Handball-Kreisliga: Spannung „oben“ bleibt hoch

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Handball-Kreisliga: Die Spannung in der Kreisliga Hellweg bleibt hoch. Durch die Patzer von SGH Unna Massen II beim Soester TV III und SV Eintracht Dolberg II beim Lüner SV schiebt sich die Spitze weiter zusammen. Vier Teams weisen ein Punktkonto von 20:10 auf. Mittendrin der SuS Oberaden III, der beim Hammer SC II 27:23 siegte.

Soester TV III – SGH Unna Massen II 31:20
Das Aufeinandertreffen Titelverteidiger gegen den aktuellen Tabellenführer endete mit einem deutlichen Sieg des Vorjahresmeisters. Ging Unna Massen im Hinspiel noch als klarer 34:25-Sieger vom Feld, bot sich am Samstagnachmittag das umgekehrte Bild in der Soester Berufskolleg-Halle. Personell besser ausgestattet als im Hinspiel übernahm Soest nach zehn Minuten die Führung mit 6:4, konnte aber nach einem 13:8-Zwischenstand keine weiteren Akzente setzen und ging mit 14:11 in die Pause. Für den Gast aus der Kreisstadt war damit noch nichts verloren. Der Start in die zweite Halbzeit verlief alles andere als wunschgemäß. Nach acht Minuten erspielte sich der Soester TV, der drei A-Jugendliche im Aufgebot hatte, einen Vorsprung von acht Toren beim 20:12.  In der 50. Minute wuchs Unna Massens Rückstand auf zehn Tore an. Damit waren die beiden Punkte endgültig verloren, die Spitzenposition muss sich die Spielgemeinschaft mit SuS Oberaden III, ASV Westfalen IV  und Aufsteiger SC Eintracht Heessen teilen.

TuS Westfalia Kamen – TV Beckum II 32:18
Der siebte Saisonerfolg kommt für TuS Westfalia Kamen zur rechten Zeit, zumal es sich um einen Gegner handelt, der unten drin steht und sich  Kamen mit den zwei Zählern Luft verschafft. In der Gesamtschulhalle, wohin diesmal ausgewichen werden musste, verliefen die ersten zwanzig Minuten ausgeglichen. Zum Ende der ersten dreißig Minuten verschafften sich die Kamener etwas Luft und ging mit einem 13:9-Vorsprung in die Pause. Dort lief es immer besser für die heimische Mannschaft, denn das 21:12 nach neun Minuten waren ein gutes Polster für die Mannschaft von Tobias Liedschulte. Auch in der verbleibenden Spielzeit ließ Gastgeber Kamen nichts mehr anbrennen und brachte ein klares Ergebnis über die Zeit. Mit neun Toren hatte Max Koller den größten Anteil am Kamener Erfolg.

RSV Altenbögge II – VfL Kamen II 22:22
Die auf Platz fünf zurückgefallenen Kamener trafen in Bönen einen ganz anderen Gegner an als im Hinspiel, wo beide Punkte mit einem deutlichen 32:23-Sieg eingefahren wurden. Aber es sah lange Zeit nicht schlecht für die Kamener Mannschaft aus. Justus Keck brachte die Gäste nach zweiundzwanzig Minuten 11:6 vorne und als die Seiten gewechselt wurden, gehörte den Kamenern mit 13:9 immer noch  die Führung. Bis dahin deutete alles darauf hin, dass beide Zähler nach Kamen wandern würde, denn Kamens Vorsprung betrug in der 44. Minute 18:13. Vogt, Janosch Korkowski (2) und Yannik Nitsch hielten den RSV im Spiel. „Am Ende haben wir eine doppelte Strafzeit von Ricco Schröder und Tino Stracke überstanden“ lobte Trainer Sascha Feldhaus, der mit der Besetzung der Außenpositionen das richtige Händchen hatte, seine Mannschaft.  In Unterzahl brachte Herr die Altenbögger in Führung. Kamen zog durch Lenzmann 43 Sekunden vor Schluss gleich und sorgte dafür, dass wenigstens ein Punkt nach Kamen wanderte.
RSV Altenbögge: Peitz, Karlin – V. Korkowsky (2), Nitsch (3), Herr (3), Bajramovic (1), Pieper, Vogt (2), Isenbeck (2), J. Korkowski (5), Lublow (2), Schröder, Stracke
VfL Kamen: T. Kissing, Armonat – Justus Keck (9/7), Nünrnberg, Lenzmann (7), Eilert, Julian Brand, Blickling, Nie, Drees (1), Tim Brand (3), Filbrandt

