HC TuRa „zweimal tot“, steht auf und gewinnt am Ende

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Handball-Verbandsliga. Der HC TuRa hat seine Hausaufgabe gegen Ferndorf II mit Mühe und Not erledigt und nimmt Tabellenrang drei ein.

HC TuRa Bergkamen – TuS Ferndorf II 29:27 (13:18). Ein Spiel nichts für schwache Nerven boten die beiden Spitzenteams bei ihrem Aufeinandertreffen am Samstagabend. „Wir waren schon zweimal tot“, gab Trainer „Tomek“ Rycharski nach dem Spiel zu. 45 Minuten bestimmten die Gäste aus dem Siegerland das Geschehen in der Sporthalle am Friedrichsberg und sahen mehrmals wie die sicheren Sieger aus.

Nach sechs Minuten führten die Gäste schon mit 4:1. Vor allem Kreisläufer Mattis Michel war von der TuRa-Defensive nicht in den Griff zu bekommen. Auch Torhüter Kevin Stork hatte nicht seinen besten Tag erwischt und musste schon nach 12 Minuten seinen Platz im Gehäuse des HCT räumen. Um die 20. Minute wurde erst ein Strafwurf auf TuRa-Seite vergeben und dann verletzte sich Pascal Terbeck am Knöchel und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Auch die Umstellung auf eine 6:0-Deckung brachte nichts. So konnte sich die junge Truppe aus Ferndorf auf 15:9 und 18:12 absetzen. „Da muss man dann auch mal ein Kompliment an Ferndorf machen. Hut ab, was die für einen Ball spielen.“

In der Halbzeit fielen dann in der TuRa-Kabine ein paar passende Worte. „Ich habe den Jungs gesagt, dass das was sie in der ersten Halbzeit gespielt haben, nur 40 Prozent von dem ist, was sie können. Wir haben keine Zweikämpfe angenommen, wir hatten keine Torhüterleistung, die ganze Einstellung, der Wille waren nicht zu sehen.“

Der zweite Durchgang schloss aber nahtlos an den ersten an. Nach 40 Minuten stand es 23:17 für Ferndorf. Dann allerdings besannen sich die Hausherren auf ihre Kämpferqualitäten. „Da war dann auch die Halle da, die ganze Atmosphäre war plötzlich anders.“ In dem Maße wie die Gäste nachließen, steigerte sich der HC TuRa, angefangen vom ab der 47. Minute starken Torhüter Tim „Speiche“ Faber bis zum Linksaußen Niklas Domanski. 58:15 stand auf der Hallenuhr, als Philipp Moog zum 27:27-Ausgleich einnetzte. Niklas Domanski und der beste TuRaner, Philipp Ostermann, machten dann den Deckel drauf.

„In den letzten 20 Minuten war richtig Aggressivität in der Abwehr. Auf jeden Fall hat die Mannschaft, wie schon in Westerholt, Courage und Charakter gezeigt und ist auch nach einem hohen Rückstand wieder zurück ins Spiel gekommen“, war „Tomek“ am Ende doch stolz auf seine Mannschaft.

HCT: Stork (1. – 12.), Faber (ab 12.); Nowaczyk (1), Sporbeck (1), Moog (2), Reininghaus, Terbeck (3), Webers, Kauer (1), Ostermann (7), Harbaum (1), Domanski (5), Schöße (8/2).

Bild: Nach dem kaum noch geglaubten Heimerfolg tanzt der HC TuRa ausgelkassen im Mittelkreis.

 

 

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