Fußball-Kreisliga A: VfL Kamen ist die beste Mannschaft in ganz Westfalen – KSC kommt kampflos zum Sieg

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Fußball: An der Spitze in beiden A-Kreisligen nichts Neues nach dem 15. Spieltag. Sowohl der Kamener SC in der A2 als auch der VfL Kamen in der A1 behaupteten weiterhin souverän ihre Spitzenstellungen. Der VfL erweist sich gar als beste Kreisliga A-Mannschaft im Westfalenland. Der Kamener SC kam kampflos zum Sieg, weil die VfL-Reserve wegen Personalmangels nicht antreten wollte. Im Verfolgerduell im Bergkamener Nordbergstadion zwischen FC TuRa Bergkamen und SV Langchede gab es beim 2:2 keinen Sieger.
Jetzt ist die Winterpause angesagt – am 13. Februar kommenden Jahres geht es mit dem Spielbetrieb in beiden Ligen weiter.

Kreisliga A1
Nach 15 Spielen hat der VfL Kamen seine gesteckten Ziele bisher erreicht. Der 8:2-Erfolg beim Tabellenvorletzten Wiescherhöfen II bedeutete, das man ungeschlagen mit 15 Siegen Herbstmeister wurde. Und: Der VfL ist die beste Kreisliga A-Mannschaft in ganz Westfalen. So kann es, ja, so soll es weitergehen. Zur Vorbereitung auf die Rückrunde wird das Trainerteam weiter auf den kompletten Kader zurückgreifen können. Möglicherweise kommen noch zwei  Verstärkungen hinzu. Die beiden Trainer Emre Aktas und Sebastian Laub haben ihr Engagement bis zum Jahr 2024 verlängert. Zuletzt beim 8:2-Auswärtserfolg beim TuS Wiescherhöfen II trugen sich Duman (5), Born (2) und Gül in die Torschützenliste ein. Engin Duman führt mit 20 Treffern die Torschützenliste in der A1 an.

Die letzten Spiele der SpVg Bönen machen Mut. Zuletzt wurde beim TuS Uentrop trotz akuter Personalnot ein 1:1 erreicht. Man baut auf die Rückkehr von Özgüc und Gessinger. Zudem ist die Sportliche Leitung in aussichtsreichen Gesprächen mit Rückkehrern. In Uentrop war es ein insgesamt glücklicher Zähler. Das bedeutete Platz zehn und die Spielvereinigung kann mit einem ordentlichen Polster auf die Abstiegsränge in die Winterpause gehen.

Dritter Saisonsieg für den VfK Weddinghofen. 2:0 hieß es nach 90 Minuten am Häupenweg gegen Pelkum. Ein ganz wichtiger Dreier, denn damit konnte man sich sechs Punkte von den Abstiegsplätzen absetzen. Ohne den gesperrten Trainer Deniz Erbay – er durfte die Partie nur von der Tribüne aus verfolgen – trugen sich Mustafa Akti und Ajdin Oruc in die Torschützenliste ein. Wie zu hören war, will sich der VfK mit vier neuen Spielern verstärken.

Kreisliga A2
Nach dem aus ihrer Sicht unverdienten 3:4 im vorgezogenen Meisterschaftsspiel gegen Heeren haderte man im Lager des FC Overberge mit der Chancenverwertung. Schon in Halbzeit eins hätte der FCO führen müssen und auch in der Schlussphase waren genügend Chancen da, um noch das siegbringende 4:3 zu machen. Es fehlte allein der Knipser. Man sei angesichts des Altersdurchschnitts von 20,5 Jahren noch ein bisschen Grün hinter den Ohren, hieß es dazu. In der Nachspielzeit sah Sedat Eren die Rote Karte wegen Foulspiels am BSV-Siegtorschützen Herbort.
Mit Glück und Geschick kam der BSV Heeren durch einen der wenigen Konterangriffe kurz vor dem Schlusspfiff zum 4:3 durch Martin Herbort. BSV-Trainer Christoph Golombek räumte nach Spielschluss ein, dass der Sieg in dem hektischen Spiel  „ein wenig glücklich“ gewesen sei. Nur mit Halbzeit eins war der Coach zufrieden, da führte man 3:1.

