Fußball-Kreisliga A: Der 9. Spieltag noch einmal beleuchtet – Tom Schröder und Tim Richter glänzen

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Fußball: Zwei Kamener Clubs führen die beiden Kreisligen an. In der A1 thront jetzt der VfL Kamen ganz alleine oben. In der A2 wahrte der Kamener SC seinen komfortablen Vorsprung. Im Topspiel verlor der BSV Heeren 0:3 Zuhause gegen den SuS Oberaden. Die Heerener rutschten nach der 0:3-Niederlage auf den sechsten Tabellenplatz ab. Gegner SuS Oberaden verbesserte sich dagegen auf Rang vier. Glänzen konnten am 9. Spieltag Tom Schröder als vierfacher Torschütze für den FC Overberge. Ebenso Tim Richter, der für RW Unna einen Hattrick erzielte, 90 Minuten gegen Mühlhausen II spielte und zuvor  schon eine Stunde in der RWU-Reserve im Einsatz war.

Kreisliga A1
Den zweiten Saisonsieg mit 4:0 feierte die SpVg Bönen am Sonntag beim sieglosen Tabellenletzten SV Stockum. Die Chancenverwertung war das einzige Manko in dem Kellerduell. Die Erkenntnis auch: Gewonnen müssen fortan Spiele nicht nur gegen gegen die vermeintlichen Abstiegskandidaten, sondern auch die sogenannten 50:50 Spiele. Die  Unsicherheit in der Mannschaft sollte ad acta gelegt werden können.

Der VfL Kamen brannte am Sonntag in Weddinghofen ein Fußball-Feuerwerk ab, gewann 5:0 und ist nunmehr alleiniger Tabellenführer. Nach sieben Minuten hieß es bereits 1:0, als Engin Duman das schnelle 1:0 für den VfL erzielte. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Mark Ellerkmann auf 2:0, der eingewechselte Björn Scharfe, erneut Duman und Mehmet Kara schraubten das Ergebnis schließlich auf 5:0. Mirco Gohr und Mehmet Kara vergaben noch zwei Elfmeter. Mit nunmehr 44 Treffern und nur vier Gegentoren stellt der VfL die offensivstärkte Elf und auch die sicherste Abwehr der Liga.
0:5 verloren, aber Stefan Feldmann, Trainer des VfK Weddinghofen, zeigte sich trotz der klaren Niederlage, der dritten in Folge, nicht so unzufrieden. Die Leistung gibt Hoffnung auf Besserung. Doch er muss mit seiner Mannschaft vor allem an der Defensive arbeiten, denn mit 44 Gegentreffern fing sich kein anderes Team der A 1 bislang mehr Tore ein.

Kreisliga A2
Der TSC Kamen II war beim 0:12 chancenlos gegen Bergkamen. Zur Pause stand es bereits 0:6. Ausdruck nachlassender Kraft. Pech, dass sich TSC-Spielführer Burhan Gökce verletzte und nach 63. Minuten ausgewechselt werden musste. Äußerst dünn war der TSC-Kader, der gerade mal zwei Auswechselspieler auf der Bank hatte. Nadir Kocapinar und Altan Bayar aus dem Trainerstab mussten selbst mit aushelfen.
Ein Dutzend Tore schenkte der FC TuRa Bergkamen der TSC-Reserve ein. Allein sechs erzielte „Kalli“ Kupfer, der damit als Führender der Torjägerliste sein Torkonto auf 13 erhöhte. Ahmet Keske legte drei Treffer auf, Nils Rataj zwei und Eftal Calikbasi war einmal erfolgreich. Überschattet wurde der Kantersieg, denn TuRa-Ehrenvorsitzende Ewald Schürmann musste mit Kreislaufproblemen per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Er wurde eingehend untersucht und konnte zum Glück anschließend wieder entlassen werden.

Bildzeile: Ein Dutzend Tore schenkte der FC TuRa Bergkamen Gastgeber TSC Kamen II ein.

Matchwinner beim 4:3-Heimerfolg von Rot-Weiß Unna gegen Mühlhausen II war Tim Richter. Er sorgte mit einem Hattrick nach der Pause maßgeblich für den Dreier. In der Nachspielzeit markierte er den 4:3-Siegtreffer. Beachtlich seine Kondition, denn er spielte 90 Minuten durch, absolvierte aber vorher 60 Minuten in der Reserve. Den RWU-Treffer Nummer vier erzielte Matthias Lage. Die Freude über den Sieg wurde dabei allerdings durch das Fehlen von Torjäger Mansour Yousofi getrübt. Nach dem Tod seines Vaters war der Topstürmer verständlicherweise nicht im Aufgebot.

Bildzeile: Überstunden für RW Unna machte am Sonntag Tim Richter, der erst in der Reserve spielte, dann in der Ersten – und hier auch noch einem Hattrick kam.

Weiter mächtig angespannt ist die Personallage bei der U23 des SSV Mühlhausen-Uelzen. SSV-Coach Marco Slupek konnte gegen Unna gerade mal zwölf Akteure aufbieten, mit Colin Thiel saß nur ein Auswechselspieler auf der Bank. Slupek verriet, dass man letztmalig am 30. September ein Training absolvieren konnte. Von daher habe man sich ordentlich verkauft.

Torhüter Christoph Sander und Jannes Krupka waren die Garanten für den 1:0-Auswärtssieg des SV Langschede in Cappenberg. Der überragende Sander hielt seinen Kasten mit mehreren Glanzparaden sauber. Vor ihm arbeitete aber auch seine Abwehr bestens. Sechs Minuten vor dem Spielende gelang Krupka nach Vorarbeit des kurz zuvor eingewechselten Christian Radzko das Tor des Tages.

