Hermann Leue vor neuer Herausforderung

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Tennis: Er hat sich ganz schwer getan, lange Überlegungen sind voraus gegangen. Jetzt steht die Entscheidung fest: Hermann Leute, amtierender Deutscher- und Westfalenmeister der Altersklasse 70 im Tennis, verlässt Rot-Weiß Bönen und schlägt in der neuen Freiluftsaison für den Regionalligisten TV Espelkamp auf.

Eigentlich wollte der Ur-Oberadener – er bleibt beim SuS-Tennis Mitglied und ist dort nach wie vor Sportwart – nie den Verein wechseln. Doch im Jahre 2011 musste die Seniorenmannschaft nach einer langen und erfolgreichen Ära abgemeldet werden und er schloss sich RW Bönen an. Dort erlebte der 71-Jährige im Vorjahr eine überaus erfolgreiche Saison mit den Herren 65 und der Krönung der Westfalenmeisterschaft.

Im Januar meldete sich der TV Espelkamp und unterbreitete ihm das Angebot, in der Regionalliga zu spielen. Was tun? Es folgten Gespräche mit der Familie, mit RW Bönen. Die Familie gab grünes Licht und in Bönen zeigte man Verständnis für seinen Wechsel, wenngleich das Bedauern groß war. Auch für Hermann Leue war die Entscheidung nicht einfach. „Ich habe mich bei RW Bönen stets sehr wohl gefühlt, bleibe Mitglied und gehe schweren Herzens“, verriet er. Seine Entscheidung pro Espelkamp machte er allein an der Tatsache fest, dass „es für mich noch einmal eine vielleicht letzte große Herausforderung ist, in der Regionalliga und vor allem altersgerecht in der AK 70 zu spielen.“

In Espelkamp wird der Oberadener aufgrund seiner aktuellen Ranglistenposition 13 in der Deutschen Rangliste an Nummer eins spielen und in der Regionalliga auf richtig gute Gegner treffen. Das bedeutet, dass sich Hermann Leue mit den besten Spielern Deutschlands messen wird. „Wo kann ich das außer bei der Deutschen Meisterschaft sonst?“. Er weiß aber auch um die Wahrscheinlichkeit, dass eine andere Spiel zu verlieren. Große Eingewöhnungszeit benötigt er in Ostwestfalen nicht, denn seine zukünftigen Mannschaftskollegen kennt er persönlich gut. Ob er auch unter der Woche Trainingseinheiten in Espelkamp absolviert, das lässt er aufgrund der Entfernung (140 Kilometer) noch offen. „Mal sehen, eher wohl nicht“, sein Standpunkt jetzt, „vielleicht werde ich das eine oder andere Event mitmachen. Schau`n wir mal, wie es läuft.“

 

 

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