HSC deklassiert Ex-Regionalligisten TuS Haltern mit 4:0

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Fußball-Oberliga Westfalen: TuS Haltern – Holzwickeder SC 0:4 (0:2). (Tor-)Flut am Stausee für den Gast aus Holzwickede: Beim hochverdienten 4:0-Auswärtserfolg des HSC war beim Gastgeber und Ex-Regionalligisten TuS Haltern 90 Minuten sprichwörtlich „Land unter“. Auf dem Kunstrasenplatz (der Rasenplatz der in die Jahre gekommenen Stausee-Arena hat kein Flutlicht) ging Haltern nach HSC-Toren von Sebastian Hahne (52. und 61.), Nico Berghorst (5.) und einem Eigentor von Luca Marlon Bernoth (3.) so richtig baden. Vor 183 Zuschauern gab es zu keiner Sekunde einen Zweifel, wer die Arena als Sieger verlassen würde – zu dominant wirkte der Holzwickeder SC.

Die erste Personalie entschied sich bereits beim Warmmachen. Mohamed Yarhdi meldete sich nach einem letzten Leistungstest wieder fit – dafür musste Maximilian Venos erst mal auf der Bank Platz nehmen. Die Entschlossenheit merkte man den ganz in Grün gekleideten Holzwickedern, angeführt vom Kapitän Nils Hoppe und dem Ex-Halterner Robin Schultze, bereits auf dem Weg zum Kuntrasenplatz an. „Ich brauchte da nur kurz ein paar Worte nach dem Warmmachen in der Kabine zu sagen, den Rest hat meine Mannschaft unter sich erledigt und sich richtig motiviert“, sagte Axel Schmeing.

Bildzeile: Robin Schultze trifft alte Freunde…

Doppelschlag in ersten fünf Minuten sorgten für rasche Vorentscheidung

Die Motivation brachte der HSC gleich auf den Platz. Gerade mal drei Zeigerumdrehungen waren gespielt, da durfte der HSC bereits das erste Mal jubeln. Sebastian Hahne dribbelte sich durch die noch im Tiefschlaf befindliche Halterner Defensive, TuS-Keeper Ubeyd Güzel wollte Hahnes Tirschuss klären, traf aber nur seinen Mitspieler Luca Maelon Bernoth. Von dessen Knie rollte das Leder über die Linie zum ganz frühen 1:0 für Holzwickede (3.). Ein Weckruf war das aber höchstens für den Gast. Nico Berghorst, am Donnerstagabend läuferisch und kämpferisch überragend, schnappte sich das Leder, ließ die Defensive der „Schwarz-Weißen“ vom Stausee wie Statisten aussehen und schob zum 2:0 ein (5.). Das war ein Doppelschlag, von dem sich Haltern das ganze Spiel nicht mehr erholte. Schläfrig, ratlos, kampflos – nein, das war nicht der TuS, der am letzten Sonntag noch beim Top-Favoriten für den Aufstieg, den RSV Meinerzhagen, mit 4 : 2 gewonnen hatte.

Nico Berghorst musste nach 13 Minuten auf 3 : 0 erhöhen, scheiterte aber an Keeper Ubeyd Güzel. Auch Robin Schultze konnte den Torhüter nicht überwinden. In der 39. Minute hatte Haltern dann seine einzige (!) Chance während des Spiels: Bei einer Ecke stieg Enes Schick zum Kopfball hoch – doch weder traf er die Kugel richtig noch kam sie Richtung Tor. Auch von Kapitän Stefan Oerterer war im weiteren Verlauf des Spiels immer weniger zu sehen. War er zu Beginn wenigstens noch verbal „voll da“, stellte er das wie sein Spiel von Minute zu Minute komplett ab. Von ihm war nichts zu sehen.

Zweite Halbzeit: Wieder zwei schnelle Tore als Doppelschlag

Wer für Haltern die Daumen gedrückt und gehofft hatte, der TuS würde jetzt wie verwandelt aus der Kabine kommen und zur Aufholjagd blasen, der sah sich getäuscht. Im Gegenteil: Schiedsrichter Lars Bramkamp vom TuS Hattingen hätte in der 49. Minute nach einem Foul an Nico Berghorst klar im Strafraum auf Elfmeter entschieden müssen – der Pfiff blieb aber aus. Sebastian Hahne schnappte sich dann an der Mittellinie das Leder und sagte mit dem 3 : 0 artig „Danke“, als ihn niemand ernsthaft angriff (52.). Die totale Freiheit genossen die HSC-Offensiven Hahne und Berghorst dann gleich darauf erneut in der 61. Minute. Nico Berghorst ging auf und davon, ließ dieses Mal gleich sechs Gegenspieler ganz schlecht aussehen, passte dann auf Hahne, der selber noch mal zwei Gegner ausspielte und dann seelenruhig zum 4 : 0 einschoss (61.) Aus Sicht des Ex-Regionalligisten sah das wirklich nicht gut aus, war gar peinlich.

