Handball-Kreisliga: Spitzengruppe am Ende der Hinrunde breit gefächert – VfL gewinnt Kamener Stadtduell

337

Handball: In der Kreisliga Hellweg raubt der SuS Oberaden III Aufsteiger SCE Heeessen durch den deutlichen 38:27-Sieg die alleinige Herbstmeisterschaft und hält sich weiter in den Spitzengruppe auf. Diese ist zum Ende der ersten Serie breit gefächert, denn vom ersten Tabellenplatz bis zum Platz sieben, wohin sich der Hammer SC II geschoben hat, besteht mal  gerade ein Punktunterschied von vier Zählern, was auf eine spannende Rückrunde schließen lässt. Die zum Verfolgerfeld zählenden Dolberger kamen kampflos zu zwei Punkten, da der TuS Anröchte nicht antrat.

SuS Oberaden III – SCE Heessen 38:27.
Zum Ende der Hinrunde erwies sich der SuS Oberaden als Stolperstein für die Heessener. Die schlugen alle Warnungen in den Wind und präsentierten sich zu pomadig und behäbig, um den unberechenbaren Oberadenern Paroli zu bieten. Verliefen die ersten zehn Minuten mit 5:5 noch ausgeglichen, trat der Tabellenfünfte in den verbleibenden zwanzig Minuten vor dem Pausenpfiff immer selbstbewusster auf und starteten mit einem deutlichen 20:12-Vorsprung in den zweiten Spielabschnitt. Wer ein Aufbäumen des Tabellenersten in der zweiten Halbzeit erwartete, sah sich getäuscht. Die Oberadener beherrschten weiter das Spielgeschehen und ließen den Hammer Vorstädtern keine Entfaltungsmöglichkeit. Mit zehn Treffern wurde Nico Schäfer zum erfolgreichsten Torschützen beim Sieger.
SuS Oberaden: Caspari, Linpinski – Heinz (4), Meier (2/2), Matthies (2), Gonschewski (1), Lohmeier, Schäfer (10), Jaszmann (3), Junge (2), Ratzke (2), Neureiter (5), Rau (1), Bober (4)

VfL Kamen II – TuS Westfalia Kamen 29:26.
Auch wenn der TuS Kamen als Tabellensiebter als Unterdog in das Stadtduell ging, brachte er eine große Moitivation in die Halle am Koppelteich mit. Mit einer sattelfesten Abwehr ließ das Team von Tobias Liedschulte dem Nachbarn wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Dieser geriet nach einem 7:7-Zwischenstand nach sechzehn Minuten 7:9, 8:10 und 9:12 in Rückstand und lag beim 11:14-Pausenstand noch mit drei Toren hinten. Doch die Westfalia machte beim Wiederanpfiff nicht da weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatte. Mit umgestellter Deckung bekam der VfL den Stadtrivalen immer besser in den Griff und drehte das Spiel in eine 17:15-Führung. Beim 20:20 nach 45 Minuten versprach das Spiel weiter Spannung. Da die Abwehr der Westfalia nicht mehr so sicher stand wie im ersten Durchgang, verschaffte sich der VfL Kamen wieder eine Dreitore-Führung, an der die Liedschulte-Schützlinge nicht mehr rütteln konnten. Da nützte auch die doppelte Manndeckung nichts. Mit drei Toren Führung ging der Derbysieg an den Tabellenzweiten VfL Kamen.
VfL Kamen: T. Kissing, Armonat – Justus Keck (7/6), Nürnberg (1), Hohl (1), Eilert, Julian Brand (4), Blickling, Ligges (10), Nie (1), Drees, Tim Brand (4), Filbrandt (1)
TuS Westfalia Kamen: Korte, Müller – Wunder, Lehnen (1), Henne, Eckmann, Thom (8), Koller, Bülte, Friese (1), Papenberg, Kowalski (5), Witt (3), Lunke (7/1) Penning

SGH Unna Massen II – Lüner SV 30:27.
In der Massener Halle an der Mittelstraße zog die Spielgemeinschaft schließlich noch den Kopf aus der Schlinge. Aber geschenkt bekamen die Mannen um Benjamin Lieciejewska und Tim Severin vom Bezirksliga-Absteiger aus Lünen nichts. Bevor die Seiten mit 14:14 gewechselt wurden, mussten sich die Kreisstädter lange Zeit mit einem Rückstand, der teilweise drei Tore betrug, abfinden. Daran sollte sich auch in den ersten 20 Minuten nach dem Wechsel nichts ändern, denn der Gast aus Lünen ließ nicht locker. Erst in den letzten zehn Minuten bekam Unna Massen das Spiel besser in den Griff, erspielte sich zunächst einen 26:23-Vorsprung und ließ sich das Heft bis zum Schlusspfiff nicht mehr aus der Hand nehmen. Damit gehört die gastgebende Mannschaft zum Dreigestirn, das mit 18:8 Punkten an der Spitze steht.

