Fußball-Kreisliga A2: VfL Kamen wahrt weiße Weste

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Fußball: 46 Tore in acht Partien – in der Fußball-Kreisliga A2 waren die heimischen Teams an diesem Sonntag besonders torhungrig. Im Schnitt fielen pro Partie fast sechs Tore – rekordverdächtig. An der Tabellenspitze thront derweil weiterhin der VfL Kamen, der im Derby gegen den BSV Heeren beim 4:0 nichts anbrennen ließ. Ebenfalls in guter Verfassung präsentierten sich die SG Massen (6:1 gegen den TSC Kamen) und die SG Holzwickede (4:0 in Bausenhagen). Weiter für Furore sorgt auch Aufsteiger SV Frömern. Gegen den SuS Kaiserau II gabs es ein 5:2.


Westfalia Wethmar U23 – SuS Lünern 10:1 (5:1).
Simon Erling, Trainer Westfalia U23: „Wir haben eine prächtige Reaktion gezeigt!“ meinte der Übungsleiter, der – so kurios es auch klingen mag – einzig und allein mit der Chancenverwertung nicht zufrieden sein konnte. „Das Ergebnis geht in dieser Höhe voll in Ordnung, denn wir mussten eigentlich doppelt so viele Tore erzielen.“
Sebastian Laub, Trainer SuS Lünern: „Wir können uns heute bei unserem Keeper bedanken, dass es nicht so schlimmer gekommen ist. Die Leistung war katastrophal und beschämend.“
Westfalia: Wagner, Pella, N. Rath, Cillien, Langenkämper, Hane, Eser (54. N. Lohölter), Zimmermann, J. Rath (65. Evermann), Lohölter, Hane (46. Podszuck).
SuS: Sude, Elik, R. Lorger, Düllberg (Losay), Kempe, Szymaniak (65. Lehmkühler), Busch, Pietrucha, M. Lorger, Lokatis, Sojka.
Tore: 1:0 (4.) Hane, 2:0 (6.) Eser, 3:0 (11.) Zimmermann, 4:0 (12.) Zimmermann, 4:1 (23.) Pietrucha, 5:1 (45.) Hane, 6:1 (59.) A. Lohölter, 7:1 (69.) Podszuck, 8:1 (70.) Zimmermann,  9:1 (82.) N. Lohölter, 10:1 (88.) N. Lohölter.
Bestnoten: Hane (zentrales Mittelfeld, Westfalia), Zimmermann (linkes Mittelfeld, Westfalia), Rath (Innenverteidiger, Westfalia)

Königsborner SV – SSV Mühlhausen-Uelzen II 3:2 (1:0).
Tobias Retzlaff, Trainer Königsborner SV: „Mit der Leistung heute bin ich semi-zufrieden. Ein Unentschieden wäre sicher gerechtfertigt gewesen, zumal der SSV zweimal noch den Pfosten getroffen hat und in der Nachspielzeit hat Yannick Pörschke auf der Linie den Punkt gerettet. Es war von uns eine Steigerung gegenüber der Vorwoche zu erkennen, das ist sicherlich positiv.“
Ralf Mäkler, SSV-Obmann: „So wie ich mir das habe sagen lassen, wäre ein Punkt verdient gewesen. Die junge Mannschaft braucht noch ein wenig Zeit und entwickelt sich positiv.“
KSV: C. Pörschke, Grassat, Derwich, Kisa, Yesil, Kita (81. Kalwey), Heyna, Mosebach (64. Gumprecht, Turan, Y. Pörschke, Nolte (64. Staklies).
SSV II: Hartmann, Herter (46. Vitt), Kruck, Sadrinna (79. Berger), Tim Wycisk, Solakis, Pilzecker, Özgüc, Sell (65. Junqueira), Klobes, Keller.
Tore: 1:0 (10.) Y. Pörschke, 1:1 (59.) Özgüc, 2:1 (68.) Staklies, 3:1 (80.) Kisa, 3:2 (90.) Klobes.
Bestnoten: Y. Pörschke (defensives Mittelfeld, KSV), Özgüc (zentrales Mittelfeld, SSV II).

