Holzwickeder SC überspringt Hürde beim Kamener SC mit 4:0

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Fußball-Krombacher Kreispokal, 1. Runde: Kamener SC (Kreisliga A 2) – Holzwickeder SC (Oberliga) 0:4 (0:1). Für eine Überraschung kam der vier Klassen tiefer spielende A-Ligist Kamener SC auf eigenem Kunstrasenplatz an der Gutenbergstraße am Samstagabend in der ersten Runde des Krombacher Kreispokals nie in Frage. Am Ende siegte der Favorit deutlich mit 4:0. Und hätte Carsten Schrader im Kasten der Kamener nicht einen Sahnetag erwischt, hätte es schnell auch noch viel öfter einschlagen können.

Bildzeile: Mit diesem Aufgebot stellte sich der Kamener SC zum Pokalspiel dem HSC.

Von Beginn an drückte der HSC und schnürte den KSC ein. Flanke René Richter auf Ferdinand Franzrahe, und der prüfte gleich mal mit einem wuchtigen Kopfball die Qualität der Latte. Dario Biancardi scheiterte komplett frei an Carsten Schrader (10.). Für die überfällige Führung sorgte dann Ferdinand Franzrahe. Nach einer Ecke und einem zu kurzen Befreiungsschlag zog der Neuzugang vom Hombrucher SV ohne zu zögern einfach mal aus 25 Metern ab (12.). Als Tim Finkhaus in der 19. Minute im Mittelfeld den Ball verlor, spurtete Abdelkarim Bouzerda Richtung HSC Tor. Sein Schuss war aber ein Schüsschen und kein Problem für Malte Hegemann. Immerhin, der Kamener SC war etwas im Spiel angekommen, nachdem man zuvor mit Deckungsarbeit mehr als genug zu tun hatte. Tim Finkhaus fand dann in Carsten Schrader seinen Meister (41.). Die beste Chance des gesamten Spiels für den Kamener SC gab es in der 44. Minute, als sich Abdelkarim Bouzerda mit einem Freistoß aus gut 20 Metern knapp am linken Pfosten vorbeischoss. Es blieb beim 1 : 0 für den Favoriten zur Halbzeit – was eigentlich aufgrund der läuferischen und spielerischen Überlegenheit der Holzwickeder eigentlich zu wenig war.

Etwas mehr Mut hatten die Trainer des Kamener SC, Ahmet Kahya und Thorsten Lenz ihrer Truppe dann in der Pause veordnet. Und in der Tat: 20 Minuten spielte der Kamener SC schön mit, ohne sich aber dicke Chancen zu erarbeiten. Aber man war durchaus „dran“. Doch der HSC ließ am Ende wenig anbrennen. Das Problem des A-Ligisten wurde nämlich immer deutlicher. Die Kräfte des Teams schwanden von Minute zu Minute. Zeitweise lagen bis zu zwei Spielern mit Krämpfen auf dem Boden. Zu groß war die Notwendigkeit gewesen, unzählige Extra-Meter zurückzulegen, um die technische und spielerische Überlegenheit des HSC irgendwie zu verteidigen.

Axel Schmeing mit richtigem Händchen für Einwechslungen

Und so startete der HSC eine aus seiner Sicht furiose Schluss-Viertelstunde. Erneut bewies dabei Coach Axel Schmeing sein Händchen für Einwechslungen. Der ins Spiel gekommene Lavdrim Jusufi bediente den Australier Connor Riley McLeod mit einem Zuckerpass – 2 : 0 (72.). Lennart Uedickoven, genesen von einer längeren Pause, ließ das 3 : 0 folgen (77.). Als dann auch noch Furkan Kücikyagci mit Gelb-Rot etwas umstritten aufgrund eines vom Schiedsrichter Paul Schütte (Hamm) gehörten „Spruches“ vorzeitig duschen durfte, wurde es noch heftiger. Nils Hoppe war ins Spiel gekommen, wurde prächtig von Lavdrim Jusufi angespielt und erhöhte auf 4 : 0 (84.). Die Spieler des Kamener SC waren nun endgültig „platt“, wehrten sich aber insbesondere in Person von Torhüter Carsten Schrader nach besten Kräften. Connor Riley McLeod (85.), Nils Hoppe (88.) und schließlich erneut Connor Riley McLeod (90.) scheiterten am Torhüter, der quasi „hin und her flog“ und alles „wegputzte“. Keine Frage: Carsten Schrader war am Samstagabend der überragende Akteur auf Seiten des Kamener SC. So blieb es beim verdienten 4 : 0 -Erfolg für den Holzwickeder SC, der damit in die 2. Runde des Kreispokals einzog.

Stimmen
Bernd Schimanski (Geschäftsführer Kamener SC): Wir haben gut dagegengehalten. Man hat aber auch gesehen, dass vier Klassen zwischen beiden Teams liegen. Die 20 Minuten nach der Pause haben mir gut gefallen. Da waren wir zumindest „dran“. Insgesamt können wir mit der Leistung gut leben. Hoffen wir, dass für den Meisterschaftsauftakt am kommenden Sonntag gegen Frömern alle wieder rechtzeitig fit werden. Glückwunsch an Holzwickede: Das war ein verdienter Sieg.
Axel Schmeing (HSC): Ich bin mit der Leistung meiner Jungs in der ersten Halbzeit hochzufrieden. Wir waren spielerisch und läuferisch sehr gut, hatten einen sehr guten Spielaufbau. Einziges Manko: Wir hätten zur Pause viel höher führen müssen. In den ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte haben wir die Struktur etwas verloren. Da war das Spiel durchaus ausgeglichen. Kompliment an den Kamener SC: Das war ein sehr gutes Spiel von denen.

Kamener SC: Carsten Schrader, Hasan Bastürk (68. Pascal Kupfer), Ahmet Cirak, Jonas Thorsten Hahn (82. Robert Kramer), Abdelkarim Bouzerda, Nico Lenz, Furkan Kücikyagci, Mücahit Kücikyagci (60. Tom Milder), Philip Denninghoff, Aziz Aktas, Kim Denninghoff.
Holzwickeder SC: Malte Hegemann, René Richter (68. Lavdrim Jusufi), Til Busemann, Robin Rosowski, Dario Biancardi (73. Lennart Uedickoven), Mischa Mihajlovic, Connor Riley McLeod, Joshua Heinrichs, Tim Finkhaus (55. Nils Hoppe), Maximilian Venos, Ferdinand Franzrahe.
Tore: 0:1 (12.) Franzrahe, 0:2 (72.) McLeod, 0:3 (77.) Uedickoven, 0:4 (84.) Hoppe.
Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot für Furkan Kücikyagci.
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Paul Schütte (Hamm).

Am Sonntag, 30. August, 15 Uhr, Test im Montanhydraulik-Stadion gegen SV Hohenlimburg 1910

Bereits am Sonntag geht es für den HSC im Testspielreigen munter weiter. Um 15 Uhr spielt der HSC im heimischen Montanhydraulik-Stadion gegen den Aufsteiger in die Westfalenliga 2, den SV Hohenlimburg 1910. Auch hier sind bis zu 300 Zuschauer zugelassen. Auch das Ballhaus und die Grillstände sind geöffnet.

Bildzeile: Der HSCer Nils Hoppe kann im Zweikampf den Ball behaupten und erzielte in der 84. Minute das 4:0..

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