RSV Altenbögge II – ASV Hamm-Westfalen IV 27:34.
Nach den Niederlagen in den letzten Spielen der ersten Serie befinden sich die Altenbögger als Zwölfter in Abstiegsnot. Mit dem besseren Start verschaffte sich der Tabellensechste aus Hamm einen Vorsprung von vier Toren, der sich zum Ende des ersten Durchganges mit 18:11 noch weiter erhöhte. So sehr sich die RSVer auch nach der Pause bemühten, der Rückstand konnte nur geringfügig abgebaut werden und betrug meistens fünf und sechs Tore. An der klaren Führung der Hammer änderte sich bis zur Schlusssirene nichts. Die neun Treffer von Janosch Korkowski konnten die Altenbögger nicht vor einer Niederlage bewahren. Sebastian Pannott (8) traf beim Gast am besten.“Wir haben die ganze Zeit ordentlich mitgespielt, aber das hat nicht gereicht, um Hamm in Verlegenheit zu bringen“, äußerte sich RSV-Trainer Sascha Feldhaus zum Spiel und lobte den Gegner, der über 60 Minuten das abrief, was sein Team nur phasenweise zeigte.
RSV Altenbögge: Karlin, Peitz; Nitsch (3/1), Altner (1), Herr (2), Bajramovic (2), Pieper, V. Korkowski (6), Lakony, J. Korkowski (9/3), Breulmann (1), Hübener (1), Lublow (1), Kornrumpf (1)

TV Beckum II – Hammer SC II 20:21.
Die Siegesserie der Hammer hält weiter an. Aber in der Beckumer Jahn-Halle bekamen die Schützlinge von Axel Nickol und Arnim Westendorf nichts geschenkt. Mit 3:1 und 6:2 fand der HSC zwar gut ins Spiel, doch bevor es mit einem 9:7 für die Gäste in die Pause ging, blieb das Spielgeschehen offen und konnte sich der beiden Punkte keineswegs sicher sein. Die von Hamm zu Beginn der zweiten Halbzeit erspielte 13:10-Führung waren noch lange kein Freibrief für einen Sieg. Vielmehr ließ der TV Beckum nicht locker, glich Mitte der zweiten Halbzeit zum 16:16 aus. Schließlich bekam der HSC doch die Kurve und behauptete trotz Unterzahl eine knappe Führung.

HSG Soest – Soester TV III 38:39.
Der in die Börde-Halle verlegte Lokal-Schlager schloss der STV, der froh ist, die erste Serie überhaupt überstanden zu haben, durch das Tor von Michael Kynast erfolgreich ab. Daran konnte auch der Anschlusstreffer von Marco Keller 18 Sekunden vor Schluss nichts ändern. Das Kellerduell verlief alles andere als langweilig, schließlich brachte es eine Menge Spannung mit sich. Bevor die HSG mit einem 16:15-Vorsprung in die Halbzeit ging, wechselte die Führung mehrfach. Dafür, dass neun Spieler aus dem 16er-Kader fehlten, verkaufte sich die Mannschaft gegen einen in Bestbesetzung angetretenen STV recht achtbar und hätte einen Punkt verdient“, lobte HSG-Trainer Michael Eckey sein Team.
HSG Soest: Wennemers, Wanzke, Linnhoff (5), Kellner (5), Albers, Brinkwirth (29, Kassing (8), Esken, Scharf (2), Bügler (5/1), Preuss (8/1), Milke
Soester TV: Sosna, Witthaut – Steinweg, Birkenfeld (2), Dörnemann (3), Schräder (4), Mathis Stoppelkamp (1), Jan Stoppelkamp (7/3), Jungmann, Kynast (4), Schröder (6/3), Voss-Fels (7), Vahle (2), Kindt (3).

 

 

 

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.