Hammer SC II – SuS Oberaden III 23:27
SuS Oberaden ist im neuen Jahr noch ohne Niederlage und fuhr in der Voß-Halle den vierten Sieg in Folge ein und zieht damit mit Unna Massen II, ASV Hamm-Westfalen IV und Heessen gleich. Hamm ging mit voller Bank ins Spiel und hielt das Spielgeschehen lange Zeit offen. Dass die Partie bis zum Pausenpfiff elfmal ausgeglichen stand, zeigt die Ausgeglichenheit beider Teams. Daran änderte sich auch bis Mitte der zweiten Halbzeit nichts, wo es 19:19 stand. Neureiter, Junge und Nico Schäfer verschafften dem SuS Oberaden bis zur 50. Minute eine 22:19-Führung, ein wichtiger Grundstein für den Gästesieg. Zwischendurch betrug die Führung fünf Tore, Hamm kam nur auf vier Tore heran und brachte den doppelten Punktgewinn nicht mehr in Gefahr.
SuS Oberaden: Caspari, Lipinski – Heinz (2), Meier, Gonschewski (2), Schäfer (5), Jaszmann (5), Junge (5),  Neureiter (7), Bober (1) .

TuS Anröchte – SCE Heessen 26:27
Kilian Kohlhaas sorgte zwei Minuten vor dem Abpfiff mit dem 27. Treffer für die Gäste aus  dem Hammer Vorort dafür, dass die Heimserie Anröchtes riss. In der harzfreien Anröchter Halle entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes und attraktives Spiel, in dem  die Abwehrreihen dominierten. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Anröchte nahm schließlich eine 12:10-Führung mit in die Pause. Bei dem ausgeglichenen Spielstand blieb es auch weiterhin bis zur Mitte der zweiten Halbzeit. Als die Hallenuhr die 49. Minute anzeigte, lag die Mannschaft von Trainer Reudenbach mit vier Toren vorne. Nachlässigkeiten im Angriff und Nichtausnutzen von Chancen im Anröchter brachte die Heessener, denen am Ende auch noch der Siegtreffer gelang, ins Spie und zum Sieg.

ASV Hamm-Westfalen IV – HSG Soest 34:21
Deutlicher als beim 25:21 im Hinspiel fiel der Hammer Sieg in der heimischen Steinhalle aus. Für die am Schluss der Tabelle stehenden Soester weitet sich die Negativserie auf sieben Niederlagen in Folge aus. Die knapp besetzten HSGer hielten zwölf Minuten mit einem 7:7-das Ergebnis offen. Bis zur Halbzeit wuchs Hamms Vorsprung nicht wesentlich an, so dass beim 14:11 durchaus noch eine Wende möglich war. Doch nach der Pause zog der ASV das Tempo an, zog auf 22:14 davon und lag zehn Minuten vor dem Ende erstmals mit zehn Tore vorne und ließ nichts mehr anbrennen.

Lüner SV  – SV Eintracht Dolberg II 36:23
Fielen die Kräfteverhältnisse im Hinspiel in Dolberg mit einem 30:30 wesentlich gleichwertiger aus, verzeichnete der Lüner SV in der heimischen Rundturnhalle ein Plus.  Mit einem deutlichen Endergebnis, das Dolberg erneut einen Rückschlag bringt, sackten die Lüner beide Punkte ein. Danach sah es in der ersten Viertelstunde nicht aus, denn da lag Lünen nur mit 9:8 in Führung.  Bevor der Pausenpfiff ertönte, hatte sich der Lüner SV einen 15:10-Vorsprung erspielt. Mit einem 16:12 ging es in die Halbzeit. Auch nach dem Wechsel kamen die Dolberger nicht mehr zur Geltung. Nach elf Minuten trennten beim 24:14 beide Teams zehn Tore voneinander. Am Ende musste Dolberg ziemlich deutlich die Segel streichen.

 

 

 

 

 

 

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