Fußball-Saison rückt nach den jüngsten Beschlüssen von Bund und Ländern in immer weitere Ferne – DFB-Kritik

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Fußball: Corona und kein Ende. Die Fortführung der Fußball-Saison rückt nach den jüngsten Beschlüssen der Bundesregierung- und Ministerpräsidenten-Konferenz in immer weitere Ferne.

Die Verbandsspitze des Deutschen Fußball-Bundes hat die neuen Corona-Beschlüsse von Bundesregierung und Länderchefs kritisiert. In einem gemeinsamen Statement schrieben Präsident Fritz Keller und Vizepräsident Rainer Koch am Dienstag: „Es ist enttäuschend, dass der organisierte Amateursport bei den jetzt getroffenen Bund-Länder-Beschlüssen mit keiner Silbe erwähnt wird. Bei aller gebotenen Vorsicht angesichts steigender Infektionszahlen bedauern wir es sehr, dass abermals Verbote im Mittelpunkt stehen und nicht Lösungen, die Wege bieten, angemessen mit der Pandemie umzugehen. Denn die hat der Sport aufgezeigt.“

Amateurfußball immer noch kein Teil der Lösung

Und weiter: „Gerade der Fußball als kontaktarme Sportart im Freien verfügt über erprobte und funktionierende Konzepte, das haben die vergangenen beiden Wochen, als in Vereinen zum Teil wieder trainiert werden konnte, zum wiederholten Male unter Beweis gestellt.  Wir haben unsere etablierten Strukturen angeboten, wenn es beispielsweise darum geht, endlich breit angelegte Testungen umzusetzen. Der organisierte Amateurfußball wird leider auch nach einem Jahr Pandemie immer noch nicht als Teil der Lösung begriffen. Dabei sind es gerade unsere Millionen aktiven Fußballer*innen hierzulande, die bestens wissen, was es heißt, sich an Regeln zu halten. Alle bisherigen Erkenntnisse weisen darauf hin, dass das aktive Fußballspielen unter freiem Himmel kein Pandemietreiber ist und die Ansteckungsgefahr auf dem Spielfeld minimal ist. Speziell für Kinder und Jugendliche tragen regelmäßige Bewegungsangebote im geschützten Vereinsumfeld zur körperlichen und seelischen Gesundheit bei.“

Lockdown im Amateur- und Jugendbereich gilt bis zum 18. April in NRW

Das heißt: Der Lockdown, der den Sport im Amateur- und Jugendbereich seit Anfang November massiv einschränkt, behält Gültigkeit bis zum 18. April in Nordrhein-Westfalen und mit Blick auf die steigende Inzidenz kündigte Ministerpräsident Armin Laschet auch an, dass die zuletzt vorgenommenen Lockerungen landesweit zurückgenommen werden. Diese sogenannte Notbremse – auch im Sport – tritt mit dem Auslaufen der alten Verordnung am 29. März in Kraft, weil in NRW der Wert von 100 seit dem Wochenende überschritten wird.

Die Sportplätze werden also wieder gesperrt. Seit dem 8. März durften fünf Personen aus zwei verschiedenen Hausständen gemeinsam kontaktfreien Sport ausüben. Kontaktsport wie Fußball von Kindern bis einschließlich 14 Jahren auch in 20er Gruppen betrieben war möglich. Vorbei! Alle älteren Jugendlichen und die Senioren blieben außen vor und so wird es auch bleiben. Der FLVW hatte schon vor ein paar Tagen neue Infos zur jüngsten Coronaentwicklung für den Montag angekündigt.

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