Handball-Vorschau

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Frauen-Verbandsliga

HCT darf Auswärtsspiel nicht unterschätzen

Mit drei Punkten Vorsprung thront TuRa Bergkamen vor Verfolger Oberlübbe an der Tabellenspitze der Verbandsliga Staffel 1. Komfortabel? Ja. Dennoch steht noch das ein oder andere schwierige Spiel auf dem Plan, so dass man beim Team von Trainer Ingo Wagner (Bild) den Aufstieg in die Oberliga keinesfalls schon als beschlossene Sache sehen kann.

Am Samstag um 17.30 Uhr steht die erste nicht zu unterschätzende Partie in Minden gegen die HSV Minden-Nord II an. Zwar ist Minden „nur“ Tabellensiebter und der HCT gewann das Hinspiel mit 30:24, allerdings tat sich TuRa, wenn sie sich dieses Jahr überhaupt schwer taten, immer auswärts schwer. Die nächsten zwei Punkte auf dem Weg in die Oberliga dürften also erneut hart umkämpft sein.

In Staffel 2 trifft der Tabellenfünfte Königsborner SV auf den Tabellenletzten Teutonia Riemke II (Samstag, 19.30 Uhr in Riemke) . Das Hinspiel in eigener Halle gewann der heimstarke KSV deutlich mit 30:23, allerdings tut sich auch das Team von Thomas Swoboda auswärts teilweise schwer. Das anstehende Duell mit dem „Kellerkind“ Riemke sollte jedoch trotzdem gewonnen werden.

Nur drei Punkte Vorsprung auf eben diese Riemker Mannschaft hat momentan der wiedererstärkte TVG Kaiserau. Dieser muss ebenfalls am heutigen Samstag um 19.30 Uhr in Brambauer ran. Sicherlich eine deutlich schwierige Aufgabe als das Königsborner Auswärtsspiel in Riemke. Dennoch zeigte der TVG, dass bei einer engagierten Leistungen sogar gegen die Topmannschaften der Liga etwas drin ist. Trainer Martin Centini fordert eine bessere Chancenauswertung um einen Sieg mitnehmen zu können.

Herren

Endspielcharakter am Friedrichsberg

Landesliga. HC TuRa Bergkamen II – VfB Altena (Samstag, 19.15 Uhr). Während in Oberaden fast zeitgleich zwei Mannschaften darum kämpfen, aus der Landesliga zu „fliehen“, kämpfen am Friedrichsberg zwei Teams darum, in eben dieser bleiben zu dürfen. Es trifft der Tabellenletzte (TuRa) auf den Vorletzten, der bei einem Sieg schon fünf Punkte Vorsprung auf Bergkamen hätte. „Bei einer Niederlage sieht es düster aus“, weiß auch TuRas Trainer Wilfried Weigel. Der HCT bekommt jedoch Verstärkung: Neuzugang Patrick Maschewski ist erstmals spielberechtigt und Benedikt Müller wird erneut für die Reserve auflaufen. Bei einem Heimerfolg würde sich Bergkamen im Abstiegskampf zurückmelden.

HSG Schwerte-Westhofen – HC Heeren (Sonntag, 17.30 Uhr). Deutlich befreiter und ohne jeden Druck können die beiden Mannschaften aus Schwerte und Heeren am Sonntag nachmittag auflaufen. Beide stehen im oberen Tabellenmittelfeld. Heerens Trainer Kai Harbach muss gegen seinen Ex-Verein auf Linksaußen Franco Busacca verzichten. Der Einsatz von Haupttorschütze Darius Nowaczyk ist zudem fraglich. Obwohl die Begegnung weder im Aufstiegs- noch im Abstiegskampf von Bedeutung ist, dürfen sich die Zuschauer auf ein flottes Spiel freuen: Das Hinspiel endete 44:40 für den HCH und gerade in heimischer Halle ist Schwerte für seinen offensiven Handball bekannt. Es dürften also wieder einige Tore fallen.

Zwei Derbys und Abstiegskampf pur in den heimischen Gefilden

Bezirksliga. Irgendwie ist keine Mannschaft der fünf heimischen Bezirksligisten so richtig aus dem Abstiegskampf raus. Zwar hat die HSG Unna einen kleinen Vorsprung, muss bei einer Niederlage am Sonntag beim TuS Eintracht Overberge (17.30 Uhr) jedoch auch wieder nach unten schauen. Overberge hingegen braucht die Punkte noch dringender: Der erste Abstiegsplatz ist nur zwei Punkte entfernt. In diesem Duell wird die HSG weiter auf den Langzeitverletzten Michel Muhr verzichten müssen.

Eine ähnliche Ausgangslange findet sich auch beim zweiten Derby, wenn am Sonntag um 18 Uhr der VfL Kamen bei der SG Massen antritt: Der VfL hat sich durch zwei Siege in Folge von den Abstiegsplätzen geschossen und hat wie Overberge zwei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Die SG Massen hat 17 Zähler, damit einen mehr als der VfL. „Das ist für beide Mannschaften Abstiegskampf pur“, weiß Kamens Trainer Dirk Block, der einen Sieg als durchaus möglich ansieht. Verzichten muss Kamen weiterhin auf den verletzten Spielmacher Steven Vogt sowie auf den urlaubenden Moritz Keck.

Und auch im dritten Spiel der heimischen Bezirksligisten geht es um alles: Wenn der TuS Jahn Dellwig am Samstag um 19.30 Uhr beim Ligaprimus Soester TV II antritt, muss schon alles passen, damit er die Punkte mit nach Hause nehmen kann. Diese Punkte hätte Dellwig jedoch absolut nötig: Mit ebenfalls 17 Zähler ist Dolberg auf dem ersten Abstiegsplatz nur drei Punkte entfernt. Dellwig wird jedoch auf fünf Spieler (unter anderem Spielmacher Tim Severin) verzichten müssen, so dass das Team von Oli Maaßen mit gedämpften Hoffnungen zur Börde fährt, auch wenn das Hinspiel nur denkbar knapp mit 31:32 verloren ging. SV

 

 

 

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