Fußball-Kreisliga A2: VfL Kamen – Sechs Siege in sechs Spielen

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In der Fußball-Kreisliga A2 bleibt der VfL Kamen (Foto zeigt Co.-Trainer Dirk Franke) weiter das Maß der Dinge. Der Bezirksliga-Absteiger entschied auch das nächste Derby für sich und siegte beim SuS Kaiserau II souverän mit 2:0. Auch der SV Frömern und die SG Massen halten ihre Form und fuhren jeweils klare Siege ein. Ebenso weiter auf Erfolgskurs: Die U23 von Westfalia Wethmar.

SSV Mühlhausen-Uelzen II – SV Frömern 2:4 (0:1).
Ralf Mäkler, Obmann SSV II: „Es war für uns mehr drin. Unsere Leistung war heute Nachmittag eigentlich ganz gut, es fehlte uns wiederum die Kaltschnäuzigkeit. Nach dem 1:0 in der ersten Minuten hatten wir durch Volkmer die Riesenchance zum 2:0, doch der Ball knallte an die Latte. Postwendend fiel der Ausgleich. Nach der Pause konnten wir nochmals in Führung gehen, aber danach hat Frömern auch den Druck erhöht und den Ball super laufen lassen. Zudem hatten sie mit Bremkes einen Stürmer, der seine Chancen zu drei Toren genutzt hat. Wir sind Unter dem Strich ist der Sieg für Frömern verdient, wobei man auch sagen muss, dass der SVF der bisher stärkste Gegner war, gegen den wir gespielt haben in dieser Saison. Trotz vierer Gegentore möchte ich unseren Keeper Harbott hervorheben, der nach einem Jahr Pause sein erstes Spiel gemacht hat und durch einige Paraden Schlimmeres verhindert hat.“
Waldemar Musiol, Trainer SVF: „Wenn man ein bisschen Euphorie hat, dann läuft es manchmal. Wir wissen unsere Situation aber weiterhin einzuordnen. Wir haben die Anfangsphase verschlafen, nach zehn Minuten hatten wir dann den Schock des frühen Rückstandes verarbeitet und deutlich besser gespielt. Nach unserem Ausgleich mussten wir zwar erneut einen Rückstand hinnehmen, doch auch da ist die Mannschaft zurückgekommen. Das spricht für die tolle Moral. Das war insgesamt ein verdienter Sieg, in der – bis auf die Anfangsphase – alle Spieler ihre Leistung gebracht haben. Daher möchte ich auch niemanden hervorheben an diesem Sonntag.“
 SSV II: Harbott, Kruck (75. Vitt), Sadrinna, Wycisk, Solakis, Pilzecker, Gökgöz (70. Glathe), Sell, Volkmer (46. Berger), Keller,  Herter.
SVF: Eckelt, A. Ruzok, Heppe, T. Ruzok (90. Krause), D. Ruzok, D. Duda, Rose, Althaus (70. Frischemeyer), Kurt, Jolk, Bremkes (84. Schydlo).
Tore: 1:0 (1.) Sell, 1:1 (38.) Bremkes, 2:1 (54.) Pilzecker, 2:2 (56.) D. Duda, 2:3 (62.) Bremkes, 2:4 (78.) Bremkes.
Bestnoten: Harbott (Tor, SSV II).

SuS Lünern – SV BR Billmerich 2:0 (1:0).
Sebastian Laub, Spielertrainer SuS: „Für uns war der Sieg sehr sehr wichtig. Für die Mannschaft und die Moral war das sehr, sehr wichtig. Billmerich hat kämpferisch dagegen gehalten, aber insbesondere in der ersten Halbzeit waren wir doch überlegen und BRB war sogar mit dem 1:0 noch gut bedient. Nach dem Wechsel haben wir uns unerklärlicherweise den Schneid abkaufen lassen, ohne jedoch richtig gefährlich zu werden. Wir haben leider erst in der 91. Minute den Sack zugemacht. Bis dahin war es also ein offenes Spiel.“
Ansgar Busch, Vorsitzender BRB: „Wir haben unglücklich verloren. Unsere Jungs haben sich gut verkauft, es fehlte uns das nötige Quäntchen Glück des Tüchtigen. Die Einstellung stimmte, das Tor zum 0:1 fiel unglücklich und das zweite Gegentor fiel dann kurz vor dem Schlusspfiff.“
Pascal Weiß, Spielertrainer BRB: „Dem 1:0 ging ein Nachtreten eines Lüneraner Spielers voraus, was ungeahndet blieb, wir waren dadurch abgelenkt und Lünern hat das eiskalt genutzt. Sehr unglücklich. Wir hatten auch gute Gelegenheiten, es fehlte aber noch an Durchschlagskraft.“
SuS: Sude, Pietrucha, Kempe, Laub, Kitschke, Lorger, Busch (65. Tekin), Losay, Lokatis, Bräutigam (60. Azarzar), Szymaniak (53. Elik).
BRB: Böcker, Müller (58. Büker), T. Schmidt, Weiß, S. Schmidt (75. Kramer), Dziuba, Krysteck, Lange (68. Herrmann), Knabe, Pickull, Willecke.
Tore: 1:0 (40.) Bräutigam, 2:0 (90.+1) Kitschke.
Bestnoten: Böcker (Tor, BRB).

