Gerechtes Unentschieden gegen Hüttenberg

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Handball: Mit einem gerechten 26:26-Unentschieden endete die Zweitligapartie zwischen dem ASV Hamm-Westfalen und dem TV Hüttendorf am Samstagabend in der WESTPRESS arena.

Nach einem Spielverlauf mit wechselnden Führungen und Siegchancen für beide Teams, hielt TV-Torhüter Nikolai Weber eine Sekunde vor dem Ende mit einer Fußabwehr den Hüftwurf von Florian Schöße und sicherte dem TV damit einen durchaus wichtigen Punkt für den Klassenverbleib in der 2. Handball-Bundesliga. Auch für den ASV bedeutete das 26:26 (16:14) eher einen gewonnenen Punkt, zumal die Teams aus der unteren Tabellenregion im Fernduell nicht punkteten und der ASV damit der Abstand zu den Abstiegsrängen weiter vergrößerte.

Nach einer gute Anfangsviertelstunde der Gäste, in der Michael Lerscht beim ASV noch die richtige Formation auf dem Feld suchte, lag der TVH folgerichtig mit 8:10 in Führung. Die Zielsetzung der Westfalen, ein ähnliches Torfestival wie bei der 30:28-Hinspielniederlage zu unterbinden, erfüllten die Gastgeber noch nicht. Erst in der Folge kam der ASV, bei dem noch immer mit Marian Orlowski, Markus Fuchs, Marten Franke und dem Langzeitverletzten Sören Südmeier einige Stammkräfte fehlten, besser ins Spiel und blieb von der 18. Bis zur 25. Spielminute ohne Gegentreffer. In der Zwischenzeit bescherten die Tore von Gerrit Genz, Merten Krings, Jan von Boenigk und Alex Rubino Fernandez eine 14:11-Führung. Bis zwölf Sekunden vor dem Ende der Halbzeit hatte der Drei-Tore-Vorsprung Bestand, mit dem Pausenpfiff verkürzte TV-Linksaußen Robin Hübscher auf 16:14.

Auch in den zweiten Abschnitt startete Hüttenberg besser: Nach weniger als fünf Minuten war der Vorsprung des ASV aufgebraucht, Niklas Theiss glich zum 17:17 aus. Bis zur 43. Minute blieb es ausgeglichen, nach 22:22 brachten der offensivstarke Hendrik Schreiber und Hübscher die Gäste mit 22:24 in Führung. Zwar glich der ASV zügig aus, aber erneut gelangen dem TV zwei weitere Treffer in Folge durch Routinier Stefan Kneer und Kreisläufer Vit Reichl, der ein ums andere Mal von der ASV-Abwehr nicht oder nur mit Foulspiel zu stoppen war.

Enge Regelauslegung des Schiedsrichtergespanns

Ohnehin war zu erkennen, dass die Westfalen deutlich mehr Schwierigkeiten mit der ungewohnt engen Regelauslegung des Schiedsrichtergespanns Jannik Otto und Raphael Piper hatten, als die Gäste. Am Ende kassierte der ASV acht Zeitstrafen – sechs davon die Kreisläufer Jan Brosch, Jakob Schwabe und Alexander Engelhardt – der TV nur deren drei. Wenn man sehe, dass der ASV ungefähr zehn Minuten länger im Spiel in Unterzahl war, dann sei das Unentschieden auf jeden Fall ein gewonnener Punkt, verdeutliche Trainer Michael Lerscht. „Das ist ja immer die Gretchenfrage nach einem Unentschieden. Natürlich hatten wir den letzten Wurf des Spiels, aber kurz zuvor haben wir auch noch mit zwei Toren zurückgelegen. Wir müssen die Fehler analysieren und es nächstes Mal abstellen“, erwartet Lerscht einen Lernprozess für das nächste Spiel, dass wegen der Konstanz-Quarantäne erst am 2. Juni zuhause gegen den EHV Aue ansteht.

Florian Schöße scheitert knapp an TV-Torhüter

Der Trainer meinte damit möglicherweise auch die Szene kurz vor Schluss, als Nachwuchsmann Florian Schöße, der bis dahin ein fehlerfreies Spiel abgeliefert hatte, einen sehr riskanten No-Look-Pass auf Kreisläufer Jakob Schwabe versuchte, der davon überrascht wurde. Schöße erntete dafür schon auf der Bank entsprechendes Feedback vom Trainer. „Das ist natürlich etwas anderes, als wenn Du so einen Pass in der 24. Minute versuchst. Die Spieler bekommen nach guten Aktionen Lob und Anerkennung, in solchen Situationen ist es dann eben auch mal Kritik“, wollte Lerscht die Szene auch nicht überwerten. Beinahe hätte Schöße es ja auch direkt vergessen gemacht, mit seinem entschlossenen Wurf scheiterte er aber knapp an Weber.

Nach dem unerwartet spielfreien kommenden Wochende geht es nun im engen Takt weiter: Zwischen dem 2. nnd 26. Juni stehen für die Westfalen acht Partien an.

ASV Hamm-Westfalen – TV Hüttenberg 26:26 (16:14)
ASV: Wesemann, Storbeck – Genz (5), Huesmann (1), Brosch (3), Spiekermann (1), Rubino Fernandez (4), Schwabe (1), Engelhardt, Gudat (1), Krings (6), Pretzewofsky (1), Schöße
TVH: Plaue, Weber – Fuss (1), Kneer (1), Opitz, Theiss (3), Fujita, Weber (4), Rompf (3/2), Lindenstruth, Reichl (3), Mubenzem, Hübscher (3), Hahn (3/2), Klein, Schreiber (5)
Schiedsrichter: Jannik Otto und Raphael Piper
Zeitstrafen: ASV 16 Min , TVH 6 Minuten.

Bildzeile: Jo Gerrit Genz war fünffacher ASV-Torschütze gegen Hüttenberg / Foto Gummich/ASV

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