Fußball-Kreisliga A2: Auch Wethmars U23 kann den VfL Kamen nicht stoppen

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Der VfL Kamen bleibt das Maß der Dinge in der Fußball-Kreisliga A2. Im Spitzenspiel bei Verfolger Westfalia Wethmars U23 behielten die Barwig-Mannen mit 3:2 die Oberhand und feierten den elften Sieg im elften Spiel. Eine überaschende Derby-Packung holte sich derweil die SG Massen beim Königsborner SV ab (Szene). Die SGM verlor mit 1:4 beim Bezirksliga-Absteiger. Einen furiosen Auftritt legte der SuS Lünern in Niederaden hin. Nach einem 1:3-Rückstand drehte die Laub-Elf auf und sorgte mit vier Treffern in 18 Minuten für die Wende und einen 5:3-Erfolg.

Westfalia Wethmar U23 – VfL Kamen 2:3 (0:2).
Die Partie Verfolger gegen Tabellenführer hielt, was sie auf dem Papier versprach: Die U23 des TuS Westfalia Wethmar stand dabei kurz davor, dem bisher unangefochtenen Tabellenführer VfL Kamen die ersten Verlustpunkte beizubringen, doch am Ende stand dann doch eine 2:3-Niederlage.
Simon Erling, Trainer Westfalia U23: „Das Ergebnis geht so schon in Ordnung. Der VfL hat bewiesen, dass er eine außergewöhnliche A-Liga-Truppe besitzt und hat in den entscheidenden Momenten Cleverness und Qualität auf den Platz gebracht. Ich muss aber auch meinem Team ein Kompliment machen. Wir haben uns super verkauft – und mit ein bisschen Glück holen wir hier tatsächlich noch einen Punkt.“
Wethmar U23: Heinrich, Rath, Strecker, Cillien, Langenkämper, M. Hane, Eser (46. Podszuck), Selbstaedt, A. Lohölter, N. Lohölter (46. Anderson), S. Hane (78. Ciernioch)
VfL Kamen: Lassak, Hülsmann (37. Marscholek), Lindner, Gronert, Hirsch (83. Schwarzer), Rothe, Rumpf, Potthoff, Schmidt (73. Sudhaus), Gretenkort, Faralich.
Tore: 0:1 (10.) Rumpf, 0:2 (44.) Hirsch, 1:2 (53.) Langenkämper, 1:3 (70.) Lindner, 2:3 (90.+3) Anderson.

