Handball-Bezirksliga: Spitzenreiter SuS verteidigt Spitze – VfL gibt Schützenhilfe

Handball: Spitzenreiter SuS Oberaden tat sich schwer gegen die Dritte von Ahlen, siegte aber am Ende und verteidigte Platz eins. Schützenhilfe bekam man vom VfL Kamen, der Verfolger Ennigerloh beim 30:30 einen Punkt abknöpfte.

SuS Oberaden II – Ahlener SGH III 29:24 (14:16).
Schwer zu kämpfen hatte Tabellenführer Oberaden mit dem Tabellenvorletzten. Das nötigte SuS-Trainer Sascha Rau Anerkennung und Respekt ab für den Gegner. “Wir lagen anfänglich ständig im Rückstand in Halbzeit eins.” Nico Mork stellte kurz vor der Pause den 14:14-Gleichstand her, aber Ahlen traf noch zwei Mal zum Pausenstand von 14:16. Mit Paul Schuchtmann kam frischer Wind ins Oberadener Spiel, Bruder Henrick schaffte den 17:17-Ausgleich (37.). Und: Ahlens Mittelmann wurde in Manndeckung genommen, Torhüter Vetter hielt tadellos. Das zählte zum Heimerfolg. Als Stock per Siebenmeter zum 26:23 verwandelte (54.), war Oberaden auf der Siegerstraße. “Am Ende war es noch ein verdienter Erfolg für uns”, atmete der Oberadener Coach auf, räumte ein, dass “es das erwartet schwere Spiel war.” Der SuS blieb vorne in der Tabelle.
SuS: Vetter, Kreutzer 3, P. Schuchtmann 1, Schwinger, Matthies, Wegelin 1, Krock 1, Mork 4, H. Schuchtmann 8, Hoffmann, Stock 6, Goslawski, Grosser.

VfL Kamen – TV Ennigerloh 30:30 (15:17).
VfL-Spielertrainer Tobias Goeke haderte anfangs mit der Deckungsarbeit seiner Mannen, die zu viele Gegentore zuließen. Nach der Pause lief es besser und die Kamener erspielten sich einen Drei-Tore-Vorsprung. Keck markierte das 23:20 (42.) und Schuster das 26:23 (46.) “In dieser Phase hätten wir den Sack zumachen müssen”, so Goeke weiter, “das hat nicht geklappt.” Im Gegenteil, Ennigerloh kam wieder heran und führte 27:26 (53.) und fünf Sekunden vor dem Ende 30:29. Der VfL schien geschlagen. Dann brachte sich der Tabellenzweite selbst um den Sieg:. VfL-Keeper Presch wurde beim Abwurf behindert. Die Schiri erkannten auf Siebenmeter. Keck zeigte sich nervenstark und traf mit der Schlussirene. 30:30. Tobi Goeke abschließend: “Wenn wir doch endlich mal eine konstante Leistung über die 60 Minuten bringen würden?”
VfL: Mohr, Presch, Schuster 1, Goeke, Darenberg, Pahlig 1, Vogt 4, Keck 8, Martinovic 6, Lehmkemper 3, Sutmeier 5.

TuS Jahn Dellwig – HC Heeren 27:32 (12:19).
Seit neun Spieltagen wartet Dellwig auf einen Sieg – und auch beim zehnten Mal durfte man nicht jubeln. Die ersten 30 Minuten waren zu schwach. “Das Spiel haben wir in der ersten Halbzeit verloren”, war Dellwig-Trainer Boris Heinemann damit ganz und gar nicht zufrieden, “das war katastrophal. Keiner hielt sich an die Vorgaben” In dieser Spielphase machte Heeren laut Coach Mike Rothenpieler zu wenig aus der eigenen Überlegenheit. “Nur 19 Tore, es hätten auch 30 sein können”, zeigte er auf. Nach der Pause nahm Heeren angesichts der klaren Führung “drei Gänge raus” und baute so die Hausherren wieder auf. Die nahmen das an, verkürzten bis auf drei Treffer. 20:23 (39.) und 22:25 (44.), Pries und und Egger hießen die Torschützen. Doch Heeren ließ sich nicht mehr von der Erfolgsspur bringen. Der überragende Athens stellte mit seinem 14. Tor den Endstand sicher.
TuS: Walkuschefski, Stracke; Herrmann, Rosteius 1, Hait, N. Hinemann, Unkhoff, Moldenhauer 6, Pries 3, Köck 1, Scheiing 6, Egger 8, M. Heinemann 4.
HCH: Vögeding, Fischer; Athens 14, Redlin, Hoeft 4, Inkmann 5, Schröer 1, Janzen 2, Pfeil, Siegert, M. Mrochen 5, Kohl, Stehling 3.

TuS Eintracht Overberge – SGH Unna Massen 30:30 (14:15).
Keinen Sieger gab es am Sonntagabend in der Overberger Sporthalle. Doch die TuS-Spieler bejubelten das Unentschieden am Ende wie einen Sieg. Vier Minuten vor dem Abpfiff sah es noch nicht nach einem Punktgewinn aus. Sie lagen 27:30 zurück, als Geucken seinen zehnten Treffer verbuchte. Overberge zeigte aber Moral, blieb dran und durch drei Treffer von Biernat schaffte man noch den Teilerfolg.”Das ist ein Punkt für die Moral”, freute sich TuS-Spielertrainer Karsten Rockel, “wir haben gemerkt, dass wir es doch noch können. Am Ende hatten wir so ein bisschen das Glück auf unserer Seite, haben uns cleverer angestellt als in den letzten Spielen. Ich bin zufrieden.” Für seinen SGH-Kollegen Matthias Uhlenbrok fühlte sich das Remis hingegen an wie eine Niederlage. “Es ist schon das fünfte oder sechste Mal, dass wir die Punkte in den letzten fünf bis zehn Minuten verlieren”, deutet das seiner Meinung nach darauf hin, dass “wir noch zu wenig Erfahrung haben. Wir leisten uns zu viele blöde Fehler und spielen nicht unser Spiel weiter, machen Fehler. Wir kriegen eindeutig zu viele Tor rein.” Dennoch zollte er der Overberger Leistung Respekt. “Nach 60 Minuten muss man sagen, dass sie verdient einen Punkt mitgenommen haben.”
TuS: Wrenger, M. Walter, Biernat 7, Schlieckhoff 4, Müller 4, Brinkmann 1, Hlawa 2, Wischnewski 2, Rockel 4, Schwake 2, Wöllert 4, Merten.
SGH: Keller, Büscher; A. Biernat 2, Hampel 6, D. Weicken  2, Tschorn 1, N. Weicken, Geucken 10, Uhlenbrock, Ostermann 1, Bottner 6, Mainka 2, Brüggemann, M. Biernat.

TV Werne – HC TuRa Bergkamen 17:16 (6:6).
Ein ganz enges Spiel lieferten sich die beiden Nachbarn in der Werner Lindert-Sporthalle. TuRa kam mit der harzfreien Halle ganz gut klar und hielt die Partie jederzeit offen, gestützt auf eine gute Deckungsleistung und einem starken D. Faulstich im Tor. “Am Ende war es eine unglückliche Niederlage”, so die Analyse von TuRa-Trainer Lars Stratmann, “ein Unentschieden wäre unserer Leistung angemessener gewesen.” Vier Minuten vor dem Ende hatte Haug seine Mannschaft sogar 16:15 in Führung gebracht, doch Werne kam 30 Sekunden vor dem Ende noch zum Siegtreffer.
HCT II: Banaschak, D. Faulstich, M. Faulstich 3, Haug 1, N. Tecklenborg 3, Meier, Kurschus 9, Kauer, T. Tecklenborg, Schwittay.

Bild: Jordi Geucken (li.) war in Overberge zehnfacher SGH-Torschütze. Das reichte aber nicht zum Sieg, Overberge und Unna Massen trennten sich 30:30

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