TuS Niederaden – VfK Weddinghofen 5:2 (2:0).
Christian Rixe, Trainer TuS: „Wir waren über 90 Minuten am Drücker, haben aber in vielen Phasen zu hektisch nach vorn gespielt. Dafür haben wir defensiv sehr ordentlich gestanden. Die Formkurve zeigt nach oben und daran werden wir weiter arbeiten.“
Frank Lewandowski, Trainer VfK: „Wir hatten uns eine Menge vorgenommen, konnten davon aber in den ersten 40 Minuten nichts umsetzen. Dementsprechend lagen wir zurück. In der zweiten Halbzeit sah es kaum anders aus, wir waren in vielen Situationen nicht wach genug. Erst nach dem 0:4, einer Unterzahl und unserem Anschlusstreffer, haben wir den Fight angenommen. Es war schon ärgerlich. Es wird mal wieder Zeit für einen Sieg. Es ist schon lustig, dass wir mit Placzek den bisherigen Top-Torjäger der Liga in unseren Reihen haben, wir aber unseren Vorstellungen hinterherhinken.“
TuS: Möller, Neus, Williamson (72. Schulze Beckinghausen), Hilgert, Thomala, F. Hans, Gigla, Funke (83. Dobler), D. Hans, Althoff, Kowalski.
VfK: Mosert, Goslawski, T. Civak (58. Sudhaus), Erbay, U. Civak, Totzek, A. Zahn, Alp (72. Urbaczka), Kahraman (68. Müller), Placzek.
Tore: 1:0 (9.) Kowalski, 2:0 (20.) D. Hans, 3:0 (46.) Genter, 4:0 (61.) Funke, 4:1 (73.) Plazcek, 5:1 (81.) Funke, 5:2 (87.) Placzek.
Bes. Vork.: Gelb-Rote Karte für Weiß (62., VfK) wg. wdh. Foulspiels.
Bestnoten: Hilgert (rechter Verteidiger, TuS) – Placzek (Angriff, VfK).

TSC Kamen – Westfalia Wethmar U23 1:2 (1:0).
Gültekin Ciftci, Trainer TSC Kamen: „Wir haben Mittwoch gegen Oberligist Rhynern eine super Leistung abgerufen. Jetzt haben einige Jungs wohl gedacht, dass wird ein Selbstläufer. Mit so einem Auftritt haben wir auch keinen Punkt verdient gehabt, wobei man sagen muss, dass es dennoch eine unglückliche Niederlage ist, wenn man sieht, dass das 1:2 in der Nachspielzeit fällt. Die Leistungen sind zu flatterhaft. Das müssen wir in den Griff bekommen.“

Simon Erling, Trainer Westfalia U23: „Wir haben einen schlechten Start erwischt und wurden mit einem frühen Gegentor kalt erwischt. Mit zunehmender Spieldauer sind wir dann aber immer besser geworden und haben spätestens mit Beginn der zweiten Halbzeit die Spielkontrolle übernommen.Wir hatten auch die etwas gefährlicheren Chancen, so dass ich denke, dass das 2:1 am Ende das richtige Ergebnis war. Man muss aber sagen, dass der TSC eine sehr starke Mannschaft hat und uns alles abverlangt hat. Ich bin stolz auf die Art und Weise, wie sich meine Mannschaft nach dem frühen Rückstand zurückgekämpft und das Spiel an sich gerissen hat.“
TSC: Oeztürk, Yildiz, Keske, F. Dündar (78. Cengiz), Tekkanat (52. Korkmaz), Özkan, Kaya, O. Dündar, Kurt (74. Bach), Serdar Vural, Servet Vural.
Westfalia: Wagner, N. Rath, Evermann, Strecker, Cilien, Langenkämper, Hane, Eser (46. Podszuck/90. Ciernioch), Zimmermann (66. Pella), Anderson, Selbstaedt.
Tore: 1:0 (4.) Kaya, 1:1 (59.) Podszuck, 1:2 (90.) Anderson.