Königsborner SV – SG Massen 4:1 (1:0).
Die höher eingeschätzten Massener wollten mit einem Sieg gegen den Königsborner SV einen größeren Abstand zur Spitze vermeiden. Schon nach fünf Minuten hatte Kita nach schöner Vorarbeit von Pörschke im Strafraum die Führung auf dem Schlappen, doch sein Schuss landet neben dem Tor. Besser machte es dann Heyna, der nach Vorarbeit zur umjubelten 1:0-Führung traf. Der KSV hatte zu diesem Zeitpunkt mehr vom Spiel, vom Gast kamen zu wenig Impulse nach vorne. Erst nach gut einer halben Stunde bietet sich für Tran eine Chance im Strafraum, doch sein Schuss wird in letzter Sekunde geblockt. In den letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit erhöht Massen den Druck, doch mehr als ein geblockter Schuss von Jaeger sprang nicht dabei heraus.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit sahen die nunmehr gut 200 Zuschauer eine stürmisch agierende Gästeelf und M. Schultz (SGM) hatte in der 55. Minute die erste gute Chance. Kurz danach verfehlt auch Zielinski (SGM) aus guter Position das Ziel. Nach einem langen Abschlag vom KSV-Keeper Hepke wird der Ball ins Sturmzentrum per Kopf zu Nüsken befördert. Der will Massens Keeper Spielfeld umspielen, wird jedoch dabei von ihm zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter versenkt Turan sicher zum 2:0 für die Hausherren. Glück in dieser Szene für Massen und Spielfeld, dass der mitunter „seltsam“ pfeifende Referee Milde walten ließ und ihm nur Gelb gab. Keine 120 Sekunden später war es Dunker, der mit seinem 2:1-Treffer wieder Spannung ins Spiel brachte. Langsam aber sicher kochten auch auf dem Patz die Emotionen hoch, nur drei Minuten nach dem Anschlusstreffer sorgte Hessenkamp für eine weitere Unterzahl der Massener. Mit gestrecktem Bein ging er ohne Chance auf den Ball auf Heynas Körper und kassierte vollkommen zurecht diese fast schon dunkelrote Karte. Dies brachte dem KSV wieder ein wenig Gleichgewicht und mit dem 3:1 durch Pörschke in der 80. Minute setzte er einen weiteren Nadelstich in das Massener Herz und sorgte für die Vorentscheidung. Massen machte nun immer mehr auf um eventuell noch einen Punkt zu ergattern, dies nutzte der KSV und nach einem langen Ball in die Sturmmitte spitzelte Staklies den Ball über den herauslaufenden SGM-Keeper Spielfeld zum 4:1 Endstand ins Netz. Kurz vor Spielende noch eine Rudelbildung am KSV-Strafraum, als Jans seine Nerven nicht im Griff hatte und foulte. Daraufhin nahm Trainer Dreier den rotgefährdeten Jans sofort runter.
KSV: Hepke, S. Derwich, Yesil, Nüsken, Stahr, Kita (86. Mosebach), Heyna, Retzlaff, Turan (89. Gumprecht), Pörschke, Nolte (61. Staklies).
SGM: Spielfeld, Tran, Jaeger, Dinter, Zielinski, M. Schultz, Jans (90. Duve), Martello, Beyer (46. C. Schultz), Hessenkamp, Dunker.
Tore: 1:0 (11.) Heyna, 2:0 (65.) Turan, 2:1 (71.) Dunker, 3:1 (80.) Pörschke, 4:1 (84.) Staklies.
Bes. Vork.: Rote Karte für Hessenkamp (SGM, 76.) nach grobem Foulspiel.

TuS Niederaden – SuS Lünern 3:5 (2:1).
Sebastian Laub, Spielertrainer SuS: „Was die Mannschaft nach dem schnellen 3:1 nach der Halbzeit abgeliefert hat, war richtig richtig gut. Man muss aber auch sagen, dass der TuS die Gelegenheit hatte, den Sack zu zu machen, diese aber zum Glück nicht genutzt hat. Durch den schnellen Anschlusstreffer zum 2:3 haben wir innerhalb von 18 Minuten das Spiel gedreht. Unter dem Strich haben wir dann nicht ganz unverdient gewonnen.
TuS: Böllhoff, Neus (79. Müller), Hilgert (75. Williamson), F. Hans, Gigla, Funke, Linz (58. Genter), Hilkenbach, D. Hans, Kowalski, Schulze Beckinghausen.
SuS: Sude, Kitschke, Wickfeld (67. Lorger), Düllberg, Pietrucha (75. Szymaniak), Losay, Laub, Elik, Scharfe, Lokatis, Azarzar.
Tore: 1:0 (18.) F. Hans, 1:1 (22.) Scharfe, 2:1 (26.) F. Hans, 3:1 (53.) Hilkenbach, 3:2 (61.) Lokatis, 3:3 (70.) Lokatis, 3:4 (78.) Elik per Strafstoß, 3:5 (79.) Scharfe.
Bestnoten: Lokatis (Angriff, SuS), Scharfe (Angriff, SuS), Kitschke (Innenverteidiger, SuS).