Bildzeile: 5:0 gewann der SuS Oberaden beim Schlusslicht TSC Kamen II.  Doch gemessen an den Chancen hätte der Sieg höher ausfallen müssen.

Die Partie an der Gutenbergstraße begann mit einem Schockmoment: Emre Tuzcuoglu, Torhüter des TSC Kamen II, brach in der 12. Minute ohne Fremdeinwirkung zusammen. Mit dem Krankenwagen musste der Unglückrabe ins Krankenhaus gebracht werden. Das Spiel wurde fortgesetzt. Nach allgemeinen Empfinden war die Partie dann kein normales mehr. Die Defensive der Kamener hatten die erwarteten Probleme.
Durch die Tore von Krakala, Karadag (2) ind Kusakci (2) nahm der SuS Oberaden die Hürde in Kamen, gewann 5:0 und ist jetzt erster Verfolger von Spitzenreiter KSC. 5:0, es hätte aufgrund der Vielzahl von weiteren Tormöglichkeiten weitaus höher ausgehen müssen. Erneut prangerte SuS-Trainer Birol Dereli dieses Manko an. Man mache einfach nicht genug aus den sich bietenden Möglichkeiten.

Eine Hinrunde mit vielen Aufs und Abs hat für die U23 des TuS Westfalia Wethmar gegen  Bausenhagen ein unglückliches Ende gefunden. Gegen den direkten Tabellennachbarn bedeutete ein einziger Gegentreffer eine 0:1-Niederlage. Schlussmann Niklas Dvorak verhinderte eine höhere Niederlage. So geht der Talentschuppen der Westfalia auf Tabellenplatz acht liegend in die Winterpause. „In der Winterpause wollen wir unsere Akkus aufladen. Unsere Verletzten kommen dann auch wieder. Wir starten am 4. Januar in die Wintervorbereitung und wollen die Rückrunde dann besser bestreiten als die Hinrunde“, äußerte sich Coach Dominik Ciernioch abschließend.
Mit diesem 1:0-Sieg in Wethmar beendete der SV Bausenhagen die Hinserie auf dem 7. Platz. Wieder dabei Spielertrainer Bastian Hoffmann und Jonas Franke, es fehlten Hans, Hendriks und die beiden Erdmänner (vier Stammspieler), der Langzeitverletzte Pfahl saß noch auf der Bank. In der 67. Minute schob Andree nach Vorarbeit von Neithart zum 0:1 ein, das sollte den verdienten Sieg bedeuten.

Inmitten der Drangperiode von Blau-Rot Billmerich kam Cappenberg durch Möller zur 1:0-Führung (30.). BRB antwortete weiter mit Angriffsfußball. Janos Dahl traf aber nur die Querlatte. Es dauerte bis zur 63. Minute, ehe Kevin Waschk ins Tor des Gegners traf. Weitere Möglichkeiten konnten nicht genutzt werden, sodass BRB-Coach Flurim Ramaj am Ende von zwei verschenkten Punkten sprach.

Keinen Sieger gab es im Verfolgerduell im Nordbergstadion. Gastgeber HC TuRa Bergkamen führte zur Pause durch Tore von Ahmet Keske und Nils Rataj per Elfer 2:0. Überragend Torhüter Tim Hohmann, der zwar zwei Mal hinter sich greifen musste, aber weitere Langscheder Treffer verhinderte. TuRa-Trainer Chris Brügmann bemängelte individuelle Fehler seiner Mannen, die zu Gegentreffern führten. „Bitter in den Schlussminuten noch den Sieg zu verlieren.“
Sein Kollege Stefan Kortmann vom SV Langschede sah seine Mannschaft von Beginn an forsch und offensiv aufspielen. Torjäger Jannes Krupka kam zu Chancen, nutzte sie anfänglich nicht oder scheiterte am starken Bergkamener Keeper Hohmann. Der hielt in der 67. Minute sogar einen Elfer von Dominik Emde. Zwei Minuten zuvor schaffte Krupka doch sein Tor zum 1:2. Und Yannick Büscher jubelte schließlich über den späten 2:2-Ausgleich. Ein Punkt sei definitiv zu wenig, so urteilte Kortmann nach Spielschluss, man habe Möglichkeiten für ein besseres Ergebnis nicht genutzt.

