne.

TuS Ennepetal bei Standards schwer zu verteidigen

Die Gäste aus der 30.000 Einwohner-Stadt im südlichen Ruhrgebiet leben von einer geschlossenen Mannschaftsleistung, viel Kampf und einer körperlichen Robustheit mit vielen großgewachsenen Spielern. Sehr gefährlich, so zeigen die Analysen ihrer bisherigen Spiele, sind sie bei Standards, insbesondere Freistößen. Beim 3 : 2-Heimsieg über die Sportfreunde Siegen vor zwei Wochen waren all diese Qualitäten des TuS spielentscheidend, und beim 1 : 2 letzte Woche gegen Herne immer wieder, wenn auch hier oft nur in Ansätzen, zu sehen. Gerne wird auch mit langen Bällen, hoch und weit, operiert. Alles in allem, eine äußerst gefährliche Mannschaft, bei der die Hintermannschaft des HSC immer hellwach sein muss.

Robin Rosowski drei Wochen gesperrt

Mit dem kangfristigen Ausfall von Nico Berghorst hat sich die HSC-Ausfallliste auf nunmehr zwölf Spieler verlängert. Robin Rosowski wurde für seine Rote Karte aus dem Spiel in Rheine mit einer dreiwöchigen Sperre bis zum 6. Oktober belegt. Von den vielen Langzeitverletzten wird vorerst niemand zurück zum Kader stoßen. Wieder dabei, an der Linie, ist Trainer Axel Schmeing, der in Rheine aus familiären Gründen passen musste und beim 4 : 2-Auswärtserfolg durch Co-Trainer Marcel Greig sehr gut vertreten wurde. Auch René Richter, der in Rheine berufsbedingt fehlte, ist wieder dabei.

Schiedsrichter kommt aus dem Münsterland

Lasse Lütke-Kappenberg von GW Amelsbüren wird die Begegnung im Montanhydraulik-Stadion leiten. Für ihn ist ein Spiel des HSC eine Premiere. Eingesetzt wird er zumeist in der B-Junioren-Bundesliga, in der Regionalliga oder bei Spielen insbesondere in der Westfalenliga 1.

 Kreispokal-Viertelfinale gegen Eintracht Werne terminiert

Terminiert ist das Kreispokalspiel von Oberligist Holzwickeder SC im Viertelfinale bei Eintracht Werne. Das Spiel beim aktuellen Achten der Kreisliga A 1 wird am Mittwoch, 9. Oktober, um 19 Uhr auf dem Rasenplatz der Sportanlage von Eintracht Werne (Grote-Dahl-Weg 8) angepfiffen. Der Tabellenachte aus Werne (7 Punkte, 11 : 6 Tore) ist naturgemäß krasser Außenseiter bei diesem Match um den Einzug ins Halbfinale. Das aber macht das Team so gefährlich. Der Sieger dieser Begegnung trifft auf den Gewinner der Viertelfinal-Begegnung zwischen IG Bönen und dem TSC Kamen. Das Halbfinale wird erst im kommenden Jahr ausgetragen.

Bild: Nico Berghorst schoss beim 3 : 1-Erfolg in der letzten Saison alle drei Tore (unser Foto). Ein Innenbandteilabriss zwingt ihn nun zu einer langen, mehrwöchigen Pause.

 

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