Bestnoten: Cillien, Strecker (beide defensives Mittelfeld, Westfalia U23), Anderson (Angriff, Westfalia U23)

SG Holzwickede – Königsborner SV 1:0 (1:0).
Christian Müseler, Trainer SGH: „Es war ein reiner Kampfsieg. In den ersten 45 Minuten haben wir das gut gemacht, nach der Pause sind wir mit der entschlosseneren Gangart des KSV nicht mehr so gut zurecht gekommen. Nach hinten heraus sind wir etwas unter Druck geraten, aber es ist gut gegangen. Es zählen nur die drei Punkte und die null, die wir defensiv gehalten haben.“
Tobias Retzlaff, Trainer KSV: „In der ersten Halbzeit war Holzwickede klar stärker, das 0:1 war noch glücklich für uns. Die zweite Hälfte von uns hat mir deutlich besser gefallen, weil die Einstellung nun stimmte. Wir haben in der Schlussphase dann leider die Chance zum Ausgleich vergeben.“
SGH: Golisch, Nehm, Pfaff, Tietz, Scharffetter, Depmeier, Tacke (88. Tsikordas), Harbig (26. Osterhaus), Hoppe, Diarra (75. Hussain), Bauer.
KSV:  Krzyzak, Grassat (73. Kocabiyik), Yesil, Derwich, Stahr, Kisa, Heyna, Mosebach (51. Gumprecht), Turan, Kita (46. Nüsken), Staklies.
Tore: 1:0 (17.) Hoppe.
Bestnoten: Bauer (Innenverteidigung, SGH) – Staklies (Angriff, KSV).

BSV Heeren – SG Massen 0:4 (0:1).
Ingo Tiede, Trainer BSV: „Für meinen Geschmack ist das 0:4 zu hoch. Dennoch: Ich verstehe nicht, wie man gegen einen Bezirksligisten ein Top-Spiel im Kreispokal abliefern kann, und dann sowas im nächsten Meisterschaftsspiel abrufen kann. Ich bin maßlos enttäuscht. Mit so einer Leistung ist damit zu rechnen, dass wir auch nächste Woche in Wethmar vier Stück oder mehr kriegen. Für uns hat der Abstiegskampf spätestens heute begonnen.“
Ralf Dreier, Trainer SGM: „Wir haben die erste Halbzeit dominiert und keine Heerener Chance zugelassen. Wir hätten unserem 1:0 noch ein, zwei weitere Treffer folgen lassen müssen. Nach der Pause war Heerener besser im Spiel, wir hingegen haben teilweise fahrlässig unsere Gelegenheiten vergeben. Erst hinten heraus haben wir das besser gemacht. Wir waren stark ersatzgeschwächt, dennoch haben die Jungs ihre Aufgabe sehr gut gelöst, lediglich die Chancenverwertung hat mir nicht so gefallen. Da haben sie mich zu lange zappeln lassen.“
BSV: Blawat, Ernst, Schäfer (59. Schmidt), Eckei, Pinneker, Buhl, Böcker, Kramer, Freitag, Felix, Dittert (65. Eisenmann)


SGM: Spielfeld, Mosch, Tran (89. Thomann), M. Schultz, C. Schultz, Jans, Martello (70. Duve), Kohlmann, Hoinkis, Beyer (85. Holzapfel), Hessenkamp.
Tore: 0:1 (30.) Kohlmann per Strafstoß, 0:2 (84.) M. Schultz, 0:3 (89.) Jans, 0:4 (90.) Kohlmann.
Bestnoten: Mosch (Innenverteidigung, SGM), Tran (offensives Mittelfeld, SGM)

SuS Kaiserau II – VfL Kamen 0:2 (0:1).

Oliver Bartosch, Trainer SuS II: „Wir haben uns nicht hintenreingestellt und wollten Fußball spielen, das ist uns eine halbe Stunde auch gut gelungen. Danach hat der VfL enorm Druck ausgeübt und wir sind ins Schwimmen gekommen. In diese Phase fiel auch das 0:1. Nach einer guten Phase von uns nach dem Wechsel, in der uns nur die Cleverness im Abschluss fehlte, machte der VfL dann das 0:2. Wir haben uns insgesamt gut und diszipliniert verkauft. Es war jetzt kein einseitiges Spiel, aber der VfL war schon verdienter Sieger.“

„Pantani“ Franke, Co.-Trainer VfL: „Wir haben nur zwei Torchancen zugelassen und das Spiel souverän gewonnen. Allerdings müssen wir aufpassen, dass wir uns nicht aus dem Konzept bringen lassen. Zum Beispiel, wenn Unruhe auf dem Platz aufkommt.“
SuS II: Jezierski, Ogorek, Borosch, Pischel, Kramer, Depping (80. Deermann), Gröne, Bittner (70. Penning), Ittermann, Sygor, Jendis (55. Bublat).
VfL: Lassak, Faralich, König, Hirsch, Potthoff, Rothe (75. Weihrich), Gronert, Marscholek (65. Schwarzer), Lindner, Schmidt, Sudhaus.
Tore: 0:1 (41.) Lindner, 0:2 (58.) Potthoff.
Bestnoten: Faralich (defensives Mittelfeld, VfL), Lindner (offensives Mittelfeld).

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