TuS Hemmerde – TSC Kamen 2:1 (0:0).
Hubert Tadday, Trainer TuS: „Der TSC war über 90 Minuten spielbestimmend, wir haben aber gut gegen gehalten und aus unseren drei Chancen zwei Tore gemacht. Die Einstellung stimmte, haben sich reingehauen und somit die vielen Ausfälle kompensiert. Der Sieg ist vielleicht nicht verdient was die Spielanteile angeht, aber vom Einsatz her bestimmt. Wir hatten das Glück des Tüchtigen.“
Gültekin Ciftci, Trainer TSC: „Wir hätten normalerweise das 1:0 machen müssen in der ersten Halbzeit nachdem wir in Überzahl waren. Wir sind aber komischerweise sehr unruhig geworden. Nach Wiederanpfiff gabs zwei dicke Chancen durch Keske und Tekkanat zwei Riesenchancen, die aber ungenutzt blieben. Einen Elfmeter, der erst durch Ergün verwandelt wurde, ließ der Schiri wiederholen. Den zweiten Versuch hielt dann der TuS-Keeper. Durch einen Konter gelang Hemmerde das 1:0. Per Elfmeter haben wir dann das 1:1 geschafft, doch durch ein Traumtor noch das 1:2 kassiert. Wenn wir unser Spiel gespielt hätten, hätten wir gewonnen. Wir waren nicht clever genug und haben uns nervös machen lassen. Selbst schuld.“
TuS: Liebner, Miklis, Brunsmann, Berkemeyer (68. Schumacher), Kimpel (56. Goecke), Mujkic, Blume (90. Beckhoff), Liedtke, Beyer, Peters, von Rekowski.
TSC: Oeztürk, Atalay, Yildiz, Keske, F. Dündar, Tekkanat, Özkan, Kaya (46. Ergün), Bach, Serdar Vural (63. Cengiz), Servet Vural.
Tore: 1:0 (67.) Beyer, 1:1 (75.) F. Dündar per Foulelfmeter, 2:1 (78.) von Rekowski.
Bes. Vork.: Gelb-Rote Karte für Miklis (25.) wegen Foulspiels – Ergün scheitert per Foulelfmeter an Liebner (55., TuS)
Bestnoten: Liebner (Tor, TuS), Beyer (defensives Mittelfeld, TuS).

SG Holzwickede – BSV Heeren 4:2 (1:1).
Christian Müseler, Trainer SGH: „Wir haben zunächst sehr dominant und zielstrebig gespielt, mit dem 1:0 aber dann einfach die Zügel schleifen lassen. So macht man sich das Leben selbst schwer. Die Art und Weise hat mir nicht gefallen, das einzig Positive sind die drei Punkte.“
Ingo Tiede, Trainer BSV Heeren: „In den ersten 20 Minuten wurde mir leicht schwindelig, so überlegen war Holzwickede. Nach ihrem Führungstreffer haben sie uns aber mitspielen lassen und so sind wir auch zum Ausgleich gekommen. Nach der Pause hatten wir die Chance zur Führung, die aber ungenutzt blieb. Durch einen Abwehrfehler gerieten wir dann in Rückstand. Trotz eines weiteren Gegentreffers und einer dummen Ampelkarte waren wir noch am Drücker, kommen noch einmal heran, doch dann gabs per Konter noch das 2:4. Es fehlte bei uns an Cleverness und am nötigen Glück. Kämpferisch kann ich eine gute Note für das Team geben.“
SGH: Heiser, Nehm, Knoche, Pfaff (29. Tacke), Scharffetter, Midenjak, Hoppe, Tsikordas (74. Brassat), Osterhaus, Janowczyk, Bauer (67. Schmidt).
BSV: Blawat, Ernst, Schäfer, Eisenmann, Joost (83. Bischoff), Tobias, Pinneker, Buhl (79. Fuchs), Böcker, Dittert, Kramer.
Tore: 1:0 (9.) Hoppe, 1:1 (35.) Joost, 2:1 (57.) Tacke, 3:1 (66.) Janowczyk, 3:2 (83.) Dittert, 4:2 (90.) Janowczyk.
Bes. Vork.: Gelb-Rote Karte für Pinneker (73., BSV) wegen Meckerns.
Bestnoten: Janowczyk (Angriff, SGH) – Joost (Mittelfeld rechts, BSV).