SG Massen – TSC Kamen 6:1 (1:0).
Die SG Massen bestätigte ihre gute Form auch gegen den TSC Kamen. Am Ende stand ein verdienter Sieg, an dem der eingewechselte Duc Thanh Tran wesentlichen Anteil hatte. Er traf zwischen Minute 52 und 64 innerhalb von zwölf Minuten dreimal und machte damit seinen Hattrick perfekt. Hinzu kam, dass die Treffer zum 2 bis 4:0 vorentscheidend waren.
Gültekin Ciftci, Trainer TSC: „Wir haben heute das Spiel verdient verloren, weil wir unsere vier, fünf ausgefallenen Stammkräfte nicht kompensieren konnten, das ist Fakt. Worüber wir uns aber am meisten geärgert haben, ist das Verhalten des Schiedsrichters. Heute haben wir uns deutlich benachteiligt und ungerecht behandelt gefühlt. Wir müssen das Spiel jetzt abhaken. Die Konzentration gilt jetzt dem Kreispokal, das Spiel gegen Oberligist Hamm ist für uns und unsere Spieler sicher ein Highlight.“
SGM: Spielfeld, M. Schultz, C. Schultz, Jans, Martello, Kohlmann, Hoinkis, Beyer, Dunker (36. Thanh Tran), Denninghoff, Jaeger (39. Hessenkamp).
TSC: Oeztürk, Atalay, Yildiz, Kaya, Korkmaz, Vardi (46. Kurt), Cengiz (46. Servet Vural), Keske, Dündar, Serdar Vural.
Tore: 1:0 (9.) Dunker, 2:0 (52.) Thanh Tran, 3:0 (62.) Thanh Tran, 4:0 (64.) Thanh Tran, 5:0 (75.) Beyer, 6:0 (84.) Martello, 6:1 (89.) Okay Dündar.
Bestnoten: Thanh Tran (Angriff, SGM

VfL Kamen – BSV Heeren 4:0 (2:0).
Marko Barwig (Foto), Trainer VfL Kamen: „In der ersten Halbzeit haben wir zwar dominiert, ohne dabei aber wirklich zu glänzen. Die Leistung war in Ordnung, insgesamt war es ein spätsommerlicher Kick. Kompliment an die Mannschaft, 4:0 ist eine klare Sache und das, obwohl wir immer wieder das Team umbauen mussten.“
Ingo Tiede, Trainer BSV Heeren: „Unter dem Strich ist der Sieg für den VfL natürlich verdient, unter anderem weil wir in der Offensive nicht durchsetzungskräftig genug waren. Insgesamt haben wir uns aber ganz ordentlich verkauft, so dass das Ergebnis für mein Empfinden zu hoch ausgefallen ist. Das 1:0 fiel nämlich durch einen Foulelfmeter, der wohl keiner war. Zumindest hat der gefoulte Spieler das selbst so geäußert, aber der Schiri scheint das nicht gehört zu haben. Dem zweiten Gegentor ging dann noch eine Abseitssituation voraus, aber Ausreden sollen das nicht sein. Der VfL ist einfach zur Zeit besser als wir und hat das Spiel verdient gewonnen.“
VfL: Ertugrul, König (46. Schwarzer), Lindner, Marscholek (60. Rothe), Gronert (82. Weihrich), Hirsch, Rumpf, Potthoff, Schmidt, Sudhaus, Faralich.
BSV: Blawat, Ernst, Schäfer, Joost, Pinneker, Buhl, Böcker, Dittert (61. Knicker), Kramer (64. Unger), Freitag (76. Bischoff), Felix.
Tore: 1:0 (15.) Sudhaus per Foulelfmeter, 2:0 (26.) Sudhaus, 3:0 (78.) Rumpf, 4:0 (89.) Rothe.
Bestnoten: Ertugrul (Tor, VfL Kamen), Rumpf (defensives Mittelfeld, VfL Kamen).

