Fußball-Testspiele: 1:9-Debakel des VfL gegen Königsborn – Kaiserau macht’s im halben Dutzend – Duell der Kamener Platznachbarn geht an den TSC

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Fußball: Das alles beherrrschende Gesprächsthema am Sonntagabend war das 1:9 des VfL Kamen im Testspiel gegen Königsborn. VfL-Trainer Emre Aktas brachte es auf den Punkt: „Wir haben uns von der Mannschaft im Stich gelassen gefühlt. Die Vorgaben wurden nicht eingehalten.“  Ein halbes Dutzend Treffer erzielte der SuS Kaiserau. Eine gleichwertige IG Bönen verlor gegen Westfalenligist Bielefeld 1:2. Späte Tore führten Mühlhausen noch zum Sieg in Sönnern. Der SG Massen fehlte die Frische in Herringen. Das Kamener Duell der Platznachbarn entschied der TSC mit 2:1 zu seinen Gunsten.

SuS Kaiserau – Teutonia Waltrop 6:0 (3:0). Ein deutlicher Sieg für Kaiserau gegen den klassentieferen Gast. „Meine Mannschaft hat mir spielerisch gut gefallen“, lobte SuS-Trainer Jörg Lange. Das „Sahnehäubchen“ lieferten dazu M. Schuster und Manka. Beim Teffer zum 5:0 spielten sich beide im doppelten Doppelpass im 16Meter durch die Waltroper Abwehr und Schuster vollendete. Ein sehenswerter Treffer. „Ein guter Schritt in die richtige Richtung“, fasst Lange den Auftritt seiner Elf zusammen, „es gilt aber noch einige Dinge zu optimieren.“
SuS: Beßmann, Steffen, Barry, Manka, Diecks, M. Schuster, Stöwe, Pfahl, Yildirim, Kolakowski, Schriefer; T. Milcarek, Schulz, Aktas, Siebert, L. Schuster.
Tore: 1:0 (24.) T. Milcarek Strafstoß, 2:0 (29.) Barry, 3:0 (37.) Steffen, 4:0 (46.) Manka, 5:0 (67.) M. Schuster, 6:0 (85.) M. Manka.

IG Bönen – VfB Fichte Bielefeld 1:2 (0:0). Gerade mal zwei Auswechselspieler standen IGB-Trainer Ferhat Cerci im Testspiel gegen Westfalenligist Bielefeld zur Verfügung. Dennoch schlugen sich seine Mannen achtbar, konnten mithalten. Und: Durch vermeidbare Gegentore geriet man ins Hintertreffen. Beim 0:1 patzte Akyüz und das 0:2 resultierte aus einem Distanzschuss, der noch leicht abgefälscht wurde. In der Schlussphase verkürzte Demir, er und Algan hatten sogar noch den Ausgleich auf dem Fuß. „Wir haben uns die Niederlage selbst zuzuschreiben“, so die Kurz-Analyse des IGB-Trainers.
IGB: Klemmer, Nagis, Akyüz, Spahic, Kusakci, Algan, Bulut, Kaya, Demir, Yigit, Et; Saglam, Kuhn.
Tore: 0:1 (51.), 0:2 (77.) 1:2 (80.) Demir.

Bildzeile: IG-Torschütze Emre Demir (li.) im Zweikampf mit einem Bielefelder Gegenspieler / Foto Peter Thiemann.

SC Sönnern – SSV Mühlhausen-Uelzen 2:3
Der SSV brauchte einige Zeit, um auf dem ungewohnten Rasen ins Spiel zu finden. Nicht von ungefähr so auch der Rückstand. Ende der ersten 45 Minuten und die zweite Halbzeit gehörten spielerisch dem SSV, der zum Ausgleich und sogar noch zum Siegtreffer kam, aber gemessen an den Chancen hätte der Erfolg viel höher ausfallen müssen. SSV-Trainer Rene Johannes: „Wir haben zwar viel liegengelassen, aber das Spiel hat uns einen Schritt weitergebracht.“
SSV: Mesewinkel-Risse, Wycisk, Simon, J. Pfeffer, Hoffmann, Pfaff, Prothmann, Akdeniz, Deifuß, Weiß; Hölzel, Mayka, Schmidt, Moussa.
Tore: 1:0 (40.), 2:0 (52.), 2:1 (78.) Deifuß Strafstoß, 2:2 (84.) camara, 2:3 (88.) Deifuß.

Bildzeile: Hier versuchen der Königsborner Junior Mushaba (li.) und Kamens Mehmet Dikmen an den Ball zu kommen / Foto KSV.

