Handball-Bezirksliga: VfL Kamen nimmt Lüner Hürde – Niederlagen für den HC TuRa II und Heeren

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Handball-Bezirksliga: In den Samstagspielen war nur der VfL Kamen in Lünen erfolgreich. Schlusslicht HC TuRa Bergkamen II war in Ahlen nah dran am zweiten Saisonsieg. Beim TV Soest II war HC Heeren nur eine Halbzeit auf Augenhöhe.

Ahlener SG III – HC TuRa Bergkamen II 25:24 (12:13).
Eine unnötige Niederlage erlitten die Mannen um Trainer Lars Stratmann. Seine Truppe kam jedoch schlecht ins Spiel, bedingt auch dadurch, dass Thomas Rycharski sofort in Manndeckung genommen wurde. So nahm Stratmann Mitte der Halbzeit beim Stand von 3:6 seine erste Auszeit. Danach lief es besser, jedoch wurden immer noch nicht die durch die Manndeckung entstehenden Lücken in der Ahlener Abwehr konsequent genutzt. So dauerte es bis zur 23. Minute, wor Rycharski den Ausgleich erzielen konnte. Weitere Treffer von Faulstich, Goslawski und Rösener sorgten für die knappe Halbzeitführung der Gäste. Zu Beginn der zweiten Hälfte lief es beim HC wie geschmiert. Binnen zehn Minuten hatte man sich eine Drei-Tore-Führung herausgeschossen, die man jedoch binnen drei Minuten leichtfertig und unnötig  wieder abgab. Bereits hier begannen die TuRaner so Stratmann, „ihr eigenes Süppchen zu kochen“. Nun entwickelte sich ein Spiel mit dauernd wechselnden Führungen. Fünf Minuten vor Schluss schienen die Gäste auf der Siegerstraße,  lagen  mit zwei Toren in Front. Doch eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Faulstich kurz vor Ende der Partie ließ die Ahlener noch einmal in Führung gehen, die sie dann auch nicht wieder abgaben.
HCT-Trainer: Lars Stratmann: „Eine unnötige Niederlage, die weh tut. Wenn nicht Mitte der zweiten Halbzeit jeder geglaubt hätte, sein eigenes Süppchen kochen zu müssen, hätten wir als Sieger die Platte verlassen. Bezeichnend auch, dass Thomas Rycharski die meisten Tempogegenstöße gelaufen ist und das ohne jede Unterstützung.“
HC TuRa Bergkamen II: Bommer, Wrenger, Nitsch, Schaefer, Falulstich 4, Goslawski 1, Wedemeyer, Leder 8, Konwert, Maschewski, Stratmann, Rösener 6, Lambrecht, Rycharski 5(1/1).

Lüner SV – VfL Kamen 18:21 (11:10).
Nur schwer kam der VfL auf dem glatten Geläuf der Rundturnhalle in Lünen ins Spiel. Ganz anders als von vielen gedacht war nämlich der Spielverlauf. Nicht das Spitzenteam aus Kamen hatte öfters die Führung inne, sondern die im Tabellenkeller stehenden Gastgeber aus Lünen. Zu Beginn der Partie konnte der VfL die Partie noch ausgeglichen gestalten, doch Mitte der ersten Hälfte lag Lünen auf einmal mit drei Toren in Front. Der VfL kämpfte sich wieder heran und Niklas Kuropka erzielte mit seinem einzigen Treffer in der Partie den 9:9-Ausgleich, Bastian Umbescheidt war es vorbehalten, die erste Führung für den Gast zu erzielen. Mit dem Halbzeitpfiff gingen die Gastgeber dann erneut in Führung. Die Halbzeitpause tat den Männern von Detlef Vogt wohl gut, denn nun war man besser im Spiel und man kam auch mit den Gegebenheiten besser zurecht.. Zwei in Folge verwandelte Sieben-Meter von Umbescheidt brachten den VfL erstmals mit zwei Toren in Front und den VfL auf die Siegerstraße. Die Führung wurde auf vier Tore ausgebaut. Ein kurzer „Wackler“ zehn Minuten vor Schluss brachte Lünen noch einmal auf zwei Tore heran. Die Kamener bewahrten jedoch die Ruhe und brachten den Sieg ins Ziel.
VfL-Trainer Detlef Vogt: „Wir haben länger gebraucht, um uns an der glatten Spielfläche, die an die Eisbahn der Kamener Winterwelt erinnerte, zu gewöhnen. Nach der Halbzeit lief es dann besser und vor allem Maik Schlüter und Tobias Goeke kamen bestens zurecht. Mir war vor der Begegnung klar, dass wir das Spiel hinten gewinnen, denn unsere Abwehr steht einfach sehr sicher. Im Großen und Ganzen hatte ich nie das Gefühl, das Spiel zu verlieren. Es war zwar nicht schön was die Mannschaft gezeigt hat, aber zwei Punkte und fertig. Ich bin stolz auf das, was die Truppe bis dato erreicht hat.“
VfL Kamen: Mohr, Ammonat, Schlüter 4, Goeke 4, Schuster, Umbescheidt 7 (7/6), Römermann, Vogt 1, Kuropka 1, Wilking 1, Jagusch, Holtmann 2, Sutmeier 1.

Soester TV II – HC Heeren 33:22 (13:11).
Die erwartete Niederlage bezogen die Mannen von Trainer Bernd Bolle beim Spitzenteam aus Soest. Der HC verkaufte sich jedoch vor allem in der ersten Hälfte mehr als gut. Ein Unterschied zwischen dem Tabellenzweiten und dem Tabellenvorletzten war in den ersten 30 Minuten kaum zu erkennen.  Als nach vier Minuten der erste Treffer der Begegnung für die Soester fiel, schien das Schicksal seinen Lauf zu nehmen. Doch der Gast aus Heeren zeigte Biss und konnte die Partie offen gestalten. Die Abwehr stand und vorne wurden die sich bietenden Chancen genutzt. Die qualitativ besser und breiter aufgestellten Soester konnten jedoch  mit dem Halbzeitpfiff eine Zwei-Tore-Führung herauswerfen.
Nach der Halbzeitpause kassierten die Heerener einige unnötige Zeitstrafen und so konnten die Gastgeber. die in dieser Phase offensiv deckten, von einigen technischen Fehlern profitieren und binnen zehn Minuten ihre Führung auf sieben Tore ausbauen. Die Partie war entschieden und der HC um die Früchte seiner guten ersten Hälfte gebracht. Nun gilt es in der Pause die „Wunden zu lecken“ und darauf zu hoffen, dass die Verletzten wieder ins Team zurück kommen, denn noch ist nichts verloren.
HCH-Trainer Bernd Bolle: „Wir sind wieder nur mit zwei Auswechselspielern angereist und haben in der ersten Hälfte eine klasse Leistung gezeigt. Zu Beginn der zweiten Hälfte haben wir dann durch unnötige Zeitstrafen bedingt den Anschluss verloren. Auf die gezeigte Leistung der ersten Hälfte kann man aufbauen. Weiterhin ist es schön zu sehen, wie die jungen Burschen, die sonst weniger Spielanteile bekommen, sich von Spiel zu Spiel steigern.“
HC Heeren: Geier, Voegeding, Rother 6, Redlin 6, Kohl, Stock, Knüpp 5, M. Mrochen 5, D. Mrochen, Wetthauer.

Bild: Bastian Umbescheidt verwandelte entscheidende Siebenmeter für den VfL Kamen in Lünen.

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