Hoffnung der Tennisfreunde auf den Wiedereinstieg in den Vereinssport

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Tennis: Gehofft haben am Donnerstag (30.04.2020) der Westfälische Tennis-Verband und mit Sicherheit auch viele Tennisfreunde und Trainer in Westfalen auf einen positiven politischen Bescheid für einen vorsichtigen Wiedereinstieg in den Vereinssport. Auch wenn laut DOSB, der Sportministerkonferenz und des Landessportbundes NRW das Thema Sport mit auf der Agenda stand, ist enttäuschenderweise eine Entscheidung der Kanzlerin und der Ministerpräsidenten ausgeblieben. Die Vorzeichen von den oben genannten Institutionen ließen andere Entscheidungen erwarten.

In einem Auszug aus der Pressemitteilung vom LSB NRW heißt es daraufhin: „Aber immerhin: Die ausführliche Position der Sportministerkonferenz steht definitiv auf der Tagesordnung der nächsten Runde von Kanzlerin und Ministerpräsidenten, die bereits am Mittwoch (06.05.2020) tagt. Und die Regeln des Sports für einen Wiedereinstieg sind geschrieben. Nun ist also nochmals Geduld gefragt – auch das haben wir ja beim Sport gelernt.“

Aufnahme des Spielbetriebs wäre möglich

Auch der WTV möchte im Zuge dessen seine Position darlegen. Der Verband ist sich sicher, dass eine „corona-konforme“ Aufnahme des Betriebs in den Tennisvereinen auch schon jetzt möglich wäre. Dazu wurden den Vereinen schon am 22.04.2020 Richtlinien zu Hygieneregeln verschickt, um sich auf den Tag X vorzubereiten. Darüber hinaus hat WTV-Partner Tennis-Point aus Herzebrock-Clarholz eigens ein „Corona-Vereinspackage“ geschnürt, um auf die besondere Situation vorzubereiten und hinzuweisen. A

Wettspielbetrieb: Entscheidung am 11. Mai 2020

Bezüglich der Entscheidung über die Durchführung des Wettspielbetriebs im Sommer 2020 hat der WTV einen Fahrplan beschlossen. In der kommenden Woche treffen sich die WTV-Gremien zu eingehenden Beratungen. Am 11.05.2020 soll dann eine Entscheidung über die Durchführung des Wettspielbetriebs in Westfalen bekannt gegeben werden. Schon vor Wochen wurde der Saisonstart von Ende April/Anfang Mai in die Woche ab dem 08.06.2020 verschoben.

Tennisbezirk Ruhr-Lippe empfiehlt Spielbetrieb nicht aufzunehmen

Vom Tennisbezirk Ruhr-Lippe mit dem Unnaer Vorsitzenden Dr. Michael Ludvik an der Spitze kommt derweil die Empfehlung an den WTV, den Spielbetrieb nicht aufzunehmen. In einem Schreiben an den Verband heißt es, die Durchführung eines Mannschaftsspielbetriebs wäre unter bestimmten Umständen rechnerisch möglich. „Wir waren nicht untätig und haben trotz aller Ungewissheiten einen Plan B erstellt. In der Theorie könnten wir auf Bezirks- und Kreisebene in der Jugend am 8. Juni (U8/U10) bzw. am 11. Juni (U18) und 12. Juni (U12/U15) beginnen, im Erwachsenenbereich am 11. bzw. 13./14. Juni – jeweils die höheren Spielklassen zuerst, die niedrigeren eine Woche später.“

Bildzeile: Dr. Michael Ludvik, Vorsitzendes der Tennisbezirks Ruhr-Lippe.

Viele Rückmeldungen

Allerdings, so die Verlautbarung des Bezirks, hätten ihn viele Rückmeldungen erreicht, die die Verantwortlichen zum Schluss kommen lassen, sich für eine Absage des Mannschaftsspielbetriebs 2020 auszusprechen. „Zu viele Gründe, Bedingungen und Einschränkungen sprechen aus unserer Sicht gegen einen sportlich fairen, geordneten und vergleichbaren Ablauf. Auch für die Vereine wird es organisatorisch schwer, bei möglicher voller Auslastung der Platzanlage die nötigen Abstände und Hygienemaßnahmen aufrechtzuerhalten oder, insbesondere im Jugendbereich, Fahrten zu Auswärtsspielen zu organisieren.“

Planungssicherheit

Als Argument gegen eine Aufnahme des Spielbetriebs führt der Bezirk auch an, dass die Geselligkeit, die für viele Spielerinnen und Spieler einen wichtigen Grund für die Teilnahme am Mannschaftsspielbetrieb darstelle, in der gewohnten Form nicht möglich sei. Der Bezirk möchte den Vereinen Planungssicherheit und Spielräume geben, um vielleicht im Spätsommer Vereinsevents und Turniere zu organisieren. Hier könne ein Verein alles selbst steuern. Außerdem verweist der Bezirk darauf, dass die Tennisschulen, die seit Wochen nicht mehr aktiv sein können und somit keine Einnahmen haben, die Plätze uneingeschränkt zur Verfügung haben sollten – auch an den Wochenenden.

Lebhafte Diskussion

Das Schreiben des Bezirks an den Verband hat über das lange Wochenende eine lebhafte Diskussion in den sozialen Medien entfacht, in denen das Pro und Contra zur Tennissaison 2020 dargelegt wird. Diskutiert wird unter anderem auch darüber, ob auch in den Sommerferien gespielt werden könnte. Bislang waren die Ferien für den Spielbetrieb tabu. Angesichts der Aussicht, dass in diesem Sommer viele Leute nicht in den Urlaub fahren, erscheint vielen Tenniscracks denkbar, von dieser Regel abzuweichen. „Man könnte sicherlich in den Ferien spielen, aber auch noch danach“, ist Florian Lemke flexibel.

 

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