Fußball-Kreisliga A: VfL Kamen setzt für das Aufstiegsendspiel auf seine Stärken

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Fußball: Mitleid mit Weddinghofen hatte Dirk „Pantani“ Franke, Co-Trainer des VfL Kamen. „Immerhin spielen beim VfK einige Kollegen“, bewertete er den 9:2-Erfolg mit etwas gemischten Gefühlen. Dennoch überwog bei ihm die Freude über den Kantersieg, den Dumanli nach einer Viertelstunde mit dem ersten Treffer eröffnete. „Elli“ traf noch zwei weitere Male, ehe ihn das  Kamener Trainergespann Barwig/Franke nach einer Stunde auswechselte. Erstmals spielte Neuzugang Kevin Rothe. Sudhaus, Lindner und Mike Rothe wurden geschont und kamen erst im späteren Spielverlauf zum Einsatz. Schon jetzt beginnt beim VfL die Vorbereitung auf das Aufstiegsendspiel am 17. Juni in Herringen gegen SVE Heessen. „Wir werden den Gegner nicht vorher besonders beobachten“, verriet dazu Dirk Franke,“wir setzen auf unsere Stärken.“

Auch ohne Tran, Werth, Jaeger und Zielinski hatte SG Massen keine Mühe, Schlusslicht Billmerich 8:1 zu besiegen. Dennoch monierte SGM-Trainer Ralf Dreier die mangelnde Gier einzelner Spieler, noch mehr Tore zu erzielen. „Das Ergebnis hätte noch höher ausfallen können.“ So müssen die Massener jetzt die Gelegenheit nutzen, am Sonntag in Weddinghofen den möglichen 100. Treffer zu erzielen. Derzeit steht das Torkonto bei 97.

Die U23 von Westfalia Wethmar bleibt  weiterhin die Mannschaft der ganz späten Tore. Erst in der 90. Minute traf Youngster Hellmich gegen Königsborn zum 3:2 und damit zu einem ganz wichtigen Sieg, der die Grün-Weißen weiter auf Platz zwei der Tabelle hält. Allerdings machten es sich die Platzherren zuvor unnötig schwer, zeigten über weite Strecken nur eine schwache Leistung gegen einen personell arg gebeutelten KSV. „Deshalb bin ich mit unserem Spiel auch überhaupt nicht zufrieden. Hinten und vorne haben wir es nicht gut gemacht“, sagte Westfalia-Trainer Simon Erling.

Mächtig sauer war Tobias Retzlaff, Spielertrainer des Königsborner SV, auf  Wethmar. „Aufgrund des DFB-Pokal-Endspiels wollten wir die Partie vorverlegen, erhielten aber von der Westfalia keine Antwort.“ So standen ihm nur drei Stammspieler am Sonntag zur Verfügung, musste vor allem Anleihen aus der Altherren-Mannschaft machen. Mit seiner Rumpfmannschaft verlor „Tobi“ erst spät 2:3, war aber dennoch sehr zufrieden und machte seiner Mannschaft ein Riesenkompliment. „Wir haben einen tollen Fight abgeliefert und hätte einen Punkt verdient gehabt.“

Nicht mehr zu retten wird wohl der VfK Weddinghofen sein. Der Abstand zum Drittletzten Kaiserau II beträgt bereits fünf Zähler. Mit Massen (H) und Wethmar II (A) warten zudem noch zwei schwere Brocken. Kaum lösbare Aufgaben, sodass man am Häupenweg schon für die Kreisliga B planen sollte. Mit seiner Ampelkarte fehlt am Sonntag auch Sebastian Placzek, der mit seinen 17 Treffern bester VfK-Torschütze ist.

Die Entscheidungen beim SuS Kaiserau, die Zweite mit Spielern der ersten Mannschaft zu verstärken, zahlt sich offensichtlich aus. Denn in den letzten fünf Spielen gab es fünf Siege. Billmerich 5:0, Weddinghofen 8:0, Bausenhagen 5:1, SG Holzwickede 3:2 und Hemmerde 1:0 lauteten die Ergebnisse. Sonntag in Niederaden soll der Deckel auf den Klassenerhalt endgültig drauf gemacht werden. In der kommenden Saison werden Fabian Blum und Dennis Depping das Trainergespann bei der Zweiten bilden.

Der TSC Kamen verstärkt sich noch weiter. Nach Aktas und Gider kommt mit Orhan Kadrija vom Kamener SC ein weiterer Neuzugang.

Am 28. Spieltag zogen einige Vereine – SV Bausenhagen- SV Frömern (3:1), SuS Kaiserau II – TuS Hemmerde (1:0), BSV Heeren – TuS Niederaden (2:2), SSV Mühlhausen-Uelzen II – SG Holzwickede (3:1) –  ihre Begegnungen vor. Den 29. Spieltag in der Kreisliga A2 eröffnen bereits am Freitag (05. Juni), 19.30 Uhr, TuS Hemmerde und SSV Mühlhausen-Uelzen II. Am letzten Spieltag finden ebenfalls zwei Spiele früher statt: SV Frömern und TuS Hemmerde begegnen sich am Freitag (12. Juni) um 19 Uhr. BSV Heeren und TSC Kamen treffen am Samstag (13. Juni) um 16.30 Uhr aufeinander.

Hickhack um das Spiel Hammer SC – IG Bönen in der Kreisliga A1. Nach 90 Minuten hatte die IG 0:3 verloren. Dann wurde die Partie mit einem Sieg für Bönen gewertet. Der HSC soll mit Nico Wissner einen nicht-spielberechtigten Spieler eingesetzt haben. So hatte Kreisvorsitzender Horst Weischenberg stellvertretend für den urlaubenden Staffelleiter Friedhelm Wittwer entschieden. Dann stellte sich heraus, dass Wissner doch spielberechtigt gewesen war. Das ursprüngliche Ergebnis zählt also wieder, wenngleich Weischenberg von“einem Chaos“ sprach.

Der SuS Rünthe hat den Klassenerhalt in der Kreisliga A1 sicher. Zwar wurden dem TSC Hamm II Punkte zugesprochen, aber das gefährdet Rünthe nicht mehr. Denn: In der Kreisliga A1 spielen nur 15 Mannschaften, sodass nur der Letzte Pelkum direkt absteigt. Der Vorletzte SVF Herringen II käme für ein mögliches Relegationsspiel gegen den Drittletzten der Kreisliga A2 nur infrage.

Bild: So jubelte der Meister VfL Kamen nach seinem Meisterstück. Jetzt soll der zweite Schritt folgen, nämlich die Rückkehr in die Bezirksliga.

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