SV Frömern – SuS Kaiserau II 5:2 (5:0).
Der Aufsteiger SV Frömern spielt weiterhin groß auf. In der ersten Halbzeit ließen die Frömeraner dem SuS Kaiserau II keine Chance und schossen eine 5:0-Führung heraus. Nach dem Wechsel ließen es die Hausherren etwas ruhiger angehen und Kaiserau präsentierte sich von seiner besseren Seite. Insgesamt stand am Ende ein weiterer hochverdienter Erfolg für den SVF.
Oliver Bartosch, Trainer SuS II: „In der ersten Halbzeit wurden wir vorgeführt. Das war eine Katastrophe. Wir haben jeden Zweikampf verloren. Frömern führte zurecht mit fünf Toren. In der zweiten Hälfte haben wir eine Reaktion gezeigt und konnten zumindest noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Ein Debakel haben wir noch verhindern können, mehr nicht.“
SVF: Eckelt, A. Ruzok (72. Kröger), Heppe (82. Frischemeyer), T. Ruzok, D. Ruzok, Duda, Rose, Althaus, Kurt, Jolk, Bremkes (62. Rachuba).
SuS II: T. Bublat, Ogorek, Schlebrowski, Pischel, Wünnemann (26. Borosch), Jendis, Sygor (46. Depping), J. Bublat (46. Blum), Ittermann, Gröne, Bittner.
Tore: 1:0 (10.) Kurt, 2:0 (17.) Bremkes, 3:0 (19.) T. Ruzok, 4:0 (23.) D. Ruzok, 5:0 (42.) Heppe, 5:1 (58.) Blum, 5:2 (69.) Bittner.

SV Bausenhagen – SG Holzwickede 0:4 (0:1).
Ulli Neuhaus, Co.-Trainer SVB: „Das Ergebnis ist deutlich und so war auch der Spielverlauf. In allen Belangen war die SGH heute Nachmittag besser als die SVB. Unsere Fehler wurden konsequent ausgenutzt, die SGH war einfach bärenstark, das muss man auch mal so sagen dürfen wohingegen wir nicht an unser vollen Leistungsvermögen heran gekommen sind.“
Christian Müseler, Trainer SGH: „Die Jungs mussten sich zunächst an das schwere Geläuf gewöhnen. Das frühe Tore hat uns Sicherheit gegeben, sind nur kurz vor der Halbzeit unter Druck geraten, das haben wir aber super überstanden. Nach der Pause waren wir aber aber absolut die bessere Mannschaft. Die Jungs haben sich super verkauft. Das war geschlossen gut.“
SVB: Raffenberg, Krollmann (62. Pieper), Hans, Löcken, C. Wegener, Vellmer (46. Franke), Neithart, Hendriks (70. Weischer), Andree, Döring, Sonnenberg.
SGH: Golisch, Tietz, Nehm, Pfaff, Janowczyk, Scharffetter, Midenjak (75. Diarra), Tacke (85. Tsikordas), Hoppe, Osterhaus (60. Harbig), Bauer.
Tore: 0:1 (21.) Midenjak, 0:2 (59.) Tacke, 0:3 (67.) Hoppe, 0:4 (80.) Tacke.

