Handball-Kreisliga: Nach dem 5. Spieltag bildet sich ein Spitzentrio -TuS Westfalia Kamen trägt die Rote Laterne

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Handball: Am 5. Spieltag, die Partien HSG Soest gegen TV Beckum II und das Hammer  Derby Hammer SC II und ASV Hamm-Westfalen IV wurden verlegt, ergibt sich eine überraschende Konstellation an der Spitze der Handball-Kreisliga Hellweg. Der Vorjahresachte VfL Kamen II bildet nach dem Sieg gegen Unna-Massen II zusammen mit dem bezwungenen Nachbarn aus Unna und Aufsteiger SC Eintracht Heessen mit 8:2 Punkten das Spitzentrio. Dass VfL-Nachbar TuS Westfalia Kamen die rote Laterne übernehmen musste, ist ebenso ungewöhnlich.

Soester TV III – SuS Oberaden III 33:31.
„Soest will punkten, um nicht unnötig in Stress zu geraten“. Das hatte Michael Kynast, der zusammen mit Markus Behrens für die Soester verantwortlich ist, vor dem Spiel als Devise ausgegeben. Das Team von Jürgen Klönne aus Oberaden bekam es am Samstag in der Sporthalle des Börde-Berufskollegs zu spüren. Wenn auch mit knappen Führungen gehörte die erste Halbzeit den Gästen aus Oberadeng. Daran änderte sich auch im zweiten Spielabschnitt nichts, ehe Soest nach fünfzig Minuten mit 28:24 in Führung ging. So sehr sich die SuS-Dritte auch mühte, in den zehn Schlussminuten konnte das Spiel nicht mehr gedreht werden.
Soester TV: Sosna, Witthaut – Dörnemann (6/2), Jaschke, Jochheim, Jan Stoppelkamp (6/1), Jungmann (1), Kynast (2), Niehage (2), Schröder (5), Schwinn (2), Finn Voss-Fels (8), Schlüter, Behrens (1)
SuS Oberaden: Caspari, Lipinski – Meier (5), Matthies (4), Gonschewski (1), Lohmeier (1), Schäfer (10/1), Heinz (3), Junge (1), Ratzke (5), Bober (1).

VfL Kamen II – SGH Unna Massen II 24:23
Michael Muhr, der in den letzten 61 Sekunden dem bisherigen Spitzenreiter aus der Kreisstadt wegen einer roten Karte fehlte, warf drei Sekunden vorher seine Mannschaft 23:22 in Front. Doch das sollte nicht reichen, denn Kamen nutzte die letzten Minuten zu zwei Toren zum knappen doppelten Punktgewinn und eroberte damit die Tabellenspitze. Es war ein intensives Spiel am Samstagabend in der Halle am Koppelteich. Julian Brand warf nach 20 Minuten erstmals eine 11:7-Führung für Kamen heraus. Doch beim 12:11 in der Halbzeit war Kamens Vorsprung fast aufgebraucht. Mit dem 18:13 fünf Minuten nach dem Wechsel schien Lukas Nie Kamen auf die Siegerstraße gebracht zu haben. Doch die Gäste aus der Nachbarstadt waren nicht gewillt, die weiße Weste herzugeben. Sie holten sich acht Minuten vor dem Ende die Führung zurück, aber die spannende Endabrechnung sah dann doch anders aus.

RSV Altenbögge II – Eintracht Dolberg II 23:29.
Sascha Feldhaus, der Peter Hadamik nach vier Spieltagen auf der Trainbank des vorjährigen Aufsteigers Altenbögge ablöste, blieb ein erfolgreicher Trainereinstand versagt. Vizemeister Dolberg kommt immer besser in die Saison und nahm die Saisonpunkte sechs und sieben mit nach Hause. RSV Altenbögge, der erstmals Bernd Lublow wieder im Aufgebot hatte, hielt das Spielgeschehen lange Zeit offen, geriet aber in den letzten vier Minuten vor dem Wechsel 11:15  ins  Hintertreffen. Yannik Nitsch (4/1) ließ mit dem 21:18 achtzehn Minuten vor dem Ende Altenbögge wieder neue Hoffnung schöpfen. Das bessere Ende mit sechs Treffern Vorsprung  hatte der Gast aus Dolberg, der insgesamt den stabileren Eindruck machte, für sich.

TuS Westfalia Kamen – SCE Heessen 27:36.
Die Mission von Tobias Liedschulte auf der Trainerbank der Westfalia ist bisher noch nicht von  Erfolg gekrönt. Dabei konnten sich die ersten dreißig Minuten durchaus sehen lassen. Die zahlreichen Zuschauer in der Ebert-Halle sahen Kamen am Sonntagabend nach zwölf Minuten 9:3 in Führung gehen. Doch dann bröckelte das TuS-Spiel. Der Neuling aus dem Hammer Vorort ergriff mehr und mehr die Initiative und marschierte mit einem 15:15-Gleichstand in die Pause. Heessens Trainer Eray Aydogdu schien in der Halbzeit die besseren Worte gefunden zu haben. Die Gäste starteten mit einem 18:15-Vorsprung in den zweiten Spielabschnitt. Egal was die Kamener unternahmen, dem Rückstand lief man immer hinter her, da Heessens Torwart Jan Simon ein zusätzliches Hindernis war. Da halfen auch die acht Tore von Lunke den Kamenern nicht. Mit einem deutlichen Ergebnis verließ Heessen die Halle. Daniel Strohmeier war mit zehn Treffer Heessens erfolgreichster Werfer.
TuS Kamen: Müller, Zylka – Wunder (2), Lehnen (2), Garand (n.e.), Eckmann (2); Thom (1), Koller (2), Bülte, Papenberg (n.e.), Kowalski (3), Witt (4), Lunke (8/3), Steinhüser (3/3), Penning.

Lüner SV – TuS Anröchte 31:22.
Dass der TuS Anröchte am Ende noch mit einer so deutlichen Niederlage die Halle des Städtischen Gymnasiums verlassen muss, war anfänglich nicht zu erwarten. Die Mannschaft von Trainer Reudenbach vier Fünftel der ersten Halbzeit das Spielgeschehen, lag 3:0, 7:3 und 10:7 vorne. Doch zum Ende der ersten Halbzeit drehte der Lüner SV das Spielgeschehen und nahm eine 13:12-Führung mit in die Pause. Doch in der zweiten Halbzeit kam der Gast aus dem östlichsten Bereich des Kreises auf keinen grünen Zweig. Nach dreizehn Minuten betrug Lünens Vorsprung beim 24:14 zehn Tore. In der verbleibenden Zeit konnte Anröchte das Ergebnis nur geringfügig mildern.

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