Fußball-Testspiele: IG Bönen mit Achtungserfolg in Herne – schwacher Kaiserauer Auftritt in Sölde – Personalnot bei der Holzwickeder U23 – KSV mit „Sechserpack“

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Fußball: Licht und Schatten in den Testspielen bei den Landesligisten am Wochenende. Während die IG Bönen beim Oberligisten Westfalia Herne zu einem 1:1-Achtungserfolg kam, blieb der SuS Kaiserasu beim 1:3 in Sölde vieles schuldig. Dramatisch die Personallage bei der U23 des Holzwickeder SC. 6:1 fertigte der Königsborner SV im Bezirkliga-Vergleich den SC Sönnern ab.

Westfalia Herne – IG Bönen 1:1 (0:1). Ein Achtungserfolg für die IG beim zwei Klassen höher spielenden Oberligisten. Das verdiente Unentschieden gewinnt noch an Bedeutung, weil das Trainerduo Ferhat Cerci/Evren Karka einige Stammspieler nicht aufbieten konnten. Die Partie sollte auch eine Standortbestimmung vor dem nahenden Saisonstart sein. Nun, die Bönener sind schon gut drauf. „Vor allem in der 1. Halbzeit haben wir ausgehend von einer Dreierkette ein gutes Umschaltspiel gezeigt“, analysierte Co-Trainer Evren Karka, „einzig die finalen Pässe sind noch verbesserungsbedürftig.“ Klasse jedoch das 1:0. Nach einer abgewehrten Herner Ecke schloss Emre Demir den Konterangriff mustergültig zur Führung ab. „Sahne“, lobte Karka diesen Angriffszug. Nach der Pause und einigen Wechseln ging der Fluss verloren, es musste taktisch umgestellt werden und Herne kam zum Ausgleich.
IG: Klemmer, Güvercin, Akyüz, Et, Bulut, Cabuk, Kusakci, Algan, Nagis, Demir, Gün; Kuhn, Kaya, Kurtovic.
Tore: 0:1 (26.) Demir, 1:1 (73.) Conde.

VfR Sölde – SuS Kaiserau 3:1 (2:0).
Söldes Ertugurul Aksoy erwies sich als „Störenfried“ für Kaiserau, denn er konnte SuS-Keeper Lukas Beßmann drei Mal überwinden. Zwei Treffer besorgte er bis zur 14. Minute und brachte den Bezirksligisten früh 2:0 in Front. „In den ersten 20 Minuten war das kein gutes Spiel uns“, musste sich das SuS-Trainer Jörg Lange eingestehen, „wir wurden für unsere Fehler sofort bestraft. Danach haben wir mehrere Chancen für eine Resultatsverbesserung kläglich vergeben.“ Einzig ein Kopfball von „Uli“ Steffen zählte am Ende für die Schwarz-Gelben, der Ehrentreffer. Mehr sprang nicht mehr heraus, zumal auch der einsetzte Starkregen nicht gerade förderlich war für den Kaiserauer Spielfluss und die Ballkontrolle erschwerte. „Enttäuschend“, so fasste Jörg Lange die 90 Minuten für sein Team zusammen, „wir müssen unbedingt aus unseren Fehlern lernen.“
SuS: Beßmann, Weßelmann, Wagner, Steffen, Manka, Schulz, M. Schuster, Stöwe, Yildirim, Schriefer, Aktas; Kollakowski, L. Schuster, Barry, Pfahl, Weber, Herrmann, Stender, T. Milcarek, Braun.
Tore: 1:0 (9.) Aksoy, 2:0 (14.) Aksoy, 3:0 (58.) Aksoy, 3:1 (60.) Steffen.

HSC U23 gibt in letzten drei Minuten 4:2-Führung noch ab – 4:4

Bildzeile: Angesichts der Personalnot bei der U23 des Holzwickeder SC mussten die Trainer Marcel Greig (am Ball) und Claudio Marzolla auch selbst in Hamm mit aushelfen.

