HSC-Fanprotest zeigt Erfolg: Ballhaus öffnet wieder – Nils Hoppe bekommt „Einsatz- und Bleibegarantie“ – Regionalliga-Entscheidung mit Auswirkungen auf Oberliga Westfalen

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Fußball: Der Protest von Fans des Holzwickeder SC zeigt Erfolg. Nach Protesten der Anhänger („Wir haben es satt“) und „Tor auf“ am vergangenen Samstag und einem gemeinsamen Frühstück im Montanhydraulik-Stadion gab der HSC am Montag auf seiner Webseite bekannt, dass zumindest das „Ballhaus“ als zentraler Treff in der Arena wieder geöffnet ist. Uns zwar gleich am Dienstag, 1. Juni, ab 18 Uhr und Mittwoch, 2. Juni ab 18 Uhr. In der kommenden Woche wird dann wieder regulär und wie vor den Corona-Maßnahmen dienstags und donnerstags, jeweils ab 18 Uhr, Vereinswirt Torsten „Toto“ Potyka das Ballhaus wieder aufschließen.

Dennoch aber bleibt bei der aktuellen Inzidenz im Kreis Unna noch immer die Pflicht, entweder komplett geimpft, genesen zu sein oder aber einen tagesaktuellen Schnelltest vorzulegen und natürlich seine Kontaktadresse anzugeben. Die Fan-Gruppering des HSC, die Ultras, hatten diese „3 Gs“ übrigens bei ihrem Protest am Samstag eingehalten und die entsprechenden Bescheinigungen dabei. Der Kompromiss ist nun ein erster Erfolg der Ultras mit Theo Vogt, Klaus Theis, Richard „Richy“ Erdmann, Kerstin „Kiki“ Roth, Stefan Bals und Winfried „Winni“ Kirchhoff. Sie freuen sich schon wieder auf Spiele. Zudem planen sie einen Ausflug nach Berlin und den Besuch eines Heimspiels der „Eisernen“ von Union Berlin.

Bildzeile: Die Fans des HSC haben es satt. Sie wollen endlich wieder Fußball live erleben. Der Protest zeigte erste Wirkung: Das Ballhaus im Montanhydraulik-Stadion öffnet wieder.

21 oder 22 Teams in der Oberliga – Entscheidung am Dienstag und Samstag

Die Rechnung ist einfach: Ein Team wird aus der Regionalliga West mit aktuell 21 Teams absteigen. Ist das kein westfälischer Verein, bleibt es bei 21 Clubs in der Spielzeit 21/22 in der westfälischen Oberliga. Aktuell bedroht ist aus westfälischer Sicht der Tabellen-19. RW Ahlen mit 32 Punkten. Bergisch Gladbach als 21. Und Letzter hat 30 Zähler auf dem Habenkonto. Der Bonner SC ist mit 32 Punkten Vorletzter. Am letzten Spieltag am Samstag, 5. Juni, tritt Ahlen beim VfB Homberg (18.) an. Bergisch Gladbach empfängt Fortuna Düsseldorf II (6.) und der Bonner SC begrüßt den 1. FC Köln II (5.). Alle Spiele des letzten Spieltags beginnen um 14 Uhr. Bergisch-Gladbach wiederum hat am Dienstag, 1. Juni, um 19.30 Uhr noch das Nachholspiel bei Tabellenführer Borussia Dortmund U 23 vor der Brust – aber damit noch zwei theoretische Chancen, Punkte zu sammeln.

Fernduell um Regionalliga-Titel mit heimischer Beteiligung

Hochspannung gibt es auch im Meisterschaftsrennen der Regionalliga West und damit um den Aufstieg in die Dritte Liga. Die BVB U 23 und RW Essen haben beide 60 Punkte und eine gleiche Tordifferenz – aber die Dortmunder haben ein Tor mehr geschossen (und eben eines mehr kassiert). Der BVB spielt am Dienstag, 1. Juni, um 19.30 Uhr im Stadion Rote Erde im Nachholspiel gegen Schlusslicht Bergisch-Gladbach und wird versuchen, seinen Vorsprung vor dem letzten Spieltag auf drei Punkte und möglichst viele Tore auszubauen. Für die Bergischen geht es allerdings um den Abstieg – und damit keinesfalls um ein Abschenken dieser Begegnung. 500 Zuschauer sind zu diesem Spiel zugelassen – geimpft, genesen oder getestet. Alle Tickets aber sind inzwischen vergriffen.

Am letzten Spieltag am 5. Juni, 14 Uhr, muss der BVB dann beim starken Wuppertaler SV antreten. RW Essen hat bei Wegberg-Beek die erheblich leichtete Aufgabe. Trainer der Wuppertaler ist übrigens Björn Mehnert, ehemals Coach von Westfalia Rhynern und damals „Chef“ des neuen Holzwickeder Coaches Marc Woller. Ebenfalls beim WSV dabei ist Semir Saric, Sohn von Asif Saric (Hannover 96 Co-Trainer). Die Wuppertaler werden alles daransetzen, dem „großen“ BVB ein Bein im Aufstiegsrennen zu stellen.

Dieses Aufstiegsspiel im Stadion „Am Zoo“ hat übrigens fast schon Tradition. Am 19. Mai 2012 siegten die BVB-Amateure im Fernduell mit den Sportfreunden Lotte beim WSV mit 5:3. Torschütze zum zwischenzeitlichen 3:4 aus Sicht der Wuppertaler, war übrigens der Kulttrainer der Oberliga-Westfalen, Christian Knappmann, heute Westfalia Herne.

Nils Hoppe erhält vom HSC Einsatzgarantie – aber wie früher wird es nicht mehr

HSC-Kapitän Nils Hoppe hat sich immer noch nicht über seine fußballerische Zukunft entschieden. Aktuell schreibt er bis zum Sommer seine Abschlussarbeit zum Wirtschaftsingenieur. Seine berufliche Zukunft sieht er nach eigenen Angaben nicht unbedingt in der hiesigen Region. Dennoch hält der HSC zu ihm und würde ihn gerne behalten – auch mit entsprechend weniger Training und Spielen. Dennoch wiederholt sich hier der „Fall Robin Rosowski“ – und zwar verständlicherweise. Die berufliche Karriere hat nun einmal Vorrang – und wenn diese schon aus Altersgründen nicht im Fußball liegt, dann ist die persönliche Entscheidung mehr als klar. Tränen nachweinen wird Nils Hoppe auch Harald Jelinek aus dem HSC-Marketing. Über ein Dutzend Trikots mit der Aufschrift Nils Hoppe wurden bereits verkauft – so viele wie von keinem anderen HSC-Spieler bislang.

Auslosung 1. Runde DFB-Pokal am 4. Juli

Die Auslosung zur 1. Runde im DFB-Pokal findet übrigens am 4. Juli statt – live zu sehen in der „Sportschau“. Aus heimischer und regionaler Sicht dabei sind im Lostopf der 1. Runde Preußen Münster, SF Lotte, Wuppertaler SV und Viktoria Köln.

Bildzeile: HSC-Kapitän Nils Hoppe (li.) baut seinen „Master“ als Wirtschaftsingenieur. Seine berufliche Karriere sieht er nicht unbedingt in der Region.

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