Gemischte Stimmung nach dem späten Zulfic-Tor

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Fußball-Bezirksliga: Ein spätes Tor entschied das Nachbarderby auf dem Aschenplatz im Kamener Jahnstadion zwischen Gastgeber VfL und dem FC TuRa Bergkamen. Torjäger Zulfic mit seinem 17. Saisontreffer machte in der fünften Minute der Nachspielzeit den Dreier perfekt. Die ausgefallene Partie des Königsborner SV wird am 28. März in Husen/Kurl nachgeholt. SuS Kaiserau und VfK Weddinghofen „nullten“ jeweils.

Thorsten Lenz, Trainer des VfL Kamen, fiel nach dem Schlusspfiff ein Stein vom Herzen angesichts des späten Treffers. „Ich habe bis zum Schluss gezittert und an ein Tor von uns nicht mehr geglaubt“, bekannte er, „TuRa war stark in der Offensive und jederzeit für einen Treffer gut.“ Spielerisch wollte er sein Team nicht tadeln. „Wir haben vieles richtig gemacht, aber aus so vielen Chancen muss man mehr als nur das eine Tor machen.“ Ein besonderes Spiel war es für VfL-Abwehrspieler Gretenkort, der im Vorjahr noch den TuRa-Dress getragen hatte.“

Marko Barwig, Coach des FC TuRa Bergkamen, war verständlicherweise nach Spielschluss restlos bedient. „Wir sind wieder um einen Punkt gebracht worden“, erzürnte er sich, „der Angriff der VfLer, der zum 1:0 führte, hätte schon vorher wegen eines Fouls im Mittelfeld an Gider abgepfiffen werden müssen.“ Seiner Mannschaft bescheinigte er eine gute Leistung, die „aber leider nicht belohnt wurde.“

Der VfK Weddinghofen ist weiter im Aufwärtstrend. Das 0:0 bei Westfalia Wethmar, gegen die man im Hinspiel noch mit 0:5 das Nachsehen hatte, war auf jeden Fall ein Achtungserfolg und Ausdruck der guten Stimmung in der Mannschaft – und das trotz der fast aussichtslosen Lage am Tabellenende. VfK-Coach Olaf Barnfeld ist sicher, dass man mit dem gezeigten Engagement noch den einen oder anderen Punkt einsammeln wird.

Sechs Zähler wollte Trainer Patrick Rakoczy mit dem SuS Kaiserau einsammeln. Dazu zählte er die Partie vom Sonntag in Al. Scharnhorst und am kommenden Spieltag Zuhause gegen den Werner. Nun, daraus wird nichts, denn in Scharnhorst sprang trotz Überlegenheit und einer Vielzahl von Torchancen nur ein mageres 0:0 heraus. „Das war zu wenig.“ Von den drei A-Junioren, Spielfeld, Kruse und Aslani, die jetzt regelmäßig bei der Ersten mit trainieren, bekam Aslani eine Viertelstunde Spielpraxis.

Beim Königsborner SV war man sich nicht sicher, wie man die Spielabsage in Husen/Kurl werten sollte. „Großen Bock auf Asche“, wie es KSV-Coach Frank Griesdorn im Vorfeld formulierte, hatte man nicht. Zudem hätten die zuletzt so starken Innenverteidiger Joschko, und S. Derwich sowie Heptner ersetzt werden müssen.

Der SV Langschede hatte laut Spielplan frei, wollte ein Testspiel gegen Brambauer bestreiten, das aber angesichts des Wintereinbruchs wieder abgesagt wurde. SVL-Trainer Thorsten Wilms hatte eine Trainingseinheit angesetzt, musste aber einige Absagen von Spielern hinnehmen und gab seinen Jungs dann insgesamt frei.

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