SV Bausenhagen – SuS Kaiserau II 1:3 (1:1).
Ulli Neuhaus, Co.-Trainer SVB: „Wir schenken einfach viel zu viele Dinger her. Unsere erste  Halbzeit war gar nicht so schlecht, aber was am Ende nach 90 Minuten steht, das ist entscheidend. Unsere Fehler werden gnadenlos bestraft. In dieser Liga kann man sich dieses Jahr nichts erlauben, die Qualität ist zu hoch.“
Oliver Bartosch, Trainer SuS II: „Mehr als Kick & Rush war auf dem Platz nicht drin. Trotzdem haben wir uns sehr clever angestellt und kämpferisch eine tadellose Leistung abgerufen. Der Ausgleich war ein unglückliches Gegentor. Anfang der zweiten Hälfte kamen wir sehr gut aus der Kabine und gingen folgerichtig in Führung. Danach haben wir weiter Fußball gespielt und noch den dritten Treffer nachgelegt.“
SVB: A. Raffenberg, Menz (57. Pfahl), M. Wegener, Kliem, Bitterschulte (75. Löcken), C. Wegener, Neithart, Hendriks (69. Hans), Döring, Andree, Sonnenberg.
SuS II: Vieregge, Ogorek, Kramer, Borosch, Wünnemann (46. Pischel), Depping, Kolkmann (88. Klug), Jendis, Sygor, Blum, Schlebrowski (62. Ittermann).
Tore: 0:1 (26.) Blum. 1:1 (28.) M. Wegener, 1:2 (68.) Kolkmann, 1:3 (75.) Sygor.
Bestnoten: Kolkmann, Sygor (Angriff, SuS).

VfK Weddinghofen – SSV Mühlhausen-Uelzen II 4:1 (2:0).
Frank Lewandowski, Trainer VfK: „Ich hatte während der Woche schon das Gefühl, dass in der Mannschaft langsam die Abläufe besser passen und sie verstehen, was ich mir so vorstelle. Dieser Eindruck hat sich in dieser Partie bestätigt. Das Team hat eine wirklich gute Leistung gebracht und auch in der Höhe verdient gewonnen haben.“
VfK: Mosert, Goslawski, Akpinar (50. Placzek), Erbay, Fontana, Totzek, Weiss (83. Kahraman), Abali, Müller (81. Schrader), A. Zahn, T. Civak.
SSV II: Harbott, Herter, Kruck (68. Junqueira), Rosemeyer, Tim Wycisk, Solakis (49. Maßmann), Essmann, Glathe (35. Ottensmann), Pilzecker, Schaffeld, Keller.
Tore: 1:0 (8.) Weiß, 2:0 (23.) Weiß, 3:0 (84.) Erbay, 3:1 (89.) Rosemeyer, 4:1 (90.) Erbay.
Bestnoten: Erbay (offensives Mittelfeld, VfK), Weiss (Angriff, VfK).

BR Billmerich – SV Frömern 0:4 (0:0).
Pascal Weiß, Spielertrainer BRB: „Wir haben im ersten Durchgang gut gestanden, waren dann aber nach dem Wechsel nicht wach und kassierten zwei Gegentore. Wir haben dann etwas aufgemacht, konnten aber den Anschluss nicht erzielen. Beide Teams hatten mit dem Platz Probleme, wir haben uns dann selbst durch Fehler aus dem Spiel genommen.“
Waldemar Musiol, Trainer SVF: „In der ersten Halbzeit haben wir fünf, sechs hochkarätige Chancen nicht genutzt. Erst in der zweiten Halbzeit sind wir für unser Engagement gegen tiefstehende Billmericher belohnt worden. Gleich die erste Chance war drin, danach lief es von allein. Das 2:0 war das schönste Tor nach toller Kombination. Wir haben mit Duda und Frischemeyer zwei Verletzte davongetragen. Das ist ärgerlich. Das Wichtigste ist, dass wir nach drei Niederlagen mal wieder gewonnen haben.“
BRB: Böcker, Schmidt, Lange (71. Kramer), Johnston Berg (71. Welge), Pickull, Dziuba, Herrmann, Weiß, Knabe, Büker, Krysteck.
SVF: Schydlo, A. Ruzok (8. Frischemeyer/28. Langensiepen), Bartling, Heppe, Rachuba, T. Ruzok, D. Ruzok, Duda, Kurt (71. Wolf), Jolk, Bremkes.
Tore: 0:1 (49.) Bartling, 0:2 (50.) Bremkes, 0:3 (61.) Duda, 0:4 (89.) Eigentor.
Bestnoten: Bartling (defensives Mittelfeld, SVF)

Foto: Die Szene zeigt KSV-Spielertrainer Tobias Retzlaff im Laufduell mit Massens Manuel Schultz.

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