HSC erneut in Torlaune beim 5:2 im Test gegen den FC Iserlohn

Fußball-Testspiel: FC Iserlohn – Holzwickeder SC 2:5 (0:0). Das spielfreie Wochenende hat sich Oberligist Holzwickeder SC verdient. Dank einer deutlichen Leistungssteigerung ab der 50. Minute und damit einer deutlichen Reaktion nach der zwischenzeitlichen Führung des FC Iserlohn siegten die Blau-Weiß-Grünen am Ende überaus deutlich mit 5:2.

Es war sicherlich nicht die allererste Kapelle, die HSC-Trainer Axel Schmeing da auf Temperaturen nahe null Grad auf den Kunstrasenplatz des Willy-Vieler-Stadions in Oestrich geschickt hatte. Dennoch standen mit Malte Hegemann, Moritz Müller, Tomislav Ivancic, Jonas Janetzki und Nico Berghorst Spieler in der Startelf, die in der Oberliga schon auf eine stattliche Einsatzzahl gekommen waren. Dazu Justin Pfaff, der nach auskurierten Verletzung und guten Leistungen in der Reserve wieder „ganz nahe“ am Team ist. Oder Lamar Lambertz, der häufig eingewechselt wird. Dazu Mohamed Yarhdi, der lange verletzte Christian Wazian und nicht zu vergessen Steven Kodra, der nach der Winterpause zum Oberliga-Kader stoßen wird. Schön, dass auf der Bank unter anderem mit Tim Finkhaus und Marius Körner zwei A-Jugendliche standen, die zuletzt in ihrer Altersklasse überzeugt hatten und im Spielverlauf auch ihre Minuten bekamen. Tim Finkhaus musste dabei bereits nach 27. Minuten Christian Wazian ersetzen, der nach seiner langen Verletzung früh angeschlagen heraus musste. Doch zunächst teilten sich Finkhaus und Körner die Plätze auf der Auswechselbank mit in Holzwickede so klangvollen Namen wie Mischa Mihajlovic, Mirco Gohr und Aldin Kljajic, alles Stammspieler.

Auch die Sauerländer entschieden sich für eine starke Startelf, unter anderem mit den Ex-HSCer Anjo Willmanns und Zé Mertens. Sebastian Schmerbeck fehlte. Torjäger Lukas Lenz nahm erst mal auf der Ersatzbank Platz. Es war also angerichtet für ein durchaus flottes Spiel mit Akteuren, die entweder einen Stammplatz in ihren Teams haben oder auf dem Sprung dahin sind.

Erste Hälfte ohne große Höhepunkte

Es war ordentlich, was beide Mannschaften auf dem Kunstrasen in Halbzeit eins zu Werke brachten. Beide Teams aber kamen nicht richtig in die gefährlichen Zonen, so dass es keine Torabschlüsse gab. Folgerichtig stand es zum Wechsel auch torlos 0 : 0.

Torfestival in Hälfte zwei

Direkt nach dem Pausentee passierte dann das, was HSC-Trainer Axel Schmeing nach Abpfiff als einzigen größeren Kritikpunkt hatte. Wie in so manchen Ligaspielen erlaubte sich der HSC eine Blackout-Phase mit dicken, individuellen Patzern in der Abwehr. Hikmet Konar sagte artig „Danke“ und schoss zur Führung für den aktuell Zwölften der Westfalenliga ein (48.) Direkt danach hätte es 2:0 stehen können, ja müssen, doch HSC-Torhüter Malte Hegemann war mit einer tollen Parade zur Stelle. Hegemann empfahl sich übrigens durch seine Leistung und seine Sicherheit, die er ausstrahlt, nachdrücklich für weitere Einsätze als erster Torhüter.

Mohamed Yarhdi mit Doppelpack – wie auch Tomislav Ivancic

In der 52. Minute begannen dann die „Mohamed Yarhdi“-Festspiele – in Form von zwei Toren kurz hintereinander (52. und 54.). Bei Yarhdi, der zuletzt in der Reserve aufgelaufen war, zeigt das Formbarometer klar nach oben. Das Spiel war gedreht, und jetzt schrieb sich mit Tomislav Ivancic ein weiterer Akteur in die Torschützenliste ein, der in den letzten Wochen durchweg sehr gute Spiele gemacht hatte (56.). Der HSC hatte innerhalb weniger Minuten die Tormaschine angeworfen – und die lief rund. Nico Berghorst (62.) und erneut Tomislav Ivancic (67.) stellten das Ergebnis auf 5 : 1. Dass Ufuk Ekincier in letzter Sekunde des Spiels noch auf 2 : 5 aus Sicht des FC Iserlohn verkürzte, war nur ein kleiner Schönheitsfleck.

Das HSC-Trainerteam war dann auch mit dem abendlichen Test hochzufrieden. Außer in den ersten Minuten in der zweiten Hälfte war es eine überzeugende Vorstellung der Schmeing-Mannen.

Am Sonntag, 1. Dezember, zu RW Ahlen

Das Augenmerk des Teams liegt nun auf den kommenden Gegner, den Tabellenzweiten RW Ahlen. Am Sonntag, 1. Dezember, um 14.30 Uhr geht es ins Ahlener Wersestadion zu einem Gegner, der gerne aufsteigen und alte Zeiten anknüpfen möchte, die bis in die Zweite Liga und sogar kurz vor den Bundesliga-Aufstieg geführt hatten.

FC Iserlohn: Simon Felbick, Daniel Dintinger, Anjo Wilmanns, Kevin Meckel, Ufuk Ekincier, Luiz Felipe Idalgo Infante, Serafettin Sarisoy, Michel Schaulandt, Julian Hunecke, Hikmet Konar, Zé Mertens.
HSC: Malte Hegemann, Moritz Müller, Justin Pfaff, Lamar Lambertz, Tomislav Ivancic, Ersan Öczan (57. Marius Körner), Jonas Janetzki, Mohamed Yarhdi, Christian Wazian (27. Tim Finkhaus), Nico Berghorst, Steven Kodra
Tore: 1 : 0 Konar (48.), 1 : 1 Yarhdi (52.), 1 : 2 Yarhdi (54.), 1 : 3 Ivancic (56.), 1 : 4 Berghorst (62.), 1 : 5 Ivancic (67.), 2 : 5 Ekincier (90.).
Schiedsrichter: Armin Hurek (SF Sümmern)

Bild: Mohamed Yarhdi drehte mit seinem Doppelpack die Begegnung des HSC beim FC Iserlohn.

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