Fußball-Kreisliga: Kamener SC hat sich wohl aus dem Kreis der Meisteranwärter verabschiedet

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Fußball: In der Kreisliga A2 hat sich der Kamener SC nach der Niederlage in Oberaden wohl aus dem Kreis der Meisterschaftsanwärter verabschiedet. So läuft alles an der Spitze auf einem Dreikampf Königsborner SV, TSC Kamen und SuS Oberaden hinaus.

Mit Unterstützung aus der Ersten, Dario Ernst und Philip Hoffmann, gewann der SSV Mühlhausen-Uelzen II etwas glücklich 4:3 im Mühlbachstadion gegen Langschede. Da der SSV vor allem in Halbzeit eins seine Chancen nicht nutzte, wurde die Partie am Ende zu einem Zitterspiel. SSV-Trainer Marco Slupek: „Zum Schluss können wir sogar noch froh sein, überhaupt gewonnen zu haben, weil Langschede noch einmal am Drücker war.“

Beim SV Langschede herrschte vor dem Anpfiff im Mühlbachstadion Personalnot. Henning, Krupka Seeling, Kirstein, Pestke und Taubert standen nicht zur Verfügung. So musste A-Junior Weistropp, der zuvor schon 90 Minuten im Jugendspiel auf dem Platz gestanden hatte, ran. Erstmal konnte Brewedell nach seiner Verletzungspause wieder auflaufen – er wurde in der 65. Minute eingewechselt. „Ein Remis wäre sicherlich das gerechtere Ergebnis gewesen“, so das Statement von SVL-Trainer Stefan Kortmann nach Spielschluss.

Nur eine Halbzeit drehte der VfL Kamen gegen überforderte Weddinghofener auf, führte zur Pause 7:0. Danach nahmen die Kamener jedoch den Fuß vom Gaspedal und trafen nur noch einmal durch Winter-Neuzugang Büyüdere, der auf insgesamt drei Treffer kam.
Restlos bedient war Olaf Barnfeld, Coach des VfK Weddinghofen. „Die erste Halbzeit war einfach nur peinlich“, ärgerte er sich. Prekär wird damit die Tabellenlage für den VfK, der als Tabellendreizehnter zwar noch fünf Zähler Vorsprung hat auf den ersten Abstiegsplatz, was aber beileibe kein Ruhekissen ist. Denn: Bausenhagen hat zwei Spiel weniger aufzuweisen.

Bild: Im Kamener Jahnstadion musste der VfK Weddinghofen wiederholt den VfL-Angreifern nachlaufen, verlor 1:8.

Die Begegnungen SV Bausenhagen – FC TuRa Bergkamen „auf der Alm“ wurde wegen Unbespielbarkeit des Platzes am Sonntag abgesagt und soll Ostermontag, 15 Uhr, nachgeholt werden.
Rot-Weiß Unna hatte im Heimspiel gegen Heeren die Ausfälle von Wahle, Appelhoff, Schiffer, Thomassen und Schröder zu beklagen. RWU-Trainer Tim Richter: „Das konnten wir nicht kompensieren. Leider hatten wir in der zweiten Halbzeit eine Schwächeperiode, die sofort mit einigen Toren von Heeren ausgenutzt wurde.“
Die Halbzeitansprache von Sebastian Eckei, Trainer des BSV Heeren, fruchtete und am Ende hieß es 5:2. „Wir haben die wichtigen Dinge angesprochen und das dann sehr gut umgesetzt. Es war eine sehr gute Leistung meiner Mannschaft.“ Im Heerener Team fehlten die Torhüter Solty und Wendlandt – Gerlach stand im Tor – , ebenso F. Ernst, Barnefeld, Honorio, Nüsken und Taslik. Aus disziplinaren Gründen wurden im Vorfeld Pasternack und Oboda suspendiert

Es bedurfte erst des Platzverweises von David Pagel (44.), dass der Königsborner SV im Heimspiel gegen VfL Kamen II stärker wurde. In Unterzahl spielte der Tabellenführer in Halbzeit zwei engagierter, konzentrierter und schneller. So traf Tobi Wittwer noch dreimal, er hatte auch für die 1:0-Führung gesorgt. Val Leander Wettklo war zweifacher Torschütze und schnürte mit seinem zweiten Treffer einen Doppelpack. Er erhöhte sein Torkonto damit auf 26 und führt die Torjägerliste an. Beim KSV fehlten am Sonntag Daniel Duda, Alexander Staklies, Steinacker, Kücükyagci und Veit Laurin Wettklo. Aufgrund des personellen Engpasses musste Oldie Tobias Retzlaff ran.

