Fußballturniere unter Bedingungen doch erlaubt – Sportfeste bis 1. September verboten

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Fußball: „Für den Amateurfußball gilt ein Turnierverbot bis zum 31. August 2021.“ Eigentlich lässt diese Formulierung keine Fragen offen. Gesendet wurde dieser denkwürdige Satz am Dienstagabend, 1. Juni (nein, nicht am 1. April!) an alle FLVW-Fußballvereine. Zwar ging es in dem Schreiben um ganz andere Dinge wie Testpflicht bei Spielern und Spielen – doch ganz am Schluss stand einsam und ohne Kontext dieses Sätzchen. Vereine und Verbände reagierten heftig, denn so traditionelle Turniere wie der Hecker-Cup des SC Aplerbeck oder Kronen-Cup des SV Brackel wären damit mit einigen wenigen Worten mal eben vom Tisch gefegt worden.

Der FLVW ruderte dann am Mittwochnachmittag zurück. Verboten seien demnach „nur“ Turniere, bei denen an einem Tag viele Mannschaften gegeneinander spielen. Turniere wie der Hecker oder Kronen-Cup mit ein bis zwei Spielen pro Tag seien da nicht betroffen. Gestoßen habe man sich , so der FLVW, am Begriff „Sportfeste“. Die sind nämlich laut Corona-Schutzverordnung in der Tat bis zum 1. September verboten. Also wurde definiert, nachgefragt und heraus kam die nun gültige Entscheidung:

Die Frage ist: Sportfest oder Turnier

Ein Sportfest ist ein Turnier, an dem an einem Tag 10 bis 30 Teams teilnehmen und an diesem einen Tag auch einen Sieger ermitteln. Das ist verboten – bis zum 1. September.

Erlaubt ist indes ein Fußballturnier über einen längeren Zeitraum, an dem pro Tag nur ein bis zwei Spiele stattfinden. Also: Hecker-Cup, Kronen-Cup und Cranger Kirmescup sind okay.

Der FLVW schickte der Erläuterung noch eine Entschuldigung nach. Aber viele Stunden Konfusion bei den Vereinen und Ängste aber waren da schon gelaufen.

Dennoch: Für Spieler, Vereine und Fans ist die Erlaubnis von mehrtägigen Turnieren eine gute Botschaft. Und ein Grund zur Vorfreude.

Bildzeile: Fußballturniere, wie hier der Hecker-Cup 2019 in Aplerbeck, sind erlaubt – für Sportfeste gilt ein rigoroses „Nein“ bis zum 1. September.

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