Gegnerische Box verschlossen wie Ford Knox: HSC sucht den goldenen Schlüssel zum Toreschießen

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Fußball, Oberliga-Westfalen: Holzwickeder SC – TSG Sprockhövel (Sonntag, 3. Oktober, 15 Uhr, Montanhydraulik-Stadion, Jahnstraße 7, Holzwickede). Als „Sperrgebiet“ bezeichnete HSC-Trainer Marc Woller in den letzten Spielen den Strafraum der Gegner. Selbst im Pokalduell gegen den A-Ligisten Kamener SC reichte es am Mittwochabend beim 1 : 0 nur zu einem Tor von Marcel Duwe (52.) und zwei Chancen durch Philipp Gödde und Dario Markovski. Ansonsten gibt es viel eigenen Ballbesitz, aber Ideen für Offensiv-Aktionen fehlen. Das muss sich am Soinntag im Heimspiel gegen den Tabellenfünften, die TSG Sprockhövel, dringend ändern. Ansonsten droht der HSC, aktuell 15. bei 21. Teams, weiter abzurutschen, denn in der Liga geht es eng zu.

TSG Sprockhövel mit breiter Brust

Die Gäste aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis zeigten am vergangenen Sonntag beim 5 : 0-Heimsieg auf dem heimischen Kunstrasen „Am Baumhof“ gegen Westfalia Rhynern, wie das mit dem Toreschießen geht. Mit zehn Punkten hat das Team von Trainer Andrius Balaika vier Zähler mehr auf dem Konto als der HSC – bei 14 : 6 Toren. Bester Torjäger ist Nazzareno Ciccarelli mit sieben „Buden“ – wobei er gegen Rhynern gleich viermal jubeln durfte. „Gegen Rhynern haben wir eines er besten Spiele der letzten Jahre gezeigt. Wir haben sehr diszipliniert und technisch stark gespielt“, sagt TSG-Trainer Andrius Balaika.

Statistik macht HSC Mut

Höffnung schöpfen kann Holzwickede aus dem Zahlenmaterial. Drei Duelle gab es in der Oberliga Westfalen bislang, wobei der HSC in den beiden Heimspielen (3. November 2019: 2 : 1) und am 12. August 2018 mit 1 : 0 die Nase knapp vorne hatte. Auswärts unterlag der HSC am 16. Dezember 2018 mit 2 : 3.

HSC wieder mit Philipp Gödde

Stürmer Philipp Gödde meldete sich nach mehrwöchiger verletzungsbedingter Zwangspause im Kreispokal am Mittwoch wieder zurück, war sichtlich engagiert, mehr als eine halbe Chance war aber noch nicht drin. Der gegen Rheine kurz vor Schluss verletzte Verteidiger André Schneider steht ebenfalls wieder im Aufgebot nach dem „grünen Licht“ der medizinischen Abteilung. Die gelb-rote Karte im Pokalspiel für Marcel Duwe hat keine Auswirkungen auf den Ligabetrieb. Duwe kann spielen. Entscheidend wird es sein, welche Lösungen der HSC für „vorne“ findet und dass individuelle Fehler und Schwächephasen abgestellt werden.

Ein Zahlenexperte aus der Nachbarschaft als Unparteiischer

Mit der Leitung des Spiels wurde der 30-jährige Christopher Schütter von Preußen TV Werl beauftragt. Der Bankkaufmann und Wirtschaftsprüfer ist Lehrwart im Schiedsrichterausschuss des Kreises Soest und pfeift bis zur Regionalliga und A-Junioren Bundesliga.

Trainerkarussell in der Oberliga nimmt Fahrt auf – Thorsten Nehrbauer kehrt zum FC Kaan-Marienborn zurück

Selbst ein Trainer eines Tabellenführers ist nicht vor einer Trennung gefeit. So ersetzte der Tabellenführer der Oberliga Westfalen, Kaan-Marienborn, seinen Trainer Tobias Wurm. An dessen Stelle kommt ein alter Bekannter zurück. Thorsten Nehrbauer, ehemaliger Coach von Kaan, kehrt zum personell hochgerüsteten Aufstiegsfavoriten zurück. Nehrbauer hatte Kaan im Sommer 2019 verlassen, um den Regionalligisten Bonner SC zu betreuen. Nehrbauer hatte in Kaan im übrigen mit Tobias Wurm als Co-Trainer zusammengearbeitet. Der „alte“ neue Trainer mit dem markanten langen Bart, erhielt einen Dreijahresvertrag und sitzt bereits an diesem Sonntag im Spiel gegen den SV Schermbeck auf der Trainerbank.

sku hatte bereits berichtet, dass nach dieser Saison auch der Trainer von Westfalia Herne, Christian Knappmann seinen Hut nimmt. Das Trainer-Original begründete seine Entscheidung damit, dass „sein Akku leer sei“. Herne steht aktuell mit nur einem gewonnenen Punkt auf dem letzten Rang der Oberliga Westfalen. Am Mittwoch gab es ein enttäuschendes 2 : 4 im Kreispokal gegen den Bezirksligisten Blau-Gelb Schwerin. Bereits zur Halbzeit hatte Schwerin mit 4 : 0 geführt.

Bildzeile: Beim letzten Spiel des HSC gegen Sprockhövel wirkte noch Nico Berghorst (l.) mit. Der schießt inzwischen fleißig Tore für den Lüner SV. Die Begegnung am 3. November 2019 entschied der HSC daheim mit 2:1 für sich.

 

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