Adrian Ruzok, Trainer des SV Frömern, war happy nach dem Schlusspfiff und sprach von „einem absolut wichtigen  und wichtigen Sieg“. Den 2:1-Heimerfolg über die Rot-Weißen aus Unna stellten Paul Homann und Fabio Walter sicher. Dabei zeigte der SVF-Coach mit der Einwechslung von Walter ein glückliches Händchen.
Im vorderen Bereich fehlte Rot-Weiß Unna in Frömern die Durchschlagskraft. Nur einen Treffer von Mansour Yousofi, der zehnte in dieser Saison, schaffte RWU. Zu wenig bei der Endabrechnung. Zu den ohnehin schon bekannten Personalproblemen der Kreisstädter kamen weitere hinzu. Torhüter Kevin Lüttecken schied verletzt aus, für ihn rückte Feldspieler Tim Richter ins Tor. Aufgrund der vielen Ausfälle musste sich selbst Coach Patrick Kulinski zwei Minuten vor Spielende einwechseln.

Kampflos zu den drei Punkten kam Spitzenreiter Kamener SC gegen die VfL-Reserve. Damit vergrößerte sich der Vorsprung an der Spitze auf nunmehr neun Punkte.
Nur mit elf Spielern war der VfL Kamen II zum Derby beim KSC an die Gutenbergstraße gefahren. Beim Aufwärmen verletzten sich zwei, die auch vorher schon angeschlagen waren. Trainer Alex Hennig schloss sich mit Kapitän Martin Schmelzer kurz – in beiderseitigem Einvernehmen entschied man sich zur Absage. In der Winterpause will der VfL versuchen, mit Neuzugängen den Kader zu vergrößern.

Bildzeile: Hier zeigt sich der VfL noch in großer Mannschaftsstärke. Es reichte aber nicht zu vollem Personal beim Derby gegen den Kamener SC. Der VfL trat nicht an.

Fabian Gollan vertrat den erkrankten Chefcoach Fabian Blum beim 4:1-Heimsieg des SuS Kaiserau II gegen Mühlhausen. Er sah keine so starke Leistung seiner Elf, doch sie reichte am Ende zu einem ungefährdeten Dreier. Es war der sechste Saisonsieg verbunden mit dem Sprung auf Tabellenplatz neun. Mit Lukas Schuster, Robin Pfahl und Timo Kollakowski wirkten drei Akteure aus dem Landesliga-Kader mit. Kollakowski unterlief ein unglückliches Eigentor zum zwischenzeitlichen 3:1. Für die Kaiserauer Treffer sorgen Felix Hülsmann, Lukas Schuster und zwei Mal Jannik Swoboda.
Weiterhin mit großen Personalproblemen muss die U23 des SSV Mühlhausen-Uelzen kämpfen. Am Sonntagmorgen standen SSV-Coach Marco Slupek gerade mal acht Spieler zur Verfügung. „Von oben“ wurden Torben Gretzinger und Sammy Moussa abgegeben. Hinzu kam mit Tolga Sari ein Schiedsrichter des Vereins, der die Schuhe schnürte. Ersatztorhüter Kevin Hoffmann musste ab der 69. Minute als Feldspieler ran. Der SSV verlor 1:3 in Langschede. Slupek hofft nach der Winterpause auf Nachbesserung des Personals und vor allem auf eine bessere Trainingsbeteiligung. Denn: Schon seit drei Monaten findet kein regelmäßiges Training der Mannschaft statt.

Bildzeile: Keinen Sieg gab es im Topspiel im Bergkamener Nordbergstadion. Gastgeber  HC TuRa trennte sich vom SV Langschede nach einer 2:0-Pausenführung am Ende 2:2-unentschieden.

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