Handball-Bezirksliga: Mit Rösener und Rycharski kommt TuRa-Reserve zum ersten Saisonsieg

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Handball-Bezirksliga: Erster Saisonsieg am 11. Spieltag für Schlusslicht HC TuRa Bergkamen – im Nachbarderby gegen Werne gab es dank Unterstützung von „Dose“ Rösener und „Tomek“ Rycharski ein 26:24. Heeren war erwartungsgemäß ohne Chancen gegen Oberaden. Massen bot dem Favoriten Soest Paroli und verlor am Ende nur knapp. Über ein Unentschieden kam Overberge gegen Lünen nicht hinaus.

HC Heeren – SuS Oberaden 21:39 (9:19).
Zu Beginn der Partie hatte der HCH noch die Nase vorn und konnte mit 3:1 in Führung gehen. Dann kam der SuS jedoch besser ins Spiel, glich aus und konnte dann später in Führung gehen. Diese bauten die Mannen von Trainer Björn Grüter konsequent aus. Die Abwehr um den gut aufgelegten Mario Schäfer stand sicher und im Angriff wurden die sich bietenden Chancen genutzt.  Anders lief es bei Heeren, der im Angriff zu viele Bälle verlor und den SuS zu einigen Tempogegenstößen einlud. So war es nicht verwunderlich, dass der HC  mit zehn Treffern Rückstand in die Pause ging. Bis Mitte der zweiten Halbzeit  konnte Heeren die Partie ausgeglichen gestalten, geriet nicht höher in Rückstand. Dann verließen den Gastgeber nach und nach die Kräfte. Davon profitierte der SuS nachhaltig und schraubte das Ergebnis auf 39:21  hoch. So kam der SuS in einem durchschnittlichen Spiel, das von schwachen Schiedsrichtern geleitet wurde, zu einem verdienten und nicht gefährdeten Sieg. Beim HCH hofft man indes, dass die Hinrunde so bald wie möglich beendet ist und die Verletzten zurück kommen.
HCH-Trainer Bernd Bolle: „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Das Oberaden qualitativ besser ist, war klar. Wir schonen weiterhin unsere verletzten Spieler, um mit denen die Rückrunde besser gestalten zu können.“
SuS-Trainer  Björn Grüter: „Wir haben heute auswärts 39 Treffer erzielt, da muss man zufrieden sein und das bin ich auch.“
HC Heeren: Geier, Müller, Stock 1, Kohl, Knuepp 4, Redlin 7, Siegert 5, Rother 2, D. Mrochen, M. Mrochen 2.
SuS Oberaden: Schäfer, Knop, Stratmann 2, Schumacher 1, Schuchtmann 3, Rodefeld 5, Wegelin 4, Titz 4, H. Schluchtmann 6, Gonschewski 7, Wagner 7, Grosser.

SG Massen – Soester TV  30:31 (16:15).
Eine ärgerliche Niederlage erlitten die Schützlinge von Heiko Hellmann im Top-Spiel gegen den Soester TV. Es entwickelte sich von Beginn an ein gutes Spiel, in dem der Gastgeber zuerst Akzente setzen konnte. So lag die SG nach zehn Minuten mit drei Treffern in Front. Noch wurden die herausgespielten Chancen genutzt. Soest kämpfte sich jedoch heran und konnte kurz vor dem Halbzeitende ausgleichen, doch mit dem Halbzeitpfiff verwandelte Andreas Biernat seinen zweiten Sieben-Meter zur 16:15 Pausenführung. In den ersten zehn Minuten nach der Pause entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel. Ständige Führungswechsel. Ab der 40 Minute hatte die SG jedoch einen Durchhänger und lag mit drei und später mit vier Toren in Rückstand. Die Partie schien entschieden, jedoch kamen Massen noch einmal zurück und drei Minuten vor Ende der Partie lag Soest nur noch mit einem Treffer in Front. Diese Führung konnten die Gäste dann jedoch bis zum Schlusspfiff behaupten.
SGM-Trainer Heiko Hellmann: „Eine total ärgerliche Niederlage. Wir haben gut gespielt und wären wir nicht in der 40. eingefallen, hätte es mehr werden können. Wenn man dann noch die zwei verworfenen Sieben-Meter dazu zählt und die mindestens neun glasklaren Chancen, die wir nicht genutzt haben, dann sowieso. Uns hat halt das Quäntchen Glück gefehlt. Ein Remis wäre gerecht gewesen.“
SG Massen: Benna, Borowski, M. Becker, A. Biernat 4/3, Hampel, Bottner 1, Tschorn 4, Haschke 2, Uhlenbrock 5, Ostermann, Weicken 2, Alexandrino 1, Diste 1, M. Biernat.