VfK Weddinghofen – TuS Hemmerde 2:3 (0:1).
Frank Lewandowski, Trainer VfK Weddinghofen: „In den ersten 45 Minuten haben wir uns neutralisiert, es gab im Prinzip keine Torgefahr, außer der einen Situation, die zum 1:0 für Hemmerde führte. Nach rund einer Stunde hatten wir unsere stärkste Phase und konnten durch einen Doppelpack von Placzek den Ausgleich erzielen, in der Folge auch Möglichkeiten zur Führung. Aufgrund eines kollektiven Fehlers in der Schlussphase haben wir noch das 2:3 kassiert. Ärgerlich, aber uns fehlt im Moment auch das nötige Quäntchen Glück. Die Leistung an sich war nicht so schlecht, nur das Ergebnis stimmte nicht.“
Hubert Tadday, Trainer TuS Hemmerde: „In der ersten Halbzeit waren wir deutlich besser, hätten sogar noch ein Tor mehr machen müssen. Nach der Pause haben wir an diese Leistung angeknüpft und konnten das 2:0 nachlegen. In der Folge waren durch gute Möglichkeiten die Tore drei und vier drin. Diese wurden aber vergeben. Dann haben wir aber einen Platzverweis für unseren Keeper und einen Elfmeter kassiert und wenig später dann auch den Ausgleich. Dennoch konnten wir in Unterzahl das Spiel noch gewinnen. Insgesamt war das ein sehr guter Auftritt und ein verdienter Sieg.“
VfK: Mosert, Goslawski, U. Civak, Totzek (79. Schrader), Weiss, Alp (71. Erbay), Abali, Kahraman, Placzek, A. Zahn, T. Civak (55. Urbaczka).
TuS: Liebner, Miklis (65. Glombik), von Rekowski, Schumacher, Peters, Beyer, Blume (73. Schole), Kuhlmann (61. Berz), Rihtar, Liedtke, Zdilar.
Tore: 0:1 (31.) Zdilar, 0:2 (54.) Blume per Strafstoß, 1:2 (63.) Placzek per Strafstoß, 2:2 (66.) Placzek, 2:3 (81.) Blume.
Bes. Vork.: Rote Karte für Liebner (63., TuS) wegen einer Notbremse; Gelb-Rote Karte für Abali (85., VfK) wegen Foulspiels.
Bestnoten: Blume (offensives Mittelfeld, TuS), Rihtar (Angriff, TuS).

SV BR Billmerich – TuS Niederaden 1:1 (0:0).

Der Einsatz hat sich ausgezahlt. BR Billmerich, bisher noch punktlos, hat sich im Spiel gegen den TuS Niederaden den ersten Saisonpunkt erkämpft. Mit der richtigen Einstellung und dem nötigen Quäntchen Glück wurde der erste Punkt verbucht, weitere sollen für die Mannschaft von Spielertrainer Pascal Weiß folgen.
Christian Rixe, Trainer TuS Niederaden: „Wir haben fahrlässig zwei Punkte liegen lassen. Das Glück, das wir letzte Woche gehabt haben, als jeder Schuss quasi ein Tor war, fehlte uns. Aus zehn Riesenchancen haben wir nur ein Tor gemacht. Wenn man selbst nicht trifft, trifft der Gegner. Zum Glück ist wenigstens der Ausgleich gefallen. Eine Sache möchte ich aber noch anmerken, die ich aber nicht als Ausrede sondern als freundlichen Hinweis verstanden wissen möchte:  Wir wissen wie schwierig unser Rasen ist, aber der Platz in Billmerich ist wirklich eine Katastrophe. Jede Kuh hat in Unna eine bessere Wiese zur Verfügung. Wenigstens mähen hätte man den Rasen können.“
BRB: Böcker, Kramer, T. Schmidt, Weiß, S. Schmidt (46. Müller), Dziuba, Hermann, Büker, Knabe, Pickulll, Krysteck (72. Welge).
TuS: Möller, Neus, Williamson, Thomala, Brammann (55. Funke), Gigla, Slotta (65. Hilgert), Hilkenbach (43. F. Hans), D. Hans, Althoff, Kowalski.
Tore: 1:0 (65.) Knabe, 1:1 (76.) Thomala.
Bestnoten: Gigla (Innenverteidiger, TuS).

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