Pech für Mamadou Diallo vom VfL Kamen II, der nach einem Arbeitsunfall bis zum Saisonende ausfällt. Pech auch für Andreas Zahn, der in Königsborn nach 17 Minuten mit Knieproblemen ausscheiden musste.

Für den Kamener SC scheint der Meisterschaftszug nach der 0:1-Niederlage im Oberadener Römerberg-Stadion abgefahren. Er musste Kunde, Lehmann, Schmid und  Jakob ersetzen. „Leider haben wir in der dritten Zone zu wenig hinbekommen“, bilanzierte KSC-Trainer Ahmt Kaya..
Das Tor des Tages im Verfolgerduell erzielte Winter-Neuzugang Erkan Baslarli, der nach sieben Minuten traf. Es war in seinem zweiten Einsatz sein vierter Treffer für den SuS Oberaden.
Stammkeeper Florian Altmeyer fiel beim SV Frömern kurzfristig aus, so stellte sich Thomas Ruzok ins Tor. Dass es sechs Mal in seinem Kasten „klingelte“, war ihm laut Trainer Thomas Schneider nicht anzulasten. Ohne die Gebrüder Meierjohann und Döring unterliefen dem SVF in der 2. Halbzeit katastrophale Fehler. Innerhalb von vier Minuten schraubte Cappenberg das Ergebnis von 1:0 auf 4:0. Neithart patzte bei einem Eigentor zum 0:1 (28.). Schneider: „Das Ergebnis ist viel zu hoch ausgefallen, aber beschweren dürfen wir uns nicht.“

Die Sensation lag in der Luft: Die U23 des TuS Westfalia Wethmar zeigte gegen den turmhohen Favoriten TSC Kamen eine ganz starke Vorstellung. Nach einer 3:1-Führung folgten allerdings drei Schlüsselmomente, die die Grün-Weißen letztlich wieder einmal mit leeren Händen zurückließen. Das Tabellenschlusslicht war mit veränderten personellen Vorzeichen in die Partie gegangen und hatte sich mit Voß und Jaszmann aus der dritten Mannschaft sowie mit Cillien, Kahlkopf und Schinck verstärkt. „Alle Jungs haben sich hervorragend eingefunden in unser Team“, lobte Trainer Paul Mantei, der auch den übrigen Akteuren ein Riesen-Kompliment machte. „Wir haben in puncto Aggressivität, Laufbereitschaft und Einsatz alles abgerufen und den Gegner am Rande einer Niederlage gehabt.“

Mit vielen kranken und angeschlagenen Spielern musste der TSC Kamen in Wethmar antreten. Bahcekapili, Özkan und Gider fehlten ohnehin. Zwei Spieler  aus der Zweiten und ein A-Junior halfen aus. TSC-Trainer Tutku Tekkanat: „Es war ein schweres Spiel, Wethmar machte  von Beginn an viel Druck. Die ersten 60 Minuten haben wir verpennt, allerdings sind wir dann aufgewacht und haben unsere Klasse gezeigt. Wir drehten das Spiel in knapp zehn Minuten. Es war aber ein glücklicher Sieg.“

Nach der Niederlage bei BV Hamm musste sich der FC Overberge in der Kreisliga A1 auch im Heimspiel gegen TuS Uentrop 0:1 geschlagen geben. FCO-Trainer Volker Grahl urteilte: „Das Spiel hatte heute kein gutes Niveau. Wie schon im letzten Spiel konnten wir unseren Ansprüchen nicht gerecht werden.“

Bild: Der Königsborner SV behauptete mit dem 6:1-Heimerfolg über den VfL Kamen II weiter die Tabellenspitze / Foto KSV.

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