Fußball-News: Corona-Regeln, Personalien und Veranstaltungen

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Noch keine verschärften Corona-Beschränkungen
Trotz steigender Corona-Zahlen wird am kommenden Wochenende auf den heimischen Amateur-Fußballplätzen noch alles wie in den vergangenen Wochen sein. Im Freien gelten bis zu 2.000 Zuschauer weiterhin keine Beschränkungen wie Maskenpflicht, 3G oder 2G. In Innenräumen aber gilt 3G. Dieses Regelwerk aber könnte sich allerdings bald ändern. Viele Bundesländer haben bereits eine 2G-Regelung auch im Freizeitsportbereich eingeführt. Zugang haben demnach nur Geimpfte oder Genesene. Für Kinder und Jugendliche gibt es Sonderregelungen. NRW wartet noch die Bund-/Ländergespräche am kommenden Donnerstag, 18. November, ab. Sollte es da keine Einigung auf eine bundeseinheitliche 2G-Regelung oder eine Vereinbarung, ab wann 2G oder 3G gelten kann geben, denkt Ministerpräsident Hendrik Wüst auch über einen NRW-Alleingang nach. Der könnte gleich auf 2G lauten – oder ab einer bestimmten „Ampel“ auf 2G gehen, also durchaus regional unterschiedlich sein.

FLVW hat bereits sein grundsätzliches Einverständnis für 2G bekundet

G im Freizeitbereich und im Freien bedeutet, dass zu Fußballspielen nur Geimpfte und Genesene Zugang hätten – sowohl als Zuschauer wie auch als Spieler/Offizieller/Trainer. Alle anderen bleiben ausgeschlossen. Der Fußballverband FLVW hat bereits sein grundsätzliches Einverständnis für 2G bekundet. Dennoch hoffen alle auf eine gute Lösung für alle im Sinne der Gesundheit und ohne eine Spaltung – auch, da ja Weihnachtsmärkte öffnen und am 11. November auch die Karnevals-Saison startete. Und wie sagte da noch am Donnerstag zum Start des Kölschen Karnevals Peter Brings von der gleichnamigen Kölsch-Rock-Band den zahlreichen Medien: „Wir müssen lernen, damit zu leben. Ich glaub: Wir werden noch viel kränker, wenn wir einfach in unseren Buden sitzen bleiben. Da geht die Seele kaputt. Meine zumindest.“

Marcel Greig zum Hörder SC

Nur wenige Tage nach seiner Freistellung als Trainer der U23 des Bezirksligisten Holzwickeder SC hat Marcel Greig wieder einen neuen Verein. Ab sofort ist er Coach des Kreisligisten Hörder SC und sitzt bereits am kommenden Wochenende auf der Bank. Greig wollte ursprünglich eine Pause bis zum Sommer 2022 einlegen – jetzt aber sprachen ihn die Dortmunder, die im Abstiegskampf stecken, an.

Vortrag vom Holzwickeder Gerd Kolbe am 21. November zur Verbindung Dortmunder jüdischen Glaubens zum Fußballsport

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland werden in diesem Jahr gefeiert. Der Holzwickeder und BVB-Historiker Gerd Kolbe macht in einem Vortrag deutlich, wie jüdische Bürger die Kultur und das Leben in der Stadt mitgeprägt haben. Dazu gehört auch der Fußball. Er referiert am Sonntag, 21. November, um 16 Uhr  in der Jüdischen Kultusgemeinde an der Dortmunder Prinz-Friedrich-Karl-Straße unter dem Titel „Aus Liebe zum Fußball“. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stehen drei jüdische Persönlichkeiten stehen, deren Biografien sowohl mit dem Thema „Fußball“ als auch mit Dortmund verknüpft sind: Benno Elkan, Julius Hirsch und Wolfgang Polak.

Benno Elkan, Jahrgang 1877, geboren in der Brückstraße in einem ehemaligen Gebäue, wo heute das Konzerthaus steht, prägte den Dortmunder und auch Münchener Fußball auf besondere Art und Weise. Mit einigen Gleichgesinnten gründete er 1895 den Dortmunder FC 95, der später im TSC Eintracht Dortmund aufging, der damit Dortmunds ältester Fußballclub ist. Zudem ist er Gründungsmitglied des FC Bayern München.
Julius Hirsch, nach dem der DFB einen gleichnamigen Preis für Personen und Organisationen benannt hat, die in besonderer Weise ihre gesellschaftliche Position nutzen, um sich für Freiheit, Toleranz und Menschlichkeit einzusetzen, war der zweite jüdische Nationalspieler des Deutschen Fußball-Bundes. Sein tragischer Berührungspunkt zu Dortmund besteht darin, dass er 1943 von Karlsruhe über Stuttgart und Dortmund nach Auschwitz deportiert und dort von den Nazis ermordet wurde.
Wolfgang Polak, der langjährige Geschäftsführer und Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Dortmund, gehörte zu dem fünfköpfigen BVB-Vorstand, der 1974 den sportlich und finanziell extrem gefährdeten Verein vor dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit bewahrte und den Club 1976 wieder in 1. Bundesliga führte.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich unter events@jkgd.de.

 HSC-Adventsfenster am 23. Dezember im Montanhydraulik-Stadion und Teilnahme am Holzwickeder Weihnachtsmarkt

Der Holzwickeder SC richtet am Donnerstag, 23. Dezember, erneut das traditionelle Adventsfenster aus. Dafür gelang es, den BVB-Historiker Gerd Kolbe zu engagieren. Der Träger des Dortmunder City-Rings und Ex-Organisationschef der Fußball-WM in Dortmund wird erneut einen selbst verfassten Text zum Fußball vortragen. Ebenfalls freuen können sich die Zuhörer auch auf eine kleine Lesung von Doris Volke. Beginn am 23. Dezember im Ballhaus ist um 18 Uhr. Ferner nimmt der HSC am Holzwickeder Weihnachtsmarkt vom 26. Bis 28. November teil.

HSC feilt an neuer Vereins-Hymne

Viele Fans erinnern sich noch an die alte Vereins-Hymne der Spielvereinigung Holzwickede. Die wurde damals mit Matthias „Katsche“ Kartner aufgenommen. Der Holzwickeder SC als Nachfolger des HSV arbeitet derzeit intensiv an einer neuen Hymne. Am Text arbeitet der Holzwickeder Gerd Kolbe. Den Text müssen die HSC-Gremien noch abschließend absegnen.

Bildzeile: Marcel Greig (2.v.r.), hier im Spiel seiner ehemaligen U23 des HSC gegen die Hammer SpVg II (2.v.r.), hat nur kurze Zeit nach seiner Freistellung einen neuen Verein gefunden: Er wird Trainer des Hörder SC, der in der Kreisliga A1 auf dem 17 und damit vorletzten

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