Christoph Golombek, Trainer des BSV Heeren, erkannte die verdiente 0:3-Niederlage auch in der Höhe an. Er musste wiederum zahlreiche Ausfälle hinnehmen. Zu Beginn der 2. Halbzeit hätte Martin Herbort sogar den BSV in Führung bringen können, doch er traf nur SuS-Schlussmann Kai Münstermann. In der Schlussphase brachte der BSV-Coach Kevin Rautenberg und Felix Becker ins Spiel, kam durch Tim Brech und Felix Ernst auch noch zu Chancen, doch am Resultat änderte sich nichts mehr. Am Ende stand die SuS als Sieger da und entführte damit drei Punkte aus Kamen.
Das Leistungsbarometer des SuS Oberaden zeigt weiter nach oben. Mit dem 3:0 in Heeren, gleichzeitig der fünfte Saisonsieg, nimmt die Dereli-Truppe nunmehr Tabellenplatz vier ein. Für den Dreier sorgte in erster Linie Torjäger Michael Krakala, der alle drei SuS-Treffer und damit einen Hasttrick erzielte. Die Spielweise des SuS war sehr kontrolliert, von daher dauerte es auch etwas länger, dass man sich die Chancen herausgespielt und dann auch verwertet hatte. Pech für Lukas Tschau, der in der 69. Minute mit einer gebrochenen Hand ausscheiden musste.

Ein 2:7 musste sich der SuS Kaiserau II im Heimspiel gegen Spitzenreiter KSC gefallen lassen. In dem Derby hatte man sich doch mehr ausgerechnet, doch die Konstanz reichte nicht. Die Abwehr ist vorrangig verbesserungswürdig, denn pro Spiel kassierte das Team von Trainer Fabian Blum im Schnitt mehr als drei Gegentreffer, insgesamt schon 27 Gegentore.
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Über die beiden „zu einfachen Gegentreffer“ ärgerte sich Ahmet Kahya, Trainer des Kamener SC, beim 7:2-Erfolg in Kaiserau. Er kündigte Redebedarf an. Bis zur 18. Minute hatte Jonas Hahn seine Mannschaft 2:0 in Führung gebracht, musste nach 43 Minuten verletzt ausscheiden. Er war bis dahin Kamens Bester. Hasan Bastürk, Aziz Aktas zwei Mal, Jan Jacob und Mücahit Kücükyagci machten den 7:2-Endstand des Tabellenführers perfekt.

Zu einer Tom Schröder-Show wurde die Partie des FC Overberge gegen die U23 von Westfalia Wethmar. Vier Mal war er als Torschütze beim 5:0-Heimsieg erfolgreich. In der 26. Minute durfte er erstmals jubeln zum 1:0, als er aus der Distanz traf. Er kann es aber auch von der Eckfahne, wo er direkt ins Wethmarer Tor traf. Ein Wermustropfen war die Verletzung von Felix Evers, der sich vermutlich eine Bänderverletzung zuzog und auswechselt werden musste. So musste der FCO die letzten 20 Minuten in Unterzahl  überstehen.

Bildzeile: Tom Schröder traf für den FC Overberge vier Mal.

Von einem enttäuschenden Auftritt sprach nach dem Spiel Dominik Ciernioch, Trainer von Westfalia Wethmar. Man habe alles vermissen lassen, was zum Fußballspielen gehört.

Pech für Blau-Rot-Billmerich, dass Christopher Schultz der Ball in der 9. Minute im eigenen Sechzehner unglücklich an die Hand sprang. Der anschließende Elfer bedeutete das 0:1. Der Rückstand lähmte die Billmericher Aktionen. BRB-Keeper Ingvar Busch musste noch zwei weitere Male hinter sich greifen. Die Chance auf den Ehrentreffer vergab Julian Knabe.
Per Elfmeter brachte Robin Erdmann den SV Bausenhagen früh 1:0 in Front. Mit einem Sololauf ließ Sebastian Andree das 2:0 folgen und Alexander Erdmann stellte nach gut einer Stunde den 3:0-Endstand her. Der SVB kam auf dem schwer zu bespielenden Geläuf im Waldstadion gut zurecht. Pech für den in der 69. Minute eingewechselten Rene-Andreas Guth, der sich verletzte und vorzeitig wieder vom Feld musste. So konnte der SVB die Partie nur in Unterzahl zu Ende spielen, da zuvor schon vier Mal gewechselt wurde.

Wichtige Punkte fuhr der SV Frömern beim 3:0-Sieg Zuhause gegen die VfL-Reserve ein. Gemessen an den Chancen hätte der Dreier noch höher ausfallen können. Immerhin dauerte es bis zu Minute 44, ehe Thomas Bartling für das 1:0 sorgte. Und wieder ganz spät in Halbzeit zwei fiel die endgültige Entscheidung. Christian Döring (89.) und Julius Meierjohann in der neunminütigen Nachspielzeit machten den Deckel drauf. Mit den drei Zählern rückte Frömern in der Tabelle auf Platz elf vor.
Eine enttäuschende Leistung lieferte der VfL Kamen II an der Brauerstraße in Frömern ab, verlor 0:3 und verweilt weiter auf einem Abstiegsplatz. Sogar „katastrophal“ nannte VfL-Coach den Auftritt und bestätigte die verdiente Niederlage seiner Mannschaft, die sich bereits zum sechsten Mal in dieser Spielzeit geschlagen geben musste.

Bildzeile: „Matchwinner“ für den SuS Oberaden beim 3:0-Sieg in Heeren war Michael Krakala (2. v.re.).

 

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