Hammer SpVg II – Holzwickeder SC U23 4:4 (2:3) Pünktlich zum Abpfiff des Testspiels zwischen den Reserveteams der Hammer SV und dem Holzwickeder SC ging ein Donnerwetter mit Blitz und Donner und einem Regenguss auf dem Kunstrasenplatz nieder. Ein Bild mit Symbolkraft: Wie begossene Pudel standen am Ende die Holzwickeder auf dem Platz und durfte sich ein verbales Donnerwetter ihres Cheftrainers Marcel Greig anhören. Statt 4:2, das drei Minuten vor Schluss noch Bestand hatte, brachten zwei späte Tore seine Elf noch um die Früchte ihrer Arbeit. Schlimmer noch: Jan-Carsten Gajewski zog sich Mitte der ersten Halbzeit bei einem Zweikampf eine schwere Bänderverletzung zu und musste ins Krankenhaus. Es wird sogar ein Bänderriss befürchtet – und damit ein wochenlanger Ausfall für den Neuzugang vom BSV Schüren.
HSC-Trainer Marcel Greig: Wir schießen auswärts vier Tore und gewinnen doch nicht. Das ist langsam reine Zeitverschwendung. Ich bin wirklich sauer. Personell geht bei uns fast gar nichts mehr. Welche geplanten Testspiele wir noch austragen – ich weiß es nicht. Wir haben keine Spieler mehr. Die personelle Lage ist wirklich dramatisch. Unser Lazarett ist übervoll – auch mit Langzeitverletzten.
HSV II: Dulek, Darama, Cenkiz, Schneider, Ulas, Özkara, Ayaz, Eckert, Diehl, Mbitimeh, Stichtmann; eingewechselt: Ak, Livaja, Kozdom, Altin, Friedrich.
HSC II: Emmerich, Pastian, Akman, Derichs, Mechken, Greig, Belabbes, Gajewski, Becker, Demirtas, Schröder; eingewechselt: Mahmoud, Cigci, Marzolla.
Tore: 0:1 (Eigentor, 8.) Schneider, 1:1 (8.) Özkara, 2:1 (22.) Efu Mbitimeh, 2:2 (31.) Derichs, 2:3 (39.) Mechken, 2:4 (73.) Becker, 3:4 (87.) Eckert, 4:4 (90.+3) Kozdon.

KSV Doppeltorschützen Leon Lukas und Junior Mushaba

Königsborner SV – SC Sönnern 6:1 (2:1).
Eimn klarer Sieg für den KSV im Testspiel in der Schumann Arena gegen den SC  Sönnern, Vertreter der Bezirksliga 7. Der Gast begann mit einem Blitzstart, der bekanntlich vom Ex-Mühlhausener Achim Hering trainiert wird. Nach zwei Minuten zappelte ein schöner Freistoß im Königsborner Netz – die 1:0-Führung. Nach einer Viertelstunde legte Leon Lukas für Junior Mushaba auf, der überlegt zum 1:1 abschloss. Es kam noch besser: Lukas zeichnete sich als Doppeltorschütze aus und durch weitere Treffer von Mohamed Ahraou sowie Vali Wettklo drückte man die Überlegenheit in Durchgang zwei auch zahlenmäßig aus. Am Ende hieß es 6:1 für das Team von Trainer Andi Feiler.
KSV: Luncke,, Lukas, VL Wettklo, Mushaba, Dinyelu, Duda, Bouelakrhif, Tiller, Marchewka, Ahraou, Strothmann; B. Baehr, D. Ruzok, Kabutke.
Tore: 0:1 (2.) Kucht, 1:1 (16.) Mushaba, 2:1 (25.) Lukas, 3:1 (51.) Lukas, 4:1 (60.) Ahraou. 5:1 (64.) Mushaba, 6:1 (76.) VL Wettklo.

Bildzeile: Königsborns Leon Lukas (re.) glänzte beim 6:1-Sieg gegen Sönnern als Vorlagengeber und Doppeltorschütze.

 

 

 

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