VfL Kamen – Königsborner SV 1:9 (0:2).
Der VfL spielte nach eigenem Bekunden ohne fünf Urlauber und fünf Verletzte. Dazu kam noch, dass man 70 Minuten in Unterzahl nach dem Platzverweis von Scharfe spielte. Die Verletzung von Nagler musste auch noch beklagt werden. Dennoch: „So ein Ergebnis geht gar nicht“, klagte ein angefressener VfL-Coach Emre Aktas. „Wir haben uns als Trainer von der Mannschaft im Stich gelassen gefühlt. In Unterzahl haben wir weiter nach vorne gespielt statt defensiver zu operieren. So liefen wir in Konter. Verlieren kann man, aber die Höhe der Niederlage tut weh.“
Die Anfangsminuten gehörten zunächst dem VfL. Nach sechs Minuten hieß es 0:1 durch Wettklo. Nagler verletzte sich bei der Abwehraktion, sodass der KSV-Torschütze frei einschießen konnte. Anschließend spielte nur noch der KSV und kam insgesamt zu neun Treffern.
VfL: Kiranyaz, Kisa, Tekeler, Büyükdere, Scharfe, S. Gül, Losay, Gohr, Dikmen, Rudolf, Nagler; Najih, Losay, Helvaci.
KSV: Luncke, B. Baehr, Pagel, VL Wettklo, Musahaba, Dinyelu, Boulakrhif, D. Ruzok, Marchewka, Ahraou, Strothmann; Duda, Lukas, Kabutke, . Baehr, Tiller.
Tore: 0:1 (6.) Ahraou, 0:2 (33.) VL Wettklo, 1:2 (47.) S. Gül, 1:3 (56.) Diyelu, 1:4 (64.) VL Wettklo, 1:5 (75.) Lukas, 1:6 (76.) Mushaba, 1:7 (85.) Kabutke, 1:8 (86.) Lukas Strafstoß, 1:9 (88.) Lukas.
Bes. Vork.: Rote Karte für Scharfe (25.) wegen Beleidigung.

Bildzeile: 3:1 führte die U23 des Holzwickeder SC im Mühlbachstadion, musste sich am Ende aber der Mühlhausener Reserve noch 3:4 geschlagen geben.

SSV Mühlhauen-Uelzen II – Holzwickeder SC U23 4:3 (1:2).
SSV: Hoffmann, Michels, Thiel, Mainz, Gräfe, Kemper, Galwas, L. Pfeffer, Gerhards, Hackmann, Kobilsek, Alekseew, Crmm, Ljevar.
HSC: Emmerich, Akman, Mechken, Cigci, Ilic, Ibrahim, Becker, Busemann, Logah, Walden, Schröder, Marzolla, Pastian, Ünal, Derichs, Mahmoud, Belabbes, Gajewski.
Tore: 0:1 (5.) Akman, 1:1 (7.) Kemper, 1:2 (23.) Mechken, 1:3 (50.) Gajewski, 2:3 (55.) L. Pfeffer Strafstoß, 3:3 (64.) Gräfem 4:3 (85.) Mainz.

SVF Herringen – SG Massen 1:0 (0:0).
Statt gegen Kalthof bestritt die SGM den Test am Sonntag gegen den ambitionierten A-Kreisligisten Herringen. Nach dem Samstagspiel gegen Bockum-Hövel (wir berichteten), fehlte dem Bezirksligisten tags darauf ein wenig die Frische. „Dennoch war das Spiel wichtig, um weiter in den Rhythmus zu kommen“, begründete SGM-Spielertrainer Marco Köhle den Spielstress. „Bei uns haben noch einige Fehler gefehlt. In der nächsten Woche wollen wir das Pensum ein wenig runterfahren.“
SVF: Holstein, Neuhaus, Brömmelhaus, Dumanli, Wahle, M. Hayduk, P. Hayduk, Lorengel, Sporkert, Rafalski, Husarek.
SGM: Spielfeld, Schnee, Szymaniak, Deutz, L. Oruku, Üstün, Rodriguez-Toquero, Köhler, Martello, Werth, Hoinkis; Paschedag, Schmidt, Ernst, Böhm.
Tor: 1:0 (53.) Robben.

Westfalia Wethmar – VfB Lünen 1:2 (0:0).
Westfalia: Fischer, Nagel, Jankort, Mark, Anderson, Schulze-Weiling, Quiring, Sonnen, Jansen, Schöpf, Ostzerholz; Pöhlker, Möller, Wantoch von Rekowski, Simsek.
Tore: 0:1 (5.), 0:2 (81.),1:2 (8.) Wantoch von Rekowski.

TSC Kamen – Kamener SC 2:1 (0:1).
TSC-Trainer Enes Karaaslan war mit der Leistung seiner Mannschaft in der 1. Halbzeit nicht besonders zufrieden. „Durch unsere Fehler konnte der Gegner durch schnelles Umschaltspiel profitieren. Zu Beginn der 2. Halbzeit hatten wir weiterhin Schwierigkeiten ins Spiel zu finden. In den letzten 25 Minuten ist es uns dann gut gelungen, den Ball laufen zu lassen und das Ergebnis zu unseren Gunsten zu drehen.“
TSC: Y. Aydeniz, Ta. Acar, Akdogan, Celiktas, Yavuz, Morsel, Cengiz, Kodaman, M. Jabri, Yilmaz, F. Aydeniz; Gür, Albus, Crescente.
KSC: Schrader, Bastürk, Cirak, Lenz, Milder, Hahn, K. Denninghoff, Brinkmann, Mü. Kücükyagci, Yilmaz; Hümmer, Yildiz, Krame, Aktas, Hohl.
Tore: 0:1 (22.) Brinkmann, 1:1 (79.) Eigentor Molder, 2:1 (82.) Akdogan.

Bildzeile: Mit vollem Einsatz kann hier der Kaiserauer Robin Pfahl (li.) die Lederkugel vor dem Waltroper Gegenspiel ins Aus befördern.

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