Bis zum Schluss spielte eigentlich nur der HSC. Mit dem frühen Pressing und den schnellen Gegenangriffen kam Haltern überhaupt nicht klar, war aber auch in der Rückwärtsbewegung viel zu langsam. Und nach vorn lief beim TuS an diesem Abend ohnehin rein gar nichts.

Platz 2 nur eine „nette Zwischenbilanz“

So blieb es beim souveränen und klaren 4 : 0-Auswärtssieg für den HSC. Damit stehen nach drei Spielen, die der Holzwickeder SC absolviert hat, die volle Punkteausbeute von neun Zählern und 10 : 2 Toren auf dem Konto. Das bedeutet hinter Gütersloh, die bereits vier Matches absolviert und volle zwölf Punkte ergattert haben, der zweite Rang. „Doch wir wissen den Sieg in Haltern und die beiden anderen Erfolge gegen Hamm und Siegen einzuschätzen“, warnt HSC-Coach Axel Schmeing. Doch eines weiß auch er: Diese neun Punkte kann ihm niemand mehr wegnehmen, das ist schon ein gutes Pfund am Saisonbeginn.

Leichte Entwarnungen bei ausgewechselten Spielern Delija und Yarhdi

Enis Delija musste nach 57. Minuten nach einem Schlag auf sein Knie vorzeitig angeschlagen ausscheiden. „Da Enis ja schon drei Kreuzbandrisse hatte, wollten wie gerade am Knie kein Risiko eingehen und haben ihn herausgenommen“, sagte Axel Schmeing nach Abpfiff. Er dürfte am Sonntag zuhause gegen Clarholz wieder mitwirken. Das gilt auch für den ebenfalls ausgewechselten Mohamed Yarhdi, der nach 70 Minuten durch Justin Pfaff ersetzt wurde. „Auch hier wollten wir nicht ins Risiko gehen, und der Spieler war wirklich sehr engagiert und aufgrund der Pause müde“, so Schmeing.

HSC am Sonntag gegen Victoria Clarholz – Änderungen beim Einlass – 500 Zuschauer zugelassen

Mit dem dritten Spiel in acht Tagen endet am Sonntag, 27. September, die erste englische Woche für den HSC. Gegner ist Aufsteiger Victoria Clarholz. Der Anpfiff durch Schiedsrichter Cengiz Kabalakli (ETuS Gelsenkirchen) erfolgt um 15 Uhr. Bei diesem Spiel sind 500 Zuschauer zugelassen. Daher gibt es keine Online-Voranmeldung mehr. Jeder Zuschauer muss sich an einer der beiden Kassen am Eingang Jahnstraße registrieren und dort Name, Anschrift und Telefonnummer hinterlassen. Die Kasse am Parkplatz Montanhydraulikstraße ist nicht geöffnet. Der HSC weist ferner darauf hin, dass im Eingangsbereich ein Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten werden muss und hier auch eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen ist. Ist die Zahl von 500 Besuchern erreicht, kann niemand mehr hineingelassen werden.

Das Fußball-Kompakt-Paket am Sonntag

Für HSC-Fans schnürt der Verein das große „Kompakt-Paket“ am Sonntag, Um 15 Uhr spielt die Erste in der Oberliga im Montanhydraulik-Stadion gegen Clarholz. Um 17.30 Uhr tritt dann die U 23 auf der Opherdicker Haarstrang-Sportanlage in der Bezirksliga gegen den Geisecker SV an.

TuS Haltern: Ubeyd Güzel, Tim Forsmann, Jan-Niklas Kaiser (80. Tobias Becker), Stefan Oerterer, Nils Eisen, Luca-Marlon Bernoth (68. Nick Schorn), Lennart Rademacher, Noah Samuel Korczowski (67. Patrick Brinkert), Enes Schick (80. Semih Gülsoy), Paul Matthias Benedikt Richter, Nico Pulver.
HSC: Kevin Beinsen, Moritz Müller, Enis Delija (57. Maximilian Venos), Marcel Duwe, Sebastian Hahne (85. René Richter), Nils Hoppe, Robin Schultze, Mohamed Yarhdi (70. Justin Pfaff), Mirco Gohr, Nico Berghorst, Lennart Uedickoven.
Tore: 0:1 (3.) Bernoth Eigentor, 0:2 (5.) Berghorst, 0:3 (52. Hahne, 0:4 (61.) Hahne.
Schiedsrichter: Lars Bramkamp (TuS Hattingen).
Zuschauer: 183.
HSC-Bestnoten: Nico Berghorst, Sebastian Hahne, Marcel Duwe, Lennart Uedickoven.

Bildzeile: Schon früh ging der HSC in Haltern 2:0 in Führung. Ein Doppelschlag, von dem sich Haltern das ganze Spiel nicht mehr erholte.

 

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