HC TuRa knackt die Serie gegen Oberaden – Derbysieger

HC TuRa knackt die Serie gegen Oberaden – Derbysieger

Handball-Verbandsliga HC TuRa Bergkamen – SuS Oberaden 23:22 (14:11). „Wir haben Oberaden in die Suppe gespuckt“, so der glückliche Trainer „Tomek“ Rycharski nach dem glücklichen, aber nicht unverdienten Derbysieg. Damit blieb die Serie von ungeschlagenen Spielen auf neun ausgebaut und die schwarze Serie von fünf Partien ohne Sieg gegen den Erzrivalen aus Oberaden wurde geknackt. Gleichzeitig überflügelten die „Friedrichsberger“ den SuS in der Tabelle.

Bild: Volles Haus beim Derby in der Friedrichsberg-Sporthalle.

Vor einer stattlichen Kulisse – die Anhänger in Grün-Weiß waren dabei zumindest was die Lautstärke betraf in der Überzahl – war es ein nicht gerade hochklassiges Spiel, in dem beide Mannschaften eine große Anzahl an technischen Fehlern produzierten. Das Derby lebte, wie nicht anders zu erwarten war, von den Emotionen, die teilweise von der Tribüne überschwappte. Dabei stand die Partie kurz vor dem Abbruch, da aus dem Oberadener Block, der durch eine stattliche Anzahl von Anhängern der Fußballer des SuS Kaiserau verstärkt wurde, mehrfach Gegenstände auf das Feld flogen.

Bild: Eine stattliche Zahl von Spielern des SuS Kaiserau feuerten den SuS Oberaden an. Die beiden SuS-Clubs verbindet eine Fan-Freundschaft.

Beide Teams begannen mit den zu erwartenden Aufstellungen. Die Gastgeber praktizierten ihre 4:2-Deckung und der SuS nahm von Beginn an Goalgetter Pascal Terbeck in eine offensive Deckung. Allerdings kassierte Terbeck schon frühzeitig (10. Minute) die zweite Zeitstrafe und wurde danach in der Abwehr durch Lukas Altenberg ersetzt. Im Angriff konnte er erst kurz vor Ende der ersten Halbzeit sein erstes Tor bejubeln.

Den ersten Treffer erzielten die „Cobras“, danach blieb das Spiel bis zur 10. Minute beim 5:5 ausgeglichen. Daraus machten aber die Gäste innerhalb von vier Minuten ein 8:5. TuRa aber glich zum 8:8 wieder aus und ging seinerseits bis zum Pausenpfiff in Führung.

Nach dem Seitenwechsel schien der HCT das Spiel beim Stande von 18:13 (43.) für sich entschieden zu haben. „Da haben wir aber wieder versäumt, den Sack zuzumachen“, bedauerte „Tomek“, dass Oberaden wieder auf 19:18 herankam. Beide Torhüter, Tim Faber auf TuRa-Seite und Marvin Makus (SuS), bewahrten dabei durch eine überragende Leistung ihre Farben vor mehr Gegentoren. Der Tabellenzweite vom Römerberg schaffte es aber nicht mehr auszugleichen, obwohl dazu mehrfach die Möglichkeit bestand. Bezeichnend der Wurf von Fabian Lauber beim Stand von 20:21 (54.), der von einem Innenpfosten an den anderen sprang und dann nicht im Tor landete.

Bild: Zählte zu den stärkeren Oberadener Spielern – Lauris Hajduk (re.).

Als auch der letzte Angriff der „Cobras“ verpuffte, brach unheimlicher Jubel unter den Roten aus. Besonders geherzt wurde danach Torhüter Faber, dem die Mannschaft einen großen Teil des Sieges verdankte.

„Man hat gesehen, was man mit Leidenschaft, Emotionen und Einstellung schaffen kann. Nur 22 Gegentore gegen Oberaden ist schon gut. Auf beiden Seiten gab es viele technische Fehler, aber wir haben wahrscheinlich einen weniger gemacht. Nach 60 Minuten war es ein verdienter Sieg. Es war ja eigentlich ein Auswärtssieg“, setzte „Tomek“ mit einem Grinsen hinzu und verwies damit auf die Lautstärkenanteile der beiden Fanlager.

„Dass das Glück aufgebraucht ist, hatten wir ja schon vorher gesagt. Bei sechs, sieben Chancen hätten wir den Punch setzen können. In Überzahl schaffen wir es nicht, den Ball sauber weiterzuspielen. Hinten machen wir ein ziemlich gutes Spiel. Verloren haben wir es Ende der ersten Halbzeit bis zur 45. Minute, weil wir es nicht schafften in die Tiefe zu kommen. Wir schenken TuRa acht, neun leichte Gegenstöße, die uns das Genick brechen. Ein Sieg für uns wäre nicht verdient gewesen, ein Unentschieden vielleicht gerecht“, so der enttäuschte SuS-Trainer Alex Katsigiannis nach dem Spiel.

Bild: Der TuRaner Leon Fülber (re.) erzielte zwei Treffer für seine Farben.

Für die „Cobras“ bleibt keine Zeit, die Wunden zu lecken, denn schon am kommenden Dienstag (19.30 Uhr) steht das Nachholspiel in Harsewinkel auf dem Programm, dessen Trainer, der Ex-TuRaner Manuel Mühlbrandt, ebenso in der Halle war, wie Florian „Totti“ Schöße, den der Spielverlauf nach eigener Aussage mehr angestrengt hat, als wenn er selber gespielt hätte.

Nächstes Spiel für den HC TuRa ist die Partie am kommenden Sonntag, (18.3.; 18 Uhr) in Emsdetten.

HC TuRa: Stork (n.e.), Faber; Nowaczyk (7/4), Moog, Terbeck (4), Webers (1), Ostermann (3), Schumann (n.e.), Domanski (6), Fülber (2), Altenberg.
SuS: Klepping (nur bei zwei Strafwürfen), Makus; Lauber (5/3), Hajduk (5), Noe, Herold (2), Fehring (2), Katsigiannis (3), P. Stennei (5), Roth, Braach (n.e.), B. Stennei, Holtmann (n.e.), Roßfeldt.
Bestnoten: Faber, Domansk; Makus, Hajduk.

Bild: Am Ende war der Siegerjubel der TuRaner groß.

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1 Comment

  1. RANGO

    2. gegen 4. Derby hin oder her. Das Spiel hat leider gezeigt, wie schwach das Niveau und der Vl Staffel 1 ist. Die Stimmung war dafür natürlich riesig, aber handballerisch laufen da ja wirklich ein paar Jungs rum, die max. Bezirksliga Niveau haben.

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