Handball-Bezirksliga: Tabellenführer SGH müht sich zum knappen Heimerfolg gegen Soester Reserve

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Handball: Schwer tat sich Tabellenführer SGH Unna Massen Zuhause gegen die Soester Reserve, rettete am Ende einen Zwei-Tore-Vorsprung ins Ziel. Schwach die Vorstellung von Heeren in Werne. Auch der VfL Kamen ließ viele Wünsche offen, landete im Gegensatz zum HCH einen deutlichen Heimerfolg gegen eine überforderte Reserve von Brambauer. Schlusslicht Overberge wurde eine zehnminütige Torabstinenz zum Verhängnis, was zur Heimniederlage gegen Ennigerloh führte.

SGH Unna Massen – TV Soest 35:33 (19:17).
Fast wäre es ins Auge gegangen. Mit Mühe und Not hielt der Tabellenführer die Soester Gäste knapp nieder. „Wir hatten eigentlich nur 10 bis 15 gute Minuten im Spiel“, so die Analyse von SGH-Trainer Matthias Uhlenbrock, „da haben wir den Rückstand aufgeholt und lagen zur Halbzeit mit zwei vorne.“ Der Coach war vor allem nicht mit der Deckungsarbeit einverstanden. „Wir waren da nicht bereit, einen Schritt mehr zu machen. Vor allem in Halbzeit eins haben wir uns überhaupt nicht reingehängt. Schwächer auch das Spiel nach der Pause. 24:25 hieß es nach 38, 31:31 nach 50 und ebenfalls 33:33 nach 55 Minuten. Dann aber waren es Tschorn und P. Stennei, die noch in den letzten Minuten für zwei siegbringende Tore sorgten. Da muss in den weiteren Spielen sicherlich mehr kommen.
SGH: Keller, Klepping; A. Biernat, Haschke, Hampel, D. Weicken, Tschorn, P. Stennei. B. Stennei, Traune, Ivanilson, M. Biernat.

Bild: Pascal Stennei erzielte 13 Tore für die SGH gegen Soest.

TV Werne – HC Heeren-Werve 31:26 (16:11). In der harzfreien Halle in Werne war für Heeren nichts zu holen. Zu schwach war deren Vorstellung. Die Folge: Die Gastgeber nahmen Revanche für die Hinspiel-Niederlage und zogen am HCH in der Tabelle vorbei. Nur zu Beginn waren die Gäste im Bilde, führten 8:6. HCH-Trainer Mike Rothenpieler: „Da hatte Werne Hoefti noch kurz genommen. Davon ging TVW wieder ab und wir haben dann unverständlicherweise keine Lösungen gefunden.“ Werne zog bis zur Halbzeit auf 16:11 davon und baute die Führung im zweiten Durchgang immer weiter aus. 31:23 hieß es zwei Minuten vor Spielende. Mit drei Treffern in Folge gelang der Rothenpieler-Truppe nur noch Ergebniskosmetik.
HCH: Vögeding, Müller; Athens, Redlin, Hohl, Hoeft, Rother, Meding, Janzen, Kohl, Mrochen.

VfL Kamen – VfL Brambauer II 38:21 (17:11).
Das klare Ergebnis spiegelt in keiner Weise das Spiel des VfL wider. Kamen spielte nämlich schwach. VfL-Coach Uwe Nitsch nahm auch kein Blatt vor den Mund. „Wir waren schlecht, viel zu überheblich und produzierten Fehlpässe en masse.“ Er zählte insgesamt 23 auf. Dass trotzdem am Ende ein deutlicher Heimerfolg herauskam, lag auch an der Qualität des Gegners. „So einen Gegner musse man regelrecht aus der Halle fegen“, schimpfte Nitsch gleich nach Spielschluss, „das haben wir nicht getan und nach der zwischendurch klaren Führung zwei Gänge rausgenommen. Gegen andere Gegner geht das mit Sicherheit ins Auge.““
VfL: Mohr, Kuropka, Keck Wilking, Pahlig, Jagusch, Schuster, van Nek, Darenberg, Lehmkemper.

TuS Eintracht Overberge – TV Ennigerloh 25:30 (14:16).
Da war mehr möglich für Schlusslicht Overberge. Die entscheidende Phase der Partie: Ab Minute 45 und beim Stande von 23:23 blieben die Gastgeber mehr als zehn Minuten ohne Torerfolg. Ennigerloh dagegen machte die Tore, zog vorentscheidend auf 27:24 davon und hat am Ende den Sieg mit 30:25 davongetragen. TuS-Spielertrainer Karsten Rockel – beruflich verhindert – wurde schmerzlich vermisst – für ihn coachte sein Co Oliver Kirchhoff-Bramey. Er bescheingte seiner Mannschaft „eine super kämpferische Leistung.  Alle haben sich richtig reingehängt, das Spiel zu gewinnen, Wir hatten zu Beginn zwei Verletzte und so wenig personelle Alternativen.“ Er konnte natürlich mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. „Wir hätten zumindest einen Punkt mitnehmen müssen, der wäre auch verdient gewesen“, haderte er mit dem Spielausgang.
TuS: Wrenger, M. Walter; T. Walter, Inkmann, Ho, Brinkmann, Nagel, Wöllert, Wedemeier, Hlawa.

Bild: Overberges Co-Trainer Oliver Kirchhoff-Bramey (li.) haderte mit dem Spielausgang für seine Mannschaft. Einen Punkt hätte man zumindest behalten müssen.

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