Handball-Bezirksliga: Dolberg steigt auf – Overberge muss in die Relegation

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Handball-Bezirksliga: Der letzten Spieltag war voller Überraschungen. TuS Jahn Dellwig verlor zuletzt acht Mal in Folge, gewann aber beim Hammer SC 26:24 und verdarb deren fast schon sichere Meisterschaft. Meister und Aufsteiger ist nunmehr SV Eintracht Dolberg, der sich gegen TV Neheim 32:15 durchsetzte. In die Relegation muss der TuS Eintracht Overberge trotz des 34:28-Auswärtserfolges bei der HSG Unna. Ennigerloh (35:26 gegen Wickede), Dellwig und Overberge weisen je 19 Pluszähler auf, wobei der direkte Vergleich für Ennigerloh und Dellwig spricht. Die HSG Unna stand ja schon vorher als Absteiger fest. SG Massen gewann das letzte Heimspiel gegen TV Beckum 39:17.

HSG Unna – TuS Eintracht Overberge 28:34 (13:17). Overberge wahrte seine Chance auf den Klassenerhalt, zumindest bis zum Schlusspfiff am Samstag gegen 19.20 Uhr. TuS-Coach Frank Pätzold wehrte alle Glückwünsche auf den Klassenerhalt erst einmal ab. „Dellwig spielt ja noch in Hamm (Anm.: Anwurf 20 Uhr). Von Beginn wirkte seine Mannschaft konzentriert, lag ständig in Führung. Das ging mit 3:1 und 9:5 los und bis zum Halbzeitstand von 17:13. Auch nach der Pause konnten die schwachen Unnaer den Gast nicht aufhalten. Die HSG stand schlecht in der Deckung, erlaubte sich wiederum zu viele Fehlwürfe. Zudem stand ihnen mit Wenzel ein überragender Overberger Torhüter im Kasten gegenüber. Die weiteren Zwischenstände: 22:28 (44.), 23:30 (47.), 27:33. Für das letzte Overberger Tor sorgte Hlawa.
HSG-Trainer Thomas Swoboda: „Unser Auftritt war wiederum deprimierend. Die Abwehr patzte, konnte nicht blocken, sodass Overberge zu einfachen Toren kam. Die Konstanz fehlte, ebenso die Einstellung. Alles zu halbherzig. Ein Spiegelbild der gesamten Saison.“
TuS-Trainer Frank Pätzold: „Wir haben uns gegen HSG noch einmal ins Zeug gelegt. Wir waren von Beginn an konzentriert, von der 1. bis 60. Minute. Mit dieser Einstellung haben wir einen verdienten Sieg gelandet. Was der Sieg wert ist, wird sich noch zeigen.“
HSG Unna
: Wigger, Keller; Mann 5, Engelhard 1, Faulstich 7, Swoboda 3/1, Bartz 5, Muhr 3, Schroer, Mundhenke, Braach 1, Wintzenburg.
TuS Eintracht Overberge: Wenzel, Glindmeier; Biernat 4, Manzke 5, Schlickhoff 6, Jäger 2/1, Brinkmann, Hlawa 6/1, Hüttemann 3, Rockel 7, Kirchhoff 1, Aslani.

Hammer SC -TuS Jahn Dellwig 24:26 (12:11). Alles war eigentlich angerichtet für die große Meistersause in der der Franz-Voß-Sporthalle am Südbad. Eine proppenvolle Halle, gute Stimmung. Die nahm allerdings nach der Pause mehr und mehr ab. Der Grund: Je stärker Dellwig wurde, desto mehr baute der Gastgeber ab, wirkte nervös, schloss überhastet ab. „Am Ende haben wir die Sportstätte in eine Trauerhalle verwandelt“, jubelte TuS-Trainer Thomas Faltin, „wir haben es geschafft, zuletzt acht schlechte Spiele mit einem einzigen überragenden Match wieder wett zu machen.“ Und das ohne die Stammspieler Rosteius und Hering. Richard war angeschlagen, saß nur auf der Bank. Faltin führte die Leistungssteigerung auch darauf zurück, dass man in dieser Woche ordentlich trainieren konnte und mit Schreiber wieder eine personelle Alternative mehr hatte. Im Angriff behielt man einen kühlen Kopf, die Deckung stand in Hamm super und was sonst noch alles auf das Dellwiger Tor kam, war meistens eine Beute des überragenden Walkuschefski im TuS-Tor. Faltin: „Das waren die Siegbringer.“ Hamm führte anfänglich 5:3, 8:5 und zur Halbzeit 12:11. Dellwig holte auf, schaffte den Gleichstand, 19:19, 21:21 und konnte sich mit zwei Treffern absetzen. Das war der Sieg, wie auch schon im Hinspiel. Und noch einmal Thomas Faltin: „Wir haben noch einmal gezeigt, wozu wir in der Lage sind.“
TuS Jahn Dellwig: Walkuschefski, Withaut; Rahn Braach, Plümer, Sauer, Schreiber, Wintzenburg, Olbrich, Stammer, Richard (n.e.)

SG Massen – TV Beckum 39:17 (19:12). Die Massener benötigten eine gewisse Anlaufzeit, um ins Spiel zu kommen. Nach einer Auszeit schalteten sie zunehmend einen Gang höher, lagen schon zur Pause in Führung und am Ende gelang eine eindrucksvolle Revanche für die Hinspiel-Niederlage. Vor allem nach der Pause stand die Deckung gut, das Angriffsspiel klappte und es gab kaum Fehlwürfe.
SG Massen: Benna, Vögeding; A. Biernat 3, Neveling 3, Tschorn 5,Segit 4, Ostermann 4, C.Diste 3, Pröbsting 3, M. Biernat 5, Kisser 7.

Bild: Beide Trainer, Frank Pätzold (li.) und Thomas Swoboda, beenden zum Saisonende ihre Tätigkeit bei ihren Clubs.

Aktuell: HSG-Vorsitzender Thomas Resch tat kund, dass kein Spieler aus dem aktuellen Kader bei der Spielersitzung am Donnerstag gesagt habe, dass man den Verein verlassen wolle.

 

 

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