HC TuRa Bergkamen II – TV Werne 26:24 (16:11). HCT-Spielertrainer Lars Stratmann war nach dem ersten Saisonsieg einfach nur happy. Was beide Teams boten, war Abstiegskampf pur. Schon in der zweiten Minute gab es nach einer von mehreren rüden Aktionen eine Rote Karte gegen einen Werner Spieler. Leidtragender war fast immer der beste Mann auf dem Platz: Thomas „Tomek“ Rycharski, der bei 13 Versuchen zwölf Mal ins Schwarze traf. Er wird genau wie Jörg „Dose“ Rösener die Reserve des HCT unterstützen. Der HC TuRa machte sich selber das Leben in der zweiten Hälfte schwer, nachdem er lange Zeit mit fünf Toren führte. Probleme gab es, als Rycharski eine hautnahe Deckung bekam und dessen Mitspieler zum Teil zu hektisch agierten. Auf der Bank managte im Übrigen Ingo Wagner die Mannen in Rot.
HCT-Spielertrainer Lars Stratmann: „„Wir haben gewonnen. Das zählt. Wir leben noch. Es gab noch einige Schwächen. Wir haben einfach zu viele technische Fehler gemacht und von außen zu viel verworfen. Dass es ein Sauspiel wird, war schon vorher klar.“
HCT II: Bommer, Wrenger (nur bei zwei Strafwürfen); Pakdemir, Rösener (1), Faulstich (6), Goslawski, Turk, Leder, Althusmann (4/3), Konwert (n.e.), Maschewski (1), Stratmann (2), Lambrecht, Rycharski (12/1).

Bild: „Unterstützer“ – Jörg Rösener (li.) und Thomas Rycharski spielten in der TuRa-Reserve


TuS Eintracht Overberge – Lüner SV 28:28 (14:13). 
Der Gast aus Lünen kam in diesem Kellerduell besser in die Partie und konnte nach und nach eine drei Tore Führung herausspielen. Dann besannen sich jedoch die Mannen von Rene Zaccharias, glichen aus und gingen wenig später sogar in Führung. Diese wurde dann auch in die Halbzeit gerettet. Die zweite Hälfte entwickelte sich zu einem wahren Krimi. Erst wechselte die Führung hin und her, bis dann der TuS seine gute Phase zu einer 24:21 Führung in der 50. Minute nutzen konnte. Lünen nahm eine Auszeit und das Spiel eine Wende. Die Gastgeber schlossen nun viel zu früh und zu eigensinnig ab. Die Gäste nutzten dies konsequent, konnten ausgleichen und kurz vor Schluss sogar in Führung gehen. Aus einem sicheren Sieg schien eine Niederlage zu werden, doch zwei Sekunden vor Schluss gelang Leon Merten von Aßen der umjubelte Ausgleichstreffer.
TuS-Trainer Rene Zacharias: „Das Remis ist wie eine gefühlte Niederlage. Hätten sich meine Jungs zum Ende der Begegnung, als wir  mit drei Toren führten, cleverer angestellt und nicht  jeder einzeln den Hammer rausgeholt, wären wir als Sieger vom Platz gegangen. Außerdem haben wir klare Chancen und auch noch Sieben-Meter ausgelassen. Am Ende muss man noch froh sein, dass Leon Mertens zwei Sekunden vor Schluss den Ausgleich erzielen konnte.“
TuS Overberge: Wenzel, Walter, C. Müller, S. Müller 1, Hlawa 1, Wöllert, Merten 12/6, Quardon 7, Inkmann 2, Biernat 2, Edelmann 2, Kirchhoff-Bramey 1.

Bild: Kein Durchkommen für Heeren gegen die